1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

15.09.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Präsident Nicolas Sarkozy haben vom hoch verschuldeten Griechenland eine strikte und effektive Umsetzung aller zugesagten Reformen und Sparmaßnahmen gefordert. Dies sei Voraussetzung für die Auszahlung künftiger Tranchen der Milliardenhilfen für das Land, betonten Merkel und Sarkozy nach Angaben des Sprechers der Bundesregierung, Steffen Seibert, bei einer Telefonkonferenz mit dem griechischen Regierungschef Giorgos Papandreou. Einem Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone erteilten Merkel und Sarkozy eine Absage. Griechenland sei integraler Bestandteil der Währungsunion, zitierte Seibert die beiden Politiker. Papandreou habe bekräftigt, seine Regierung werde alles unternehmen, um gemachte Zusagen zu erfüllen.

***

Im Koalitionsstreit um die Euro-Schuldenkrise und die Rettung Griechenlands werden die Gräben tiefer. Wirtschaftsminister Philipp Rösler verteidigte erneut seine von Bundeskanzlerin Angela Merkel, CDU, kritisierten Äußerungen zu einer möglichen Insolvenz Griechenlands. Rückendeckung erhielt der FDP-Chef dabei von führenden Parteifreunden. Regierungssprecher Steffen Seibert wies Spekulationen über einen Bruch der schwarz-gelben Koalition zurück. Das Kabinett sei sich einig über Wege und Ziele zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und der Stabilität der Euro-Zone. Nach einem Bericht der "Financial Times Deutschland" spielt die Bundesregierung in der Griechenland-Krise auch das Szenario einer Rettung von Banken durch. Viele Großbanken benötigten sofort Geld, wenn die nächste Finanzhilfe an Athen nicht ausgezahlt werden sollte, schreibt das Blatt unter Berufung auf ein Mitglied der Koalitionsspitze.

***

Die Bundesregierung wird nach den Worten von Wirtschaftsminister Philipp Rösler ihre Wachstumsprognose für 2012 möglicherweise absenken. Bei einer Veranstaltung der deutsch-italienischen Handelskammer in Mailand sagte Rösler, angesichts zunehmender Risiken müsse die aktuelle Schätzung von 1,8 Prozent Wachstum vielleicht nach unten korrigiert werden. Ende Oktober legt die Bundesregierung ihre neue Wachstumsprognose für die nächsten Jahre vor. In den vergangenen Tagen hatten bereits einige Wirtschaftsforschungsinstitute ihre Wachstumsprognosen für 2012 reduziert.

***

Das italienische Abgeordnetenhaus hat das neue Sparpaket der Regierung von Ministerpräsident Berlusconi endgültig verabschiedet. Zuvor hatten die Abgeordneten Ministerpräsident Silvio Berlusconi das Vertrauen ausgesprochen. Das Sparpaket sieht heftige Haushaltskürzungen von weiteren 54 Milliarden Euro vor. Schon im Juli waren Einsparungen von 48 Milliarden Euro beschlossen worden. Ziel der italienischen Regierung ist es, bis 2013 wieder einen ausgeglichenen Haushalt vorzulegen. Vorgesehen ist unter anderem eine Erhöhung der Mehrwertsteuer um einen Punkt auf 21 Prozent, die Anhebung des Rentenalters für Frauen im Privatsektor von 60 auf 65 Jahre und eine gemäßigte Reichensteuer. Zudem soll eine Schuldenbremse in der Verfassung verankert werden.

***

In Belgien ist 15 Monate nach der Parlamentswahl vom Juni vergangenen Jahres die Bildung einer Regierung möglich geworden. Wie der seit Mitte August mit den Verhandlungen betraute sozialistische Politiker Elio Di Rupo erklärte, einigten sich die Vorsitzenden von acht Parteien in der zentralen Streitfrage. Dabei geht es um eine Reform im Wahlrecht für eine Reihe von Gemeinden im Umland von Brüssel. Sie gehören zum niederländischen Sprachgebiet Flanderns, sind aber Heimat vieler frankophoner Bürger.

***

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: In der Nordhälfte ein Wechsel von Sonne und Wolken mit einzelnen Schauern. Nach Süden hin trocken und viel Sonnenschein, Tagestemperaturen 16 bis 21 Grad Celsius. Die weiteren Aussichten: Am Freitag viel Sonne, nur im Norden einige Wolkenfelder. Temperaturen von 15 bis 22 Grad.

 

Die Redaktion empfiehlt

WWW-Links

Audio und Video zum Thema