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Nachrichten

15.04.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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In Venezuela hat der Wunschkandidat des verstorbenen Staatschefs Hugo Chávez die Präsidentenwahl mit denkbar knappem Vorsprung vor der Opposition gewonnen. Der Sozialist Nicolás Maduro setzte sich gegen seinen Herausforderer Henrique Capriles Radonski durch. Nach Angaben der Wahlbehörde CNE kam Maduro auf 50,7 Prozent. Für Capriles stimmten 49,1 Prozent. Maduros Vorsprung liegt bei etwa 240.000 Stimmen. Die Opposition konnte damit ihr Ergebnis im Vergleich zu der Wahl im Oktober 2012 zwar deutlich um rund fünf Prozentpunkte verbessern, zum Machtwechsel reichte es aber erneut nicht. Capriles wollte das Resultat zunächst nicht anerkennen und verlangte, sämtliche Stimmen neu auszuzählen. Die Wahlbeteiligung lag bei rund 78 Prozent. Der 50-jährige ehemalige Außenminister Maduro will die "Bolivarische Revolution" von Chávez fortsetzen und den Sozialismus in dem ölreichen Land festigen. Er wird das Mandat seines am 5. März gestorbenen Vorgängers bis 2019 fortführen.

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Im Konflikt auf der koreanischen Halbinsel haben die USA Nordkorea trotz der andauernden Provokationen aus Pjöngjang Verhandlungsbereitschaft signalisiert, stellten aber Bedingungen. Bei einem Besuch in Tokio sagte Außenminister John Kerry, sein Land bleibe offen für -so wörtlich- "glaubwürdige und zuverlässige" Gespräche über die atomare Abrüstung. Allerdings müsse die Führung in Nordkorea "bedeutende Schritte" unternehmen, um zu zeigen, dass sie ihre internationalen Verpflichtungen hin zu einer atomaren Abrüstung einhalten wolle, so der US-Außenminister. Das nordkoreanische Nuklearprogramm bedrohe nicht nur die Nachbarstaaten, sondern auch das nordkoreanische Volk. Das kommunistische Land feiert an diesem Montag den Geburtstag des Staatsgründers Kim II Sung. Der Tag gehört zu den höchsten Nationalfeiertagen. Die internationale Gemeinschaft befürchtet, dass der neue Machthaber Kim Jong Un den Festtag nutzen könnte, um den mehrfach angekündigten Raketentest durchzuführen.

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Erstmals seit 1998 sind die globalen Militärausgaben leicht gesunken. Laut einer neuen Studie des Stockholmer Friedensforschungsinstituts SIPRI sind die Ausgaben 2012 um 0,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Insgesamt wurden weltweit 1,75 Billionen Dollar (1,33 Billionen Euro) für militärische Zwecke ausgegeben. Die Friedensforscher haben dabei deutliche Unterschiede zwischen dem Westen und vor allem China und Russland ausgemacht. China etwa gab 2012 7,8 Prozent mehr für sein Militär aus als im Vorjahr, Russland sogar 16 Prozent. Im Westen sanken die Militärausgaben dagegen leicht. SIPRI erklärt das mit Sparzwängen sowie dem geplanten Abzug aus Afghanistan.

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Der zyprische Präsident Nikos Anastasiades hat reichen Ausländern die Staatsbürgerschaft seines Landes angeboten. In einer Rede vor russischen Geschäftsleuten in Limassol sagte er, wer mehr als drei Millionen Euro in dem verschuldeten Land investiere, könne die Staatsbürgerschaft bekommen. Bislang waren dafür zehn Millionen nötig. Außerdem könnten sich auch diejenigen bewerben, die durch die Bankenkrise des Landes mehr als drei Millionen Euro verloren haben. Im Rahmen der Notkredite für das verschuldete Zypern waren auch Kundeneinlagen bei zyprischen Krisenbanken von über 100.000 Euro mit bis zu 60 Prozent herangezogen worden. Die Einlagen von reichen Russen auf Zypern werden auf insgesamt 31 Milliarden Euro geschätzt. In der Küstenstadt Limassol, der zweitgrößten Stadt Zyperns, haben sich viele Russen niedergelassen. Sie trägt deshalb den Spitznamen "Limassolgrad".

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Eine Woche vor den Regionalwahlen sind im Irak wieder zwei Provinzpolitiker bei Mordanschlägen getötet worden. Bei Bakuba wurde Nadschim Harbi von der säkularen Liste Irakija durch eine Autobombe getötet. Bereits am Vortag war Mohammed al-Dulaimi, Kandidat in der Provinz Salaheddin, in der Nähe seines Hauses erschossen worden. Am 20. April finden in zwölf von 18 irakischen Provinzen Regionalwahlen statt. Der Wahlkampf ist jedoch von Gewalt überschattet. Seit Anfang des Jahres wurden mindestens 14 Provinzpolitiker ermordet. Zudem sind zahlreiche Bewerber nach Morddrohungen zurückgetreten. Es ist der erste Urnengang im Irak seit den Parlamentswahlen vom März 2010.

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