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Ostmitteleuropa

"15 Jahre danach"

- Erste Bilanz zum 15. Jahrestag des Amtsantritts der Regierung Mazowiecki in Polen

Warschau, 13.9.2004, IAR - NACHRICHTENAGENTUR DES POLNISCHEN HÖRFUNKS, poln.

Zu den größten Errungenschaften der letzten 15 Jahre werden der Beitritt Polens zur Europäischen Union sowie die Presse- und Reisefreiheit gezählt. Zu den größten Niederlagen hingegen gehören die hohe Arbeitslosigkeit, die Korruption und die Unehrlichkeit der Politiker. Dies geht aus einer Umfrage hervor, die von der Zeitung "RZECZPOSPOLITA" in Auftrag gegeben wurde.

Gestern war der 15. Jahrestag des Amtsantritts der Regierung Mazowiecki. Am 12.9.1989 begann der tatsächliche Untergang des Kommunismus in Polen. Fünfzehn Jahre später wurde Polen zum Mitglied der Europäischen Union und unsere Träume gingen in Erfüllung.

Diese Umfrage ergab jedoch, dass wir die Niederlagen der letzten 15 Jahre viel deutlicher als die Erfolge sehen. Die Mehrheit der Befragten ist der Meinung, dass die letzten 15 Jahre eine enorm große Niederlage im sozialen Bereich mit sich brachten. Über drei Viertel der Befragten erwähnen die Arbeitslosigkeit als das größte Problem Polens. Über 50 Prozent der Befragten fügen noch die Lage im Gesundheitswesen und die enorme Verarmung der Bevölkerung hinzu.

Eine der größten Niederlagen bezieht sich auf die politische Klasse, die allgemein als korrupt und nicht ehrlich bezeichnet wird.

Unter den Personen, die den größten Einfluss auf die Geschehnisse in den letzten 15 Jahren ausübten, wurden vor allem Papst Johannes Paul II., Lech Walesa und Jacek Kuron genannt. (...) (sta)

  • Datum 13.09.2004
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