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Nachrichten

15.08.2014 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 09:38

Nachrichten von Freitag, 15. August 2014 – langsam gesprochen als MP3

Russische Transportpanzer in die Ukraine vorgerückt?:

Russland hat nach britischen Korrespondentenberichten an der Grenze zur Ukraine in der Nähe seines Hilfskonvois Dutzende schwere Militärfahrzeuge zusammengezogen. Dabei handele es sich um Transportpanzer, wie Reuters-Reporter beobachtet haben wollen. Laut den Zeitungen "Guardian" und "Telegraph" sollen 23 Mannschaftstransportwagen und Versorgungsfahrzeuge bereits auf ukrainisches Gebiet gefahren sein. Der Konvoi mit etwa 280 Lastwagen - nach russischen Angaben mit 2000 Tonnen Wasser, Babynahrung und anderen Hilfsgütern - hatte 30 Kilometer vor der Grenze sein Lager aufgeschlagen. Die ukrainische Führung und Vertreter westlicher Staaten hatten sich besorgt gezeigt, dass Russland die Hilfslieferungen als Vorwand für eine Invasion nutzen könnte. Die Regierung in Moskau hat dies als absurd zurückgewiesen.

Premierminister al-Maliki gibt Amt auf:

Der irakische Ministerpräsident Nuri al-Maliki gibt sein Amt auf. Der Politiker trete zugunsten seines designierten Nachfolgers Haidar al-Abadi zurück, meldete das irakische Staatsfernsehen. Al-Abadi war Anfang der Woche mit der Regierungsbildung beauftragt worden. Al-Maliki hatte sich dagegen gewehrt und war deshalb landesweit und international kritisiert worden. Beide Politiker gehören der schiitischen Dawa-Partei an, die bei den Wahlen im Mai die meisten Stimmen im Parlament gewonnen hat. Seit längerem fehlte al-Maliki jedoch der Rückhalt im Parlament. Die USA begrüßten den Rücktritt des amtierenden Ministerpräsidenten. Es sei ein entscheidender Schritt zur Einung des Landes, teilte US-Sicherheitsberaterin Susan Rice mit. Der Machtkampf in Bagdad gilt als ein Grund für das Erstarken der Terrormiliz „Islamischer Staat“.

Auch Bundeswehr fliegt Hilfsgüter in den Nordirak:

Die deutsche Bundeswehr hat mit Hilfsflügen in den Norden des Irak begonnen, wo Zehntausende Menschen auf der Flucht vor der Terrorarmee des "Islamischen Staats" (IS) sind. In Schleswig-Holstein war am Morgen die erste Transall C-160 nach Erbil gestartet. Die Bundeswehr will im Laufe des Tages mehr als 36 Tonnen Sanitätsmaterial und Lebensmittel in das kurdische Autonomiegebiet bringen.

Ebola-Ausbruch größer als gedacht:

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht davon aus, dass der Ebola-Ausbruch in Westafrika größer als gedacht ist. Es gebe entsprechende Hinweise in den betroffenen Ländern, teilte die WHO auf ihrer Webseite mit. Zuletzt wurden 1069 Todesfälle und 1975 Krankheitsfälle gemeldet, doch die Zahlen verschleierten das wahre Ausmaß der Epidemie, hieß es. Die internationale Hilfe soll nun unter Koordination der WHO verstärkt werden. Wegen der Ebola-Epidemie hatte die WHO den internationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen und sich für den Einsatz von kaum erprobten Wirkstoffen zur Virus-Bekämpfung ausgesprochen. Die westafrikanischen Staaten Guinea, Sierra Leone und Liberia sind am stärksten von der Epidemie betroffen. Auch in Nigeria gibt es mittlerweile vier Todesfälle.

Örtliche Polizei aus Ferguson abgezogen:

Der Gouverneur des US-Bundesstaates Missouri hat die örtliche Polizei aus der Kleinstadt Ferguson abgezogen. Der Ort wirke derzeit wie ein Kriegsgebiet, sagte Jay Nixon. Das sei nicht akzeptabel. Die Polizei des Staates Missouri ist nun für die Sicherheit in Ferguson verantwortlich. Die lokalen Sicherheitskräfte waren wegen ihres harten Vorgehens gegen Demonstranten scharf kritisiert worden. Die Bewohner in Ferguson hatten gegen die tödlichen Schüsse auf den jungen Schwarzen Michael Brown durch einen weißen Polizisten protestiert. Der Schütze sagte, Brown habe ihn attackiert, doch ein Zeuge widersprach. Seitdem kam es in der Kleinstadt zu Ausschreitungen, Plünderungen und Festnahmen. Die Polizisten waren mit Tränengas und Rauchbomben auf die Demonstranten losgegangen. Präsident Barack Obama rief die Einwohner der Kleinstadt auf, ruhig zu bleiben.

Robin Williams litt an Parkinson:

Der verstorbene Hollywood-Schauspieler Robin Williams war an Parkinson erkrankt. Nach den Worten seiner Ehefrau Susan Schneider befand sich der US-Schauspieler in einer frühen Phase der Krankheit. Er sei noch nicht so weit gewesen, das der Öffentlichkeit mitzuteilen. Der 63-jährige Oscar-Preisträger habe hingegen seine Alkoholprobleme im Griff gehabt. Der dreifache Vater habe "mutig" gegen Depressionen und Angstzustände gekämpft. Robin Williams hatte sich am Montag das Leben genommen.

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