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Nachrichten

15.08.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

In Syrien geht das Regime von Präsident Baschar al-Assad offensichtlich mit immer härteren Mitteln gegen die Demokratiebewegung vor. Wie Augenzeugen berichteten, kamen beim Beschuss von dicht besiedelten Wohnvierteln der Hafenstadt Latakia neben Panzern und Bodentruppen auch Kriegsschiffe zum Einsatz. Dabei seien am Sonntag etliche Zivilisten ums Leben gekommen, teilten Menschenrechtler mit. In jüngsten Agenturmeldungen ist mindestens von 19 bis 26 Todesopfern die Rede. Trotz der Militäroffensive in Latakia und anderen syrischen Städten zeigt sich die Opposition entschlossen, ihre Proteste gegen Assad fortzusetzen. Aktivisten stellten Videos ins Internet, auf denen Großdemonstrationen unter anderem in Vorstädten von Damaskus zu sehen sind.

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Angesichts der jüngsten militärischen Erfolge der Rebellen hat der libysche Machthaber Muammar al-Gaddafi seine Anhänger zur Befreiung des Landes aufgerufen. Sie sollten an die Front ziehen, um Libyen Zoll für Zoll zu befreien, sagte er in einer vom Staatsfernsehen ausgestrahlten Audio-Botschaft. Das Ende der - so wörtlich - "Ratten" und "Kolonisatoren" sei nahe. Ein Reporter der Nachrichtenagentur Reuters meldete, dass Vertreter des Regimes und der Rebellen in einem Hotel auf der tunesischen Insel Djerba über einen Weggang Gaddafis gesprochen hätten. Ein Regierungssprecher in Tripolis bestritt dies und sprach von einem "Medienkrieg". Zuletzt waren Rebellenverbände mit NATO-Unterstützung aus der Luft in die wichtigen Küstenstädte Sawija, Surman und Gharjan westlich von Tripolis vorgestoßen.

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Bei der Explosion von zwei Bomben in der irakischen Stadt Kut sind nach Angaben von Ärzten mindestens 33 Menschen getötet worden. Mindestens 52 Menschen erlitten Verletzungen. Die Polizei teilte mit, zunächst sei eine Bombe auf einem belebten Platz im Stadtzentrum explodiert. Als Sicherheitskräfte eintrafen, wurde ein zweiter Sprengsatz gezündet. Die 400.000-Einwohner-Stadt Kut liegt rund 160 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Bagdad.

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Jordaniens König Abdullah II. hat umfangreiche Verfassungsänderungen angekündigt. Dazu gehörten die Einsetzung eines Verfassungsgerichts und einer unabhängigen Wahlkommission, erklärte der König nach Entgegennahme der Vorschläge eines Reform-Ausschusses. Dieser war vor vier Monaten als Reaktion auf Proteste nach dem Vorbild der Aufstände in Tunesien und Ägypten eingesetzt worden. Die geplanten Änderungen würden für ein "besseres Gleichgewicht" zwischen Legislative und Exekutive sorgen, betonte Abdullah. Seine Kritiker bezeichneten die geplanten Reformen als unzureichend.

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In Ägypten wird an diesem Montag der Prozess gegen den ehemaligen Staatschef Husni Mubarak fortgesetzt. Die Staatsanwaltschaft macht den 83-Jährigen für den Tod von Regimegegnern bei der Niederschlagung von Protesten Anfang des Jahres verantwortlich. Außerdem ist Mubarak wegen Korruption und Amtsmissbrauchs angeklagt. Der Ex-Präsident wird nach Angaben seines Anwalts wieder vor Gericht in Kairo erscheinen. Zum Prozess-Auftakt am 3. August war Mubarak in einem Krankenbett in den Verhandlungssaal gerollt worden. Die gegen ihn erhobenen Vorwürfe wies er zurück.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Süden und Osten zeitweise Regen. Nach Westen und Norden hin Wechsel von Sonne und Wolken und zunächst meist trocken. Tageshöchstwerte 18 bis 24 Grad Celsius. Die weiteren Aussichten: Am Dienstag im Süden meist heiter und trocken. Sonst Wechsel von Sonne und Wolken, im Nordwesten einige Schauer. Temperaturen ähnlich wie am Montag.

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