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Nachrichten

15.07.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

US-Finanzminister Tim Geithner hat einen dringenden Appell an die Kongress-Abgeordneten gerichtet, sich rasch auf eine Anhebung der Schuldenobergrenze der USA zu einigen. Es müsse umgehend ein "klares Signal" an die Welt gegeben werden, dass man seinen Zahlungsverpflichtungen nachkommen könne, forderte Geithner von Demokraten und Republikanern in Washington. US-Notenbankchef Ben Bernanke hatte wie der Finanzminister vor "katastrophalen Folgen" gewarnt, für die USA und für die Weltwirtschaft. Nach der Ratingagentur Moody's drohte auch Standard & Poors wegen des Schuldenstreits damit, die Kreditwürdigkeit der USA herabzustufen. Die Bonitätsstufe könne - so S & P - auch im Falle einer Einigung gesenkt werden. Präsident Barack Obama sucht nun im Kongress offenbar einen Kompromiss mit einem Sparpaket von zwei Billionen Dollar.

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Der Internationale Währungsfonds kritisiert das Krisenmanagement der Euro-Länder. Die Hängepartie um das zweite Rettungspaket für Griechenland habe auch andere Staaten in Mitleidenschaft gezogen, beklagte IWF-Unterhändler Ajai Chopra nach Gesprächen in Dublin. So sei die jüngste Herabstufung Irlands eher auf Entwicklungen außerhalb des Landes als auf die Umsetzung des eigenen Konsolidierungsprogramms zurückzuführen. Chopra rief die Eurozone auf, "in den Verhandlungen zum Ende zu kommen". Auch der griechische Ministerpräsident Giorgos Papandreou drängte die Euro-Partner zur Eile, um nicht noch mehr Investoren zu verschrecken. Bundeskanzlerin Angela Merkel will sich hingegen nicht unter Druck setzen lassen. Ohne ein fertiges, neues Programm für Griechenland sei ein Sondergipfel derzeit nicht sinnvoll, sagte Merkel. Das Sondertreffen der Staats- und Regierungschefs war für diesen Freitag angedacht und dürfte nun frühestens kommende Woche angesetzt werden.

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In Libyen haben Kommandeure der Aufständischen neue Angriffe auf die Ölstadt Brega im Osten und im Süden der Hauptstadt Tripolis angekündigt. Erste Vorstöße trafen nach arabischen TV-Berichten jedoch auf heftigen Beschuss durch die Truppen des Machthabers Muammar al Gaddafi. Dieser rief im Staatsfernsehen seine Anhänger auf zum Marsch auf die Rebellenhochburg Bengasi und die umzingelte Stadt Misrata. - Zum vierten Mal versammelt sich an diesem Freitag die so genannte Libyen-Kontaktgruppe, diesmal in Istanbul. Angesichts des militärischen Patts in dem nordafrikanischen Land rückt dort eine mögliche Verhandlungslösung wieder stärker in den Mittelpunkt. Die Türkei wollte den westlichen und arabischen Außenministern eine aktualisierte Fassung ihres "Friedensfahrplans" vom April vorlegen.

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Deutschland hat Syrien im Weltsicherheitsrat zu mehr Offenheit im Streit um sein angebliches Atomprogramm aufgefordert. Nach einer Sondersitzung in New York sagte der UN-Botschafter der Bundesrepublik, Peter Wittig, es sei an der Regierung in Damaskus, ihren Verpflichtungen nachzukommen und der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) vollen Zugang zu ihren Aktivitäten zu gewähren. Das mächtigste Gremium der Vereinten Nationen hatte zuvor zum ersten Mal über das mögliche Nuklearprogramm Syriens beraten. Viele Länder glauben, dass es sich bei einer 2007 vermutlich von israelischen Kampfflugzeugen zerstörten Anlage im syrischen Dair Alzour um die Baustelle für einen Atomreaktor handelte.

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Die israelische Luftwaffe hat in der Nacht zum Freitag erneut Ziele im Gazastreifen angegriffen. Nach Angaben von Augenzeugen wurden dabei Ziele in Gaza-Stadt und Chan Junis im Süden des Palästinensergebiets sowie Schmugglertunnel an der Grenze zu Ägypten getroffen. Die israelische Armee bestätigte die Angriffe, nannte aber keine Einzelheiten. Es war der dritte Angriff innerhalb von drei Tagen. Am Donnerstag hatten militante Palästinenser mehrere Geschosse aus dem Gazastreifen auf israelisches Territorium abgefeuert.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden zunächst noch viele Wolken und zeitweise Regen, später stellenweise auch aufgelockert. Im Süden freundlicher und meist trocken. Höchstwerte 15 bis 24 Grad. DIE WEITEREN AUSSICHTEN: Am Samstag mal sonnig, mal bewölkt, örtlich Regen. Längere Aufheiterungen vor allem im Osten und Süden bei Höchstwerten von 18 bis 24 Grad.

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