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Nachrichten

15.01.2015 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 06:45

Nachrichten von Donnerstag, 15. Januar 2015 – langsam gesprochen als MP3

Amnesty: Katastrophale Verwüstung in Nigeria durch Boko Haram:

Nach dem Großangriff der islamistischen Terrororganisation Boko Haram auf die Stadt Baga im Norden Nigerias hat die Menschenrechtsorganisation Amnesty International dort ein "katastrophales Ausmaß der Verwüstung" festgestellt. Sie veröffentlichte Satellitenbilder der Orte Baga und Doron Baga vor und nach den Attacken. Demnach verwüstete oder beschädigte Boko Haram dort mehr als 3700 Gebäude. Einer der Orte sei in vier Tagen fast komplett von der Landkarte gelöscht worden, sagte der Nigeria-Experte von Amnesty, Daniel Eyre. Er sprach vom bisher größten und zerstörerischsten Angriff der Terroristen. Bei den Attacken seit dem 3. Januar wurden nach Aussagen örtlicher Beamter hunderte Menschen getötet. Die Regierung berichtete dagegen von nur rund 150 Todesopfern. Mehr als 11.000 Nigerianer flohen in den benachbarten Tschad. Amnesty erklärte, die vorsätzlichen Tötungen von Zivilisten und die Zerstörung ihres Eigentums seien Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

US-Behörden verhindern Attentat auf Kapitol:

Die US-Behörden haben einen möglichen Anschlag auf den Sitz des Kongresses in Washington verhindert. Die US-Bundespolizei FBI nahm einen 20-Jährigen fest, der nach Angaben eines verdeckten Ermittlers in der Nähe des Kapitols Rohrbomben zur Explosion bringen und dann auf Angestellte schießen wollte. Demzufolge soll der aus dem US-Bundesstaat Ohio stammende Mann bereits Waffen und Munition gekauft und sich über den Bau von Rohrbomben informiert haben. Auf Twitter habe der Verdächtige zudem Sympathien für die Extremistenmiliz "Islamischer Staat" bekundet. US-Präsident Barack Obama warnt seit langem vor der Terrorgefahr durch Einzeltäter, die auf eigene Faust operieren.

Frankreich verlegt Flugzeugträger nach Nahost:

Im Kampf gegen die Terrororganisation "Islamischer Staat" (IS) verlegt Frankreich seinen Flugzeugträger "Charles de Gaulle" an den Persischen Golf. Nach Worten von Staatspräsident Francois Hollande könnte das Kriegsschiff im Bedarfsfall am Kampf gegen die IS-Miliz im Irak teilnehmen. Die Lage rechtfertige die Anwesenheit des Flugzeugträgers, sagte er eine Woche nach Beginn der Serie von Terrorüberfällen in Paris, bei denen 17 Menschen von den Terroristen getötet wurden. Hollande bedauerte, dass die internationale Gemeinschaft im Sommer 2013 nicht in Syrien interveniert habe. Frankreich hatte sich im September 2014 als erstes europäisches Land den Luftangriffen der USA gegen den IS im Irak angeschlossen. Das französische Parlament hatte den Einsatz im Irak am Dienstag verlängert.

OSZE zieht Beobachter aus Ukraine ab:

Angesichts der verschärften Lage in der Ostukraine zieht die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) Konsequenzen: Einzelne Länder haben ihre Beobachter nach Angaben der OSZE aus den umkämpften Gebieten abgezogen. In den vergangenen Tagen haben die Kampfhandlungen zwischen der ukrainischen Armee und den prorussischen Separatisten wieder zugenommen. Bei der Suche nach einer politischen Lösung des Ukraine-Konflikts gab es zuletzt wenig Fortschritte. Ein Treffen der Außenminister der Ukraine, Deutschlands, Frankreichs und Russlands war am Montag ohne nennenswerten Erfolg zu Ende gegangen.

Asylbewerber in Dresden erstochen:

Der am Dienstag in Dresden gefundene tote Asylbewerber aus Eritrea ist erstochen worden. Die Obduktion ergab nach Angaben der Staatsanwaltschaft Dresden, dass der 20-Jährige durch mehrere Messerstiche in Hals und Brust starb. Der Ostafrikaner war in einer Plattenbausiedlung gefunden worden. Aus dem Landtag kamen Forderungen nach umfassender Aufklärung des Falls. Dabei müsse auch ein mögliches rassistisches Motiv geprüft werden. Dresden ist die Hochburg der fremden- und islamfeindlichen "Pegida"-Bewegung. Am Montagabend waren in der sächsischen Landeshauptstadt 25.000 Menschen dem Protest-Aufruf von Pegida gefolgt - so viele wie nie zuvor.

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