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Nachrichten

15.10.2014 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 08:45

Nachrichten von Mittwoch, 15. Oktober 2014 – langsam gesprochen als MP3

Gewaltsame Zusammenstöße in Hongkong:

In Hongkong ist die Polizei erneut gewaltsam gegen Demonstranten vorgegangen. Die Sicherheitskräfte setzten Pfefferspray und Schlagstöcke ein, um einen besetzten Straßentunnel zu räumen. Mehr als 40 Menschen wurden festgenommen. Dabei gab es Verletzte auf beiden Seiten. Es waren die schwersten Auseinandersetzungen seit einem Tränengaseinsatz vor zwei Wochen. Einen geplanten Dialog mit protestierenden Studenten hatte die Regierung von Hongkong zwischenzeitlich wieder abgesagt. Die Demokratiebewegung verlangt unter anderem freie Wahlen im Jahr 2017. Peking will die Kandidaten jedoch vorsortieren.

Obama rechnet mit langem Kampf gegen IS:

US-Präsident Barack Obama will die Kurden weiter mit Luftangriffen gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) unterstützen. Die USA seien "zutiefst besorgt" über die Lage in der nordsyrischen Grenzstadt Kobane, sagte Obama nach einem Treffen mit Vertretern der internationalen Anti-Terror-Koalition in Washington. Die Teilnehmer seien sich einig, dass der Kampf gegen die Dschihadisten noch lange dauern werde. US-Außenminister John Kerry kündigte an, die Vereinigten Staaten würden den Austausch von Geheimdienstinformationen über den IS mit Russland intensivieren. Zuvor hatten die USA mit Unterstützung Saudi-Arabiens die bisher stärksten Luftschläge gegen den IS ausgeführt. Wie das Zentralkommando in Florida mitteilte, wurden mehr als 20 Angriffe nahe Kobane geflogen. Die kurdische Enklave an der Grenze zur Türkei ist seit Wochen einem Ansturm der Dschihadisten ausgesetzt.

Lokführer streiken wieder:

Bahnreisende müssen an diesem Mittwoch mit massiven Zugausfällen rechnen. Die Lokführergewerkschaft GDL rief ihre Mitglieder auf, von 14 Uhr bis 4 Uhr am Donnerstagmorgen die Arbeit niederzulegen. Betroffen sind der Fern- und Regionalverkehr, ebenso Güterzüge und S-Bahnen. Schon seit Mittwochmorgen gelten Ersatzfahrpläne. Die Deutsche Bahn reagierte mit Unverständnis auf den angekündigten Streik. Die Gewerkschaft verlangt für die Beschäftigten fünf Prozent mehr Geld und zwei Stunden weniger Wochenarbeitszeit. Außerdem will die GDL auch für das übrige Zugpersonal verhandeln. Bisher werden Berufsgruppen wie Zugbegleiter oder Bordgastronomen von der größeren Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft vertreten. Die Bahn will konkurrierende Tarifverträge verhindern.

Irland stopft Steuerschlupfloch:

Irlands Regierung schafft eine der bekanntesten Möglichkeiten zum Steuersparen ab. Ab 2015 können Firmen nicht mehr in Irland registriert sein, ohne dort Steuern zu zahlen. Unternehmen, die ihren Sitz bereits im Land haben, bekommen eine Übergangsfrist bis 2020. Die bisher geltende Regel war in Europa seit Jahren als Steuerschlupfloch kritisiert worden. Der so genannte "Doppelte Ire" ermöglicht es Firmen, zwei Unternehmen in Irland zu registrieren, von denen aber nur eines seinen Steuersitz dort hat. Das andere ist oftmals in Steueroasen registriert. Die irischen Steuerregeln nutzen unter anderem US-Unternehmen wie Apple oder Google, aber auch große Pharmakonzerne, die so Milliarden sparen.

Weitere Polizisten in Mexiko festgenommen:

Im Zusammenhang mit dem Verschwinden von 43 Studenten in Mexiko haben die Behörden 14 weitere verdächtige Polizisten festnehmen lassen. Diese hätten eingeräumt, eine Gruppe junger Leute festgenommen und danach der kriminellen Bande "Guerreros Unidos" übergeben zu haben, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Außerdem wurde ein Anführer der Bande bei einem Polizeieinsatz getötet. Ende September waren im Bundesstaat Guerrero 43 Studenten nach Auseinandersetzungen mit der örtlichen Polizei verschwunden. Mitglieder der "Guerreros Unidos" räumten kurz darauf den Mord an 17 Verschleppten ein und zeigten der Bundespolizei mehrere Massengräber. In dem ersten Grab fanden sich nach Angaben der Staatanwaltschaft aber bislang keine Spuren der vermissten Studenten.

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