1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

15.02.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Europäische Flagge über dem Parthenon der Akropolis in Athen

Europäische Flagge über dem Parthenon der Akropolis in Athen

Das pleitebedrohte Griechenland hat Zweifel seiner internationalen Geldgeber an seinem Reformwillen nicht in der gesetzten Frist ausräumen können. Daher sagte Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker überraschend ein für diesen Mittwoch geplantes Treffen der Finanzminister ab und berief stattdessen eine Telefonkonferenz ein. Die Regierung in Athen habe noch nicht alle geforderten Zusicherungen über die Umsetzung des Sparprogramms gegeben, erklärte Juncker. Zudem sei die Klärung weiterer technischer Details zwischen Griechenland und der Troika aus EU, Internationalem Währungsfonds und Europäischer Zentralbank nötig. Die Euro-Länder hatten ursprünglich an diesem Mittwoch die Freigabe des zweiten Hilfspakets über 130 Milliarden Euro beschließen wollen. Eine Lücke von 325 Millionen Euro im geforderten Sparplan ist jedoch noch offen.

***

Die UN-Vollversammlung stimmt am Donnerstag über eine Resolution zum Konflikt in Syrien ab. Das wurde in New York bekannt, wo Diplomaten einen von Saudi-Arabien und Katar ausgearbeiteten Entwurf verbreiteten. Darin werden Menschenrechtsverletzungen des Regimes von Präsident Baschar al-Assad scharf verurteilt und ein Plan der Arabischen Liga für ein Ende des seit elf Monaten andauernden Konflikts unterstützt. Weiter wird die syrische Regierung darin aufgefordert, alle Angriffe auf die Zivilbevölkerung einzustellen. Die Annahme der Resolution gilt als sicher, anders als im UN-Sicherheitsrat, wo Resolutionen zu Syrien bereits zweimal am Veto Chinas und Russlands gescheitert sind. Allerdings ist eine in der Vollversammlung verabschiedete Resolution nicht bindend. - In der syrischen Protesthochburg Homs, die seit Tagen unter Dauerbeschuss der Assad-Truppen liegt, sitzen nach Angaben von Oppositionellen mehr als 100.000 Menschen fest.

***

Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad will nach Meldungen iranischer Medien am heutigen Mittwoch neue Atomprojekte einweihen. Es wird vermutet, dass es sich dabei um die Eröffnung einer Anlage zur Urananreicherung in Fordo handelt. Die Anlage befindet sich etwa 140 Kilometer südlich von Teheran. Ferner wurde spekuliert, dass Ahmadinedschad an einer Feier zur Installation von im Iran hergestellten Brennstäben in einem Forschungsreaktor in Teheran teilnehmen könnte. Wie die Nachrichtenagentur ISNA berichtete, werde die Einweihung der Atomprojekte einmal mehr zeigen, dass sich der Iran durch die Drohungen der Weltmächte nicht einschüchtern lasse und seine technologische Entwicklung fortsetze. - Der Westen verdächtigt die iranische Regierung, unter dem Deckmantel der zivilen Nutzung der Atomenergie ein Programm zum Bau von Kernwaffen zu betreiben, und hat deshalb umfangreiche Sanktionen gegen das Land verhängt.

***

Die Hungersnot in der afrikanischen Sahelzone droht sich dramatisch auszuweiten. Im Westen der Region sind nach UN-Angaben zehn bis 14 Millionen Menschen durch eine schwere Dürre akut vom Hungertod bedroht. Schnelles Handeln sei notwendig, sagte die UN-Nothilfekoordinatorin Catherine Bragg in New York. Ohne eine Verstärkung der Hilfsmaßnahmen könnten schon bald 23 Millionen Menschen betroffen sein. In Mali, Tschad, Niger, Mauretanien, Burkina Faso und Senegal würden allein für die erste Nothilfe mehr als 530 Millionen Euro benötigt. - Über schnelle Hilfe für die Betroffenen in der Sahelzone soll an diesem Mittwoch in Rom bei einem Treffen hochrangiger Vertreter von UN-Hilfswerken, Regierungen und Europäischer Union beraten werden.

***

Die deutsche Wirtschaft ist Ende 2011 zum ersten Mal seit fast drei Jahren geschrumpft. Allerdings fiel das Minus etwas geringer aus als ursprünglich erwartet. Im vierten Quartal sank das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,2 Prozent zum Vorquartal, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. In einer ersten Schätzung vom Januar hatten die Statistiker noch einen Rückgang um 0,25 Prozent erwartet. Grund für das Minus waren sinkende Konsumausgaben und fehlende Impulse vom Außenhandel. Einen stärkeren Rückgang verhinderten steigende Investitionen, vor allem in Gebäude. Im Sommer war Europas größte Volkswirtschaft noch um 0,6 Prozent gewachsen und damit etwas stärker als zunächst mit 0,5 Prozent angegeben. - Das Wirtschaftswachstum für das Gesamtjahr 2011 bezifferten die Statistiker mit 3,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit ist die deutsche Wirtschaft trotz der Turbulenzen in der zweiten Jahreshälfte das zweite Jahr in Folge kräftig gewachsen.

***

Rom ist aus dem Bewerberkreis für die Austragung der Olympischen Sommerspiele im Jahr 2020 ausgeschieden. Ministerpräsident Mario Monti teilte mit, ein Festhalten an der Bewerbung wäre angesichts der aktuellen finanziellen Probleme Italiens unverantwortlich gewesen. Sein Kabinett sei einstimmig zu der Einschätzung gekommen, dass die Bewerbung zurückgezogen werden müsse. Ein Projekt wie die Olympischen Spiele hätte die italienischen Staatsfinanzen auf Jahre hinaus belastet, sagte Monti. Damit schrumpfte der Bewerberkreis auf die Städte Tokio, Madrid, Istanbul, Doha und Baku. Die Entscheidung soll am 7. September 2013 bekanntgegeben werden.

Die Redaktion empfiehlt

WWW-Links

Audio und Video zum Thema