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Nachrichten

15.04.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Sonntag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Auch kurz vor der erwarteten Ankunft der ersten UN-Beobachter in Syrien wird die Waffenruhe nicht überall eingehalten. Armee-Einheiten bombardierten laut Augenzeugen wieder die Protesthochburg Homs. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte in London sprach von den heftigsten Angriffen seit Beginn der offiziellen Feuerpause am Donnerstag. Aus der Provinz Aleppo werden heftige Gefechte zwischen Soldaten des Assad-Regimes und Deserteuren gemeldet. Am Samstag hatte der UN-Sicherheitsrat in New York erstmals seit Beginn der Kämpfe vor mehr als einem Jahr eine Resolution verabschiedet, in der ein sofortiges Ende der Gefechte sowie Friedensgespräche gefordert werden. Das höchste UN-Gremium beschloss, UN-Beobachter nach Syrien zu entsenden. Ein Vorausteam soll schon heute dort eintreffen.

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Die ägyptische Wahlkommission hat dem früheren Geheimdienstchef Omar Suleiman und neun weiteren Bewerbern das Recht auf eine Kandidatur bei der Präsidentenwahl aberkannt. Suleiman galt einer jüngsten Umfrage zufolge als einer der aussichtsreichsten Kandidaten. Auch der radikalislamische Salafist Hasem Abu Ismail und der Vertreter der mächtigen Muslimbrüder, Chairat al-Schater, dürfen am 23. Mai nicht zur Wahl antreten. Die Kandidaten erfüllten nicht die nötigen Bedingungen, erklärte die Wahlkommission in Kairo zur Begründung. Die abgelehnten Bewerber haben nun zwei Tage Zeit, gegen die Entscheidung Einspruch einzulegen. Zur ersten Präsidentenwahl in Ägypten nach dem Sturz von Präsident Husni Mubarak im Februar 2011 hatten sich 23 Kandidaten angemeldet.

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Nach einem Angriff militanter Islamisten auf ein Gefängnis im Nordwesten Pakistans sind fast 400 Häftlinge entkommen. Mehr als 150 Aufständische hätten das Gebäude nahe der Stadt Bannu an der Grenze zu den Stammesgebieten unter Gewehrsalven und dem Einsatz von Panzerfäusten gestürmt, sagte ein Polizeisprecher. Die radikal-islamischen Taliban in Pakistan erklärten, sie hätten Hunderte ihrer Gesinnungsgenossen befreit. Die Sicherheitsbehörden machten keine genauen Angaben zu den Geflohenen.

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Das Bundeskriminalamt hat am Flughafen Köln-Bonn einen Terrorverdächtigen festgenommen. Der 27-Jährige mit deutscher und libyscher Staatsangehörigkeit sei wegen des dringenden Verdachts gefasst worden, für die terroristische Vereinigung "Islamische Bewegung Usbekistans" in Deutschland Gelder beschafft zu haben, teilte die Bundesanwaltschaft mit. Außerdem soll er Propaganda betrieben haben und autorisiert gewesen sein, in Deutschland Mitglieder in die Terrororganisation aufzunehmen. Der Ermittlungsrichter am Bundesgerichtshof erließ Haftbefehl gegen den 27-Jährigen. Berichten des Südwestrundfunks zufolge wollte der Mann nach Tunesien ausreisen.

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Der Streit über den Umgang mit dem kommunistischen Kuba hat den Amerika-Gipfel im kolumbianischen Cartagena de Indias überschattet. Präsident Barack Obama bekräftigte die Position der USA, das 1962 aus der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) ausgeschlossene Kuba auch zum nächsten Gipfel 2015 nicht einzuladen. Universelle Menschenrechte würden nach wie vor nicht beachtet, betonte Obama. Die meisten anderen Staaten plädierten dagegen für eine Wiederaufnahme Kubas. Weitere Themen waren die Armutsbekämpfung, Sicherheit, der Ausbau der Infrastruktur und Maßnahmen gegen Naturkatastrophen. Kolumbiens Staatschef Juan Manuel Santos verwies auf bereits erzielte Erfolge. So hätten in den vergangenen zehn Jahren 40 Millionen Menschen in Lateinamerika den Sprung aus der Armut geschafft.

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Mit einer Militärparade und einer massiven Heerschau hat Nordkorea zum 100. Geburtstag des Staatsgründers Kim Il Sung militärische Stärke demonstriert. Zum ersten Mal hielt der Enkel Kims sowie Sohn und Nachfolger des im Dezember gestorbenen Machthabers Kim Jong Il, Kim Jong Un, eine vom Staatsfernsehen übertragene Rede. Das Militär habe absolute Priorität, sagte der noch nicht 30-jährige neue Machthaber vor Zehntausenden von jubelnden Soldaten und Zivilisten auf dem Kim Il Sung-Platz in der Hauptstadt Pjöngjang. Kim Jong Un sagte weiter, er sei unglücklich über die jahrzehntelange Spaltung der koreanischen Halbinsel und deshalb zur Zusammenarbeit mit jedem bereit, der eine Wiedervereinigung anstrebe. Kim Jong Un hatte sich seit seinem Amtsantritt in der Öffentlichkeit noch nicht geäußert.

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