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DW Nachrichten

15. Etappe: Furiose Froome-Show

Der Gesamtführende Christopher Froome zeigt was in ihm steckt und erreicht den schwersten Gipfel der Tour als Erster. Das Gelbe Trikot scheint ihm auf dem Weg nach Paris nicht mehr zu nehmen zu sein.

Video ansehen 02:26

Topfavorit Christopher Froome vom Team Sky hat bewiesen, dass er das Gelbe Trikot des Gesamtführenden bei der 100. Tour de France zu Recht trägt: Auf der mit 242,5 Kilometern längsten Etappe der diesjährigen Frankreich-Rundfahrt kam der Brite als Erster ins Ziel auf dem legendären Mont Ventoux. Auf dem kargen, windigen Berg in der Provence endete der 15. Tagesabschnitt mit einer Bergwertung der höchsten Kategorie. Nachdem das Feld bereits rund 220 Kilometer in den Beinen hatte, entschied sich der Etappensieg - und möglicherweise bereits die gesamte Tour - auf dem schwierigen letzten Anstieg über 20,8 Kilometer.

#video#Zu Beginn des Anstiegs waren alle Tour-Favoriten noch im Hauptfeld versammelt, das sich hinter einigen Ausreißern auf dem Weg nach oben machte. Rund sieben Kilometer vor dem Ziel war das Peloton durch die Tempoarbeit der Sky-Mannschaft dann aber soweit gesprengt worden, dass nur noch Alberto Contador (Saxo-Tinkoff) den Kontakt zu Froomes Hinterrad halten konnte.

Dann folgte der Antritt des Briten, auch Contador musste abreißen lassen. Froome flog an den verbliebenen Ausreißern regelrecht vorbei, einzig der zu diesem Zeitpunkt Führende Nairo Alexander Quintano (Movistar) konnte das Tempo eine Zeit lang mitgehen. Anderthalb Kilometer vor dem Ziel verschärfte Froome erneut und auch Quintano hatte keine Chance mehr.

Nach 5 Stunden und 48 Minuten erreichte Froome als Erster das Ziel, seine Durchschnittsgeschwindigkeit lag bei 41,7 km/h. "Das ist historisch, vor allem, weil es die 100. Tour de France ist. Es bedeutet mir sehr viel", sagte der 28-Jährige im Ziel. Mit seinem Sieg hat Froome auch seinen Vorsprung im Gesamtklassement ausgebaut. Er führt nun mit 4:14 Minuten vor dem Niederländer Bauke Mollema (Belkin) und Contador (+ 4:25 Minuten).

Kein Heimsieg am Nationalfeiertag

Bitter für die französischen Radsportfans: Am französischen Nationalfeiertag gab es erneut keinen Sieg eines Franzosen. Außerdem verlor Pierre Roland (Europcar), der Träger des Bergtrikots und einer derjenigen, dem man den Sieg zugetraut hätte sehr viel Zeit. Erst 8:38 Minuten nach dem Sieger rollte er über die Ziellinie und musste damit auch sein Trikot als bester Bergfahrer abgeben. Neuer Führender ist auch in dieser Kategorie der alles domierende Froome.

Am Montag (15.07.2013) ist Schonung angesagt: Bevor es zum Start der dritten und letzten Tourwoche in die Alpen geht, steht für die Fahrer der zweite Ruhetag auf dem Programm.