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Nachrichten

15.07.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Sonntag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Das Massaker im syrischen Dorf Tremseh richtete sich vor allem gegen Aufständische und Deserteure der Armee. Dies teilte ein Sprecher der Vereinten Nationen mit, nachdem sich die UN-Beobachter vor Ort ein erstes Bild der Lage machen konnten. Die genaue Zahl der Getöteten, die von Oppositionellen mit 100 bis 220 angegeben wurde, konnte noch nicht ermittelt werden. Die Beobachter wollen am Sonntag ihre Untersuchung in Tremseh fortsetzen. Die Behörden in Damaskus sprachen von einem Angriff gegen Mitglieder einer terroristischen Gruppe. Bundesaußenminister Guido Westerwelle erklärte, das syrische Regime setze schwere Waffen gegen die eigene Bevölkerung ein. Dies dürfe so nicht weitergehen.

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Das erste Treffen von US-Außenministerin Hillary Clinton mit dem islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi in Ägypten ist von Protesten begleitet worden. Vor Clintons Hotel in Kairo versammelten sich Demonstranten, die anti-amerikanische Parolen skandierten. An diesem Sonntag trifft Clinton den Leiter des Militärrats, Hussein Tantawi, und reist dann in die Hafenstadt Alexandria. Dort ist ein Treffen mit Frauen in führenden Positionen, koptischen Christen und jungen Unternehmern vorgesehen.

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Erstmals seit der Eskalation des Konflikts zwischen dem Sudan und dem Südsudan vor rund dreieinhalb Monaten sind die Präsidenten der beiden Staaten zu einem Gespräch zusammengekommen. Omar al-Baschir und Salva Kiir trafen sich in einem Hotel in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba, wo an diesem Sonntag ein Gipfeltreffen der Afrikanischen Union (AU) beginnt. Laut der sudanesischen Delegation dauerte ihr Gespräch mehrere Stunden lang. Das Verhältnis beider Staaten ist höchst angespannt. Umstritten sind die Verteilung der Ölvorkommen und der genaue Verlauf der Grenze. Ende März besetzte der Süden ein umstrittenes Ölfeld und der Norden bombardierte Ziele im Süden. Erst unter internationalem Druck beruhigte sich die Lage.

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Bei den Protestaktionen gegen den Sozialabbau in Israel ist es zu einem schweren Zwischenfall gekommen. Ein Demonstrant übergoss sich in Tel Aviv mit brennbarer Flüssigkeit und setzte sich in Flammen. Er wurde mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. In Tel Aviv und Jerusalem waren am Jahrestag des Beginns der Protestwelle gegen die hohen Lebenshaltungskosten wieder mehrere tausend Menschen auf die Straße gegangen.

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In der Debatte um religiös motivierte Beschneidungen in Deutschland wird der Ruf nach einer gesetzlichen Regelung lauter. Der Vorsitzende der Allgemeinen Rabbinerkonferenz, Henry G. Brandt, forderte die Bundesregierung dazu auf, solche Beschneidungen gesetzlich zu erlauben. Es reiche nicht, dies lediglich straffrei zu stellen, erklärte der Rabbiner in einem Beitrag für die Zeitung "Bild am Sonntag". Nur so könne Religionsfreiheit in Deutschland glaubwürdig Bestand haben. Das Kölner Landgericht hatte jüngst in einem viel diskutierten Urteil Beschneidungen als strafbare Körperverletzungen eingestuft.

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Eine russische Sojus-Rakete mit drei Astronauten an Bord ist zur Internationalen Raumstation ISS gestartet. Sie sollen in den kommenden Monaten die Arbeit der drei Astronauten ergänzen, die derzeit auf der ISS stationiert sind. Die Rakete startete planmäßig vom russischen Weltraumbahnhof im kasachischen Baikonur. An Bord befanden sich eine Amerikanerin, ein Russe und ein Japaner. Sie erwartet ein umfangreiches Arbeitsprogramm, zu dem auch ein Außeneinsatz gehört.

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In Kuba ist die Cholera ausgebrochen. Die Behörden sehen zwar noch keine große Gefahr, aber die Zahl der Erkrankten hat sich innerhalb weniger Tage verdreifacht. Waren es Anfang Juli offiziellen Angaben zufolge noch 53 Fälle, hat sich die Zahl der Erkrankten nun auf 158 erhöht. Allerdings wollte das Gesundheitsministerium in Havanna weiterhin nicht von einer "Epidemie" sprechen. Die Behörden des kommunistisch regierten Karibikstaates zählen es zu ihren wichtigsten Errungenschaften, ein außergewöhnlich gutes Gesundheitssystem zu unterhalten. Zuvor waren schon in Haiti und der Dominikanischen Republik vermehrt Fälle von Cholera aufgetreten.

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