1500 Jahre altes Kloster in Israel entdeckt | Kunst | DW | 20.12.2017
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Kunst

1500 Jahre altes Kloster in Israel entdeckt

Bevor die Bagger für die Ausweitung eines Wohngebiets rollen, suchten rund 1000 jugendliche Freiwillige im Auftrag der israelischen Antikenbehörde ein Gebiet nahe Jerusalem ab und stießen auf einen besonderen Fund.

Archäologen haben in Israel bei Grabungen Überreste einer rund 1500 Jahre alten Klosteranlage entdeckt. Die westlich von Jerusalem freigelegten Funde samt einer Kirche seien gut erhalten, teilte die israelische Antikenbehörde mit. Die Forscher fanden einen Mosaikboden mit Blätter- und Vogelmotiven und den verzierten Fuß einer Marmorsäule, die vermutlich aus dem Gebiet der heutigen Türkei stammt. Mit Hilfe von mehr als 1000 Schülern, die sich freiwillig an den Grabungen beteiligten, konnten auch ein kleines Bronzekreuz, ein Angelhaken und mehrere Öllampen geborgen werden.

Screenshot Youtube- Beit Schemesch-Klosterkomplex (Youtube)

Mitarbeiter der israelischen Antikenbehörde legen einen ihrer alten Funde frei

Die Forscher vermuten, dass es sich um eine Pilgerstätte handeln könnte. Das Kloster sei aus unbekannten Gründen im 7. Jahrhundert aufgegeben worden. "Die Kirche ist eine der größten, von der wir in dieser Region wissen", sagte der Leiter der Ausgrabung, Benyamin Storchan. Die Anlage sei mindestens 40 mal 80 Meter groß gewesen.

Überrascht waren die Forscher vom guten Erhaltungszustand der antiken Überreste. Grund für die Grabungen, die im Sommer begonnen hatten, war die geplante Erweiterung eines Wohnviertels in Beit Shemesh nahe Jerusalem.

tla/rey (kna, dpa)

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