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Langsam gesprochene Nachrichten

15.05.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 09:11

Nachrichten von Montag, 15. Mai 2017 – langsam gesprochen als MP3

CDU gewinnt Wahl in NRW - Kraft tritt zurück:

Bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen ist die rot-grüne Landesregierung unter Ministerpräsidentin Hannelore Kraft abgewählt worden. Die CDU wurde nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis mit 33,0 Prozent stärkste Kraft, die SPD kam nach erheblichen Verlusten nur noch auf 31,2 Prozent. Es ist das schlechteste Ergebnis der Partei in NRW. Kraft trat nach der Wahl sofort als SPD-Landesvorsitzende und stellvertretende Bundesvorsitzende zurück. Die FDP erzielte mit 12,6 Prozent ihr bestes Ergebnis in dem Bundesland. Mit 7,4 Prozent zieht erstmals die rechtspopulistische AfD in den Düsseldorfer Landtag ein. Die bislang an der Regierung beteiligten Grünen stürzten auf 6,4 Prozent ab. Die Linkspartei scheiterte mit 4,9 Prozent knapp.

 

Parteien beraten über Ergebnisse in NRW:

Nach den herben Verlusten für SPD und Grüne bei der Wahl in NRW analysieren die Parteien - vier Monate vor der Bundestagswahl - die Ergebnisse. In Berlin wird die unterlegene Ministerpräsidentin Hannelore Kraft von Kanzlerkandidat Martin Schulz in der SPD-Zentrale empfangen. Der linke Parteiflügel und die SPD-Parteijugend forderten Schulz auf, sich in seinen Positionen nun deutlicher von der Union abzugrenzen. Ebenfalls in Berlin wird der FDP-Spitzenkandidat und Parteivorsitzende Christian Lindner vor die Presse treten. Lindner hatte nach der Wahl erklärt, seine Partei wolle nicht automatisch eine Koalition mit der CDU eingehen. Neben einer großen Koalition unter Führung des CDU-Wahlsiegers Armin Laschet wäre auch ein schwarz-gelbes Bündnis denkbar - mit knapper Mehrheit.

 

Microsoft warnt nach weltweitem Cyberangriff die Regierungen:

Der Software-Konzern Microsoft hat nach der Cyberattacke auf mehr als 200.000 Computer in 150 Ländern den Einsatz von Schadprogrammen durch Regierungen kritisiert. Dieser Angriff sei ein "Weckruf", schrieb Microsoft-Manager Brad Smith in einem Blog-Eintrag. Er warf dem US-Geheimdienst NSA vor, eine Sicherheitslücke im Betriebssystem Windows für seine eigenen Zwecke genutzt zu haben. Nachdem die NSA selbst Opfer eines Hackerangriffs geworden war, gelangten die Informationen in die Hände Krimineller. Die erpresserische Schadsoftware unter dem Namen WannaCry legte seit Freitagabend tausende Behörden und Unternehmen lahm und richtete erhebliche Schäden an. In Großbritannien waren zahlreiche Kliniken betroffen. Auch die Deutsche Bahn, der Automobilkonzern Renault, der Telefon-Riese Telefónica und das russische Innenministerium wurden geschädigt. Die Angreifer verschlüsselten Computerdaten und verlangten ein Lösegeld, um die Daten wieder freizugeben. 

 

China warnt vor Abschottung in der Handelspolitik:

Chinas Präsident Xi Jinping hat vor Abschottung und Protektionismus in der internationalen Handelspolitik gewarnt. Die Globalisierung bekomme gerade "viel Gegenwind", sagte Xi bei einem Gipfeltreffen zur "Neuen Seidenstraße" in Peking. Kein Land der Welt könne die Herausforderungen allein bewältigen und die Probleme der Welt alleine lösen, betonte er. Die "Neue Seidenstraße" ist ein gigantisches von China finanziertes Projekt aus neuen Häfen, Eisenbahnlinien, Straßen und Industrieparks, die das Land mit Afrika, Asien und Europa verbinden sollen. Bei der Eröffnung des zweitägigen Gipfeltreffens in Peking hatte Xi weitere 124 Milliarden Dollar (113 Milliarden Euro) für die Initiative angekündigt. Die chinesische Entwicklungsbank hat bereits 890 Milliarden Dollar für insgesamt 900 Bau- und Entwicklungsprojekte bereitgestellt. Die Initiative zielt darauf ab, alte Handelsrouten wiederzubeleben.

 

Cholera breitet sich im Jemen rasch aus:

Angesichts der rasanten Ausbreitung der Cholera im Bürgerkriegsland Jemen ist dort der Notstand ausgerufen worden. Die von den schiitischen Huthi-Rebellen kontrollierten Behörden teilten in der Hauptstadt Sanaa mit, sie seien nicht in der Lage, die Katastrophe in den Griff zu bekommen. Das Gesundheitsministerium bat um internationale humanitäre Hilfe. Nach Angaben des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz ist die Zahl der Cholera-Toten innerhalb weniger Tage auf 115 gestiegen. Mehr als 8500 Krankheitsfälle wurden gemeldet. Es ist bereits der zweite Cholera-Ausbruch in weniger als einem Jahr im Jemen, dem ärmsten arabischen Land. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) spricht mit Blick auf den Jemen von einer der schwersten humanitären Krisen weltweit. 

 

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