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Nachrichten

15.05.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Sonntag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Der Chef des Internationalen Währungsfonds, Dominique Strauss-Kahn, ist in New York wegen versuchter Vergewaltigung und sexueller Belästigung angeklagt worden. Dies teilte ein Polizeisprecher mit. Strauss-Kahn wird vorgeworfen, ein Zimmermädchen in einem Hotel sexuell belästigt zu haben. Der 62-Jährige war am Samstag am New Yorker John-F.-Kennedy-Flughafen festgenommen worden, kurz bevor er nach Paris abfliegen wollte. Nach Auskunft seines Anwalts soll Strauss-Kahn noch an diesem Sonntag von einem Richter angehört werden. Der Franzose gilt als möglicher sozialistischer Kandidat für die nächste Präsidentschaftswahl in seinem Heimatland. Er sollte an diesem Sonntag von Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin empfangen werden.

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Bei neuen Zusammenstößen zwischen Muslimen und koptischen Christen in Ägyptens Hauptstadt Kairo sind nach Berichten des arabischen Fernsehsenders Al-Dschasira zwei Menschen getötet und etwa 60 verletzt worden. Auslöser war laut Polizei ein Streit zwischen muslimischen Jugendlichen und mehreren Kopten, die seit Tagen vor dem Gebäude des staatlichen Fernsehens gegen die jüngsten Anschläge auf Kirchen protestieren. Bei den Krawallen flogen Steine und Molotow-Cocktails, mindestens zehn Autos gingen in Flammen auf. Polizisten und Soldaten setzten Tränengas ein, um die Menge zu trennen. - Am vergangenen Wochenende waren in der ägyptischen Hauptstadt bei Zusammenstößen zwischen Christen und Muslimen 15 Menschen getötet und rund 240 verletzt worden. Die Kopten machen etwa ein Zehntel der ägyptischen Bevölkerung aus.

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Am sogenannten Nakba-Tag hat es an drei Grenzen Israels blutige Zwischenfälle gegeben, nachdem radikalislamische Palästinensergruppen zu Märschen auf die Grenzen aufgerufen hatten. Beim Vorrücken zahlreicher Palästinenser auf die schwer bewachten syrischen Golan-Höhen wurden nach Berichten der Polizei mindestens vier Menschen getötet und elf verletzt. Bei ähnlichen Zusammenstößen an der libanesisch-israelischen Grenze wurden nach Berichten von Augenzeugen etwa zehn Menschen verletzt, als israelische Soldaten Warnschüsse abgaben. Auch am Grenzübergang Eres im Gaza-Streifen schoss das israelische Militär auf vorrückende Palästinenser und verletzte etwa 50 von ihnen. Am Nakba-Tag erinnern die Palästinenser alljährlich an die Flucht und Vertreibung hunderttausender Araber nach der israelischen Staatsgründung im Mai 1948. "Nakba" heißt auf deutsch "Katastrophe". Aus Furcht vor Anschlägen hatte die israelische Armee das Westjordanland abgeriegelt.

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Syrische Truppen haben ein Grenzgebiet im benachbarten Libanon beschossen und dabei eine Frau getötet. Fünf Menschen, unter ihnen ein Soldat, erlitten Verletzungen, wie in der Hauptstadt Beirut bestätigt wurde. In der beschossenen Region nahe dem Ort Bakija halten sich vor allem syrische Flüchtlinge auf, die vor der Gewalt der Sicherheitskräfte in ihrer Heimat geflohen sind. Auch die getötete Frau war den Angaben zufolge eine Syrerin. Seit Ende April sollen bereits 5000 Bewohner der von syrischen Truppen belagerten Stadt Tel Kalach in den Libanon geflohen sein. Sie gilt als eine Hochburg der Opposition gegen Präsident Baschar al-Assad. - Nach Augenzeugenberichten wurden in Tel Kalach am Samstag mindestens vier Menschen von den Sicherheitskräften erschossen.

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Der UN-Sondergesandte Abdelilah al Chatib wird an diesem Sonntag in Libyen noch einmal versuchen, eine Waffenruhe zu erreichen. Der frühere jordanische Außenminister kündigte nach Gesprächen mit dem griechischen Ministerpräsidenten Giorgos Papandreou in Athen seinen Flug nach Tripolis an. Es ist Chatibs siebte Reise nach Libyen, um eine Einstellung der Kampfhandlungen und eine friedliche Lösung des Konflikts zu erreichen. Griechenland will in Kürze Diplomaten nach Bengasi entsenden, die Verbindung zu den Rebellen halten sollen. --- NATO-Kampfflugzeuge griffen wieder Ziele in Tripolis an. Das libysche Fernsehen berichtete, erneut sei der Militärkomplex Bab al Asisija beschossen worden, in dem sich auch die Residenz von Machthaber Muammar al Gaddafi befindet.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Wechsel aus sonnigen und wolkigen Abschnitten. Örtlich Schauer oder Gewitter. Höchstwerte zwischen neun Grad am Alpenrand und 18 Grad im Rhein-Main-Gebiet. Die weiteren Aussichten: Am Montag bis auf den Nordwesten freundlicher und kaum noch Schauer. Höchsttemperaturen 12 bis 19 Grad.

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