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Nachrichten

15.06.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Die Finanzminister der Euro-Zone haben sich bei einem Treffen in Brüssel nicht auf ein neues milliardenschweres Hilfspaket für das hoch verschuldete Griechenland einigen können. Für Kontroversen sorgte insbesondere die Forderung Deutschlands, dass auch die privaten Griechenland-Gläubiger wie Banken und Versicherungen einen Beitrag erbringen müssten. Nach dem Vorschlag von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble sollen sie ihre Griechenland-Anleihen in Papiere mit längeren Laufzeiten umtauschen. Mehrere andere Euro-Staaten und die Europäische Zentralbank lehnten diesen Plan wegen möglicher Gefahren für die Finanzmärkte ab. - Griechenland bekommt seine Finanzprobleme trotz eines 2010 von EU, Euro-Staaten und Internationalem Währungsfonds geschnürten Hilfspakets über 110 Milliarden Euro nicht in den Griff. Nach Schätzungen braucht Athen weitere 90 bis 120 Milliarden Euro.

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Wegen der Schuldenkrise in Griechenland drohen drei französischen Großbanken schlechtere Bonitätsnoten. Die Ratingagentur Moody's teilte mit, derzeit die Bewertungen der Institute BNP Paribas, Societe Generale und Credit Agricole zu prüfen. Demnach drohen Credit Agricole und BNP Absenkungen um je eine Notenstufe, bei Societe Generale könnten es sogar zwei sein. Nach Auskunft von Moody's sind die Banken in Griechenland entweder direkt oder über Tochtergesellschaften engagiert. Sie hielten griechische Staatsanleihen und hätten Kredite an dortige Unternehmen vergeben. Die Ratingagentur will auch noch andere Geldinstitute mit direktem Engagement in Griechenland einer entsprechenden Prüfung unterziehen. Generelles Ziel sei dabei, die Risiken eines Zahlungsausfalls des EU-Landes für die Geldhäuser in der Euro-Zone in Betracht zu ziehen.

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Nach dreitägiger Pause haben Kampfflugzuge der NATO in der Nacht zum Mittwoch wieder Ziele in der libyschen Hauptstadt Tripolis angegriffen. Es seien laute Explosionen zu hören gewesen, berichteten Korrespondenten. Der arabische Sender Al-Dschasira meldete unter Berufung auf das libysche Staatsfernsehen, im Osten der Hauptstadt seien militärische und zivile Einrichtungen getroffen worden. Es soll Opfer gegeben haben. - Zuvor hatten NATO-Maschinen über der Stadt Slitan Flugblätter abgeworfen, in denen die Truppen von Machthaber Muammar al-Gaddafi aufgefordert werden aufzugeben. Slitan, 160 Kilometer östlich von Tripolis, ist Ziel einer Offensive der Aufständischen.

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Die Vereinten Nationen haben sich angesichts anhaltender Kämpfe in der sudanesischen Region Süd-Kordofan an der Grenze zu Süd-Sudan besorgt über die Lage der Zivilbevölkerung geäußert. Die Luftangriffe der Streitkräfte des Nord-Sudans gefährdeten die humanitäre Hilfe für die Menschen, erklärte ein UN-Sprecher. Die Kämpfe in der ölreichen, zum Norden gehörenden Provinz dauern seit dem 5. Juni an. - Der Süden des Sudan will am 9. Juli seine Loslösung vom Norden erklären und seine staatliche Unabhängigkeit ausrufen. Im Vorfeld dieses Schritts kommt es im künftigen Grenzgebiet zunehmend zu Kämpfen.

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Das Bundeskabinett will an diesem Mittwoch ein Afrika-Konzept beschließen. Medienberichten zufolge hat die Regierung ihre Ziele in sechs Punkten zusammengefasst. Dazu zählten die Aufrechterhaltung und Wiederherstellung von Frieden und Sicherheit in Afrika sowie die Themen Wirtschaft, Menschenrechte, Umwelt, Energie sowie humanitäre Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit. Dass Afrika in diesen Bereichen vorankomme, sei auch im Interesse Deutschlands, hieß es. Bundesaußenminister Guido Westerwelle wird das Konzept vor Journalisten vorstellen und anschließend zu einem dreitägigen Besuch in den Sudan reisen.

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