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Nachrichten

15.05.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Der angeschlagene ThyssenKrupp-Konzern verschärft sein Sparprogramm und will 3000 Arbeitsplätze in der Verwaltung streichen. Rund 1500 Stellen davon sollen in Deutschland wegfallen. Weltweit werde damit jeder fünfte Job in der Verwaltung des Konzerns gestrichen, teilte ThyssenKrupp in Essen mit. Auf betriebsbedingte Kündigungen solle verzichtet werden. Insgesamt sollen in den kommenden drei Jahren dadurch rund 250 Millionen Euro eingespart werden. Das Unternehmen hatte in diesem Jahr bereits die Streichung von 2000 Stellen in seinem europäischen Stahlgeschäft angekündigt.

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Wegen des Verdachts auf Preismanipulationen haben die Kartellwächter der EU-Kommission Ölkonzerne in drei Staaten durchsuchen lassen. Die Firmen, darunter Shell, BP und Statoil, könnten sich abgesprochen haben, um die Feststellung der Ölpreise durch die sogenannten Preisagenturen zu beeinflussen, teilte die EU-Kommission in Brüssel mit. Die Razzien hätten in zwei EU-Staaten sowie einem weiteren europäischen Land stattgefunden. Die Preisagenturen stellen aufgrund von Angaben der Rohstoffhändler den aktuellen Preis für Ölprodukte fest.

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Eine Geheimdienstaffäre belastet das Verhältnis zwischen den USA und Russland. Der in Moskau gefasste angebliche CIA-Spion wurde zur "unerwünschten Person" erklärt und muss das Land sofort verlassen. Während das russische Außenministerium von einer "Provokation" sprach, die an den Kalten Krieg erinnere, bemühte man sich in Washington um Mäßigung. Man solle den "Zwischenfall nicht überbewerten", kommentierte ein Außenamtssprecher. Er wies Befürchtungen zurück, dass durch die Affäre die jüngste gemeinsame amerikanisch-russische Initiative für eine Syrien-Konferenz torpediert werden könne. Der russische Inlandsgeheimdienst FSB beschuldigte den festgenommenen Mitarbeiter der US-Botschaft, als Agent versucht zu haben, FSB-Offiziere abzuwerben.

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Mit 520 Millionen Euro will die Europäische Union Stabilität und wirtschaftliche Entwicklung des afrikanischen Krisenlandes Mali fördern. Dies teilte EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso vor der internationalen Geberkonferenz mit, die an diesem Mittwoch in Brüssel stattfinden soll. Vertreter von etwa 100 Staaten treffen sich, um über den Wiederaufbau Malis zu beraten. Der westafrikanische Staat steht im Norden noch im Kampf gegen islamistische Rebellen. Die Geber sollen knapp zwei Milliarden Euro aufbringen. Malis Regierung soll umfangreiche politische Reformen, freie Wahlen und die Einhaltung von Menschenrechten versprechen.

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Mit Schalldämpfer-Pistolen bewaffnete Extremisten haben in mehreren Alkohol-Geschäften der irakischen Hauptstadt mindestens zwölf Menschen erschossen. Zuvor hätten die Unbekannten mit ihren Fahrzeugen einen Kontrollposten der Polizei im Westen Bagdads durchbrochen, hieß es aus dem Innenministerium. Da Alkoholgenuss nach islamischem Recht verboten ist, bieten Spirituosen-Läden in Bagdad eine Zielscheibe für Fundamentalisten. Dies gilt umso mehr, als in den Geschäften oft Angehörige religiöser Minderheiten arbeiten.

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Mit der Literaturverfilmung "Der große Gatsby" wird an diesem Mittwoch das 66. Internationale Filmfestival in Cannes eröffnet. Zur Premiere an der französischen Cote d'Azur werden Regisseur Baz Luhrmann und die Hauptdarsteller Leonardo DiCaprio und Carey Mulligan erwartet. "Der große Gatsby" basiert auf der Romanvorlage von F. Scott Fitzgerald. Der Film läuft in Cannes außer Konkurrenz. Im Wettbewerb konkurrieren 20 Werke um die Goldene Palme. Darunter sind Filme von Regisseuren wie Ethan und Joel Coen, Asghar Farhadi, Jim Jarmusch, Roman Polanski und Steven Soderbergh. Als einzige Frau ist Regisseurin Valeria Bruni Tedeschi im Rennen um die Goldene Palme vertreten. Die Preise werden am 26. Mai von der Jury unter Vorsitz von US-Regisseur Steven Spielberg verliehen. 2012 hatte der Österreicher Michael Haneke mit seinem Drama "Liebe" gewonnen.

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