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Nachrichten

14.12.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Die Polizei in Belgien hat bei der Durchsuchung des Hauses des Amokläufers von Lüttich die Leiche einer Frau entdeckt. Nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft wurde die 45-Jährige in einem Schuppen gefunden, den der Mann offenbar zum Anbau von Cannabis genutzt habe. Es sei davon auszugehen, dass der Mann die Frau umgebracht habe, kurz bevor er sich am Dienstagmittag auf den Weg zum zentralen Platz der ostbelgischen Stadt gemacht habe, wo er anschließend ein Blutbad anrichtete. Die Menschen in Lüttich wollen mit einer Mahnwache und einer Schweigeminute der Opfer des vorbestraften Waffenfanatikers gedenken. Die Zahl der Toten des Amoklaufs in der Lütticher Innenstadt ist inzwischen auf fünf gestiegen, darunter sind ein Kleinkind und der Täter selbst. Mehr als 120 Menschen wurden verletzt, einige von ihnen schweben in Lebensgefahr. Der 33-jährige Täter hatte mehrere Handgranaten gezündet und wahllos auf Passanten geschossen. Über sein Motiv gibt es noch keine Erkenntnisse. Ein terroristischer Hintergrund wurde von der Staatsanwaltschaft aber ausgeschlossen.

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In Ägypten hat die zweite Etappe der Parlamentswahl begonnen. Diesmal sind 18,8 Millionen Wähler in neun Provinzen aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Dafür haben sie bis Donnerstagabend Zeit. Die Wahllokale öffnen diesmal unter anderem in Al-Dschisa, Suez und Assuan. Die erste Wahletappe hatte Ende November in Kairo, Alexandria und sieben weiteren Provinzen begonnen. Dort hatte die Muslimbrüderschaft den ersten Platz belegt, gefolgt von den radikalen Islamisten. Linke und liberale Kandidaten erhielten nur wenige Sitze. Die dritte Wahletappe in den restlichen Provinzen beginnt am 3. Januar. Die Abstimmung wird begleitet von einem Streit über die vom Obersten Militärrat eingesetzte Übergangsregierung. Sie wird von einigen Gruppierungen nicht akzeptiert.

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Italiens Ministerpräsident Mario Monti hat vor Beginn der Parlamentsdebatte sein 20 Milliarden Euro schweres Sparprogramm verteidigt. Im Haushalts- und Finanzausschuss des Parlaments erklärte er, Italien befinde sich angesichts der Schuldenkrise im "wirtschaftlichen Notstand". Das Sparprogramm sei somit eine "Intervention, um Italien zu retten". Allerdings machte er Zugeständnisse bei Rentnern und Geringverdienern. Sie sollen weniger stark zur Kasse gebeten werden als ursprünglich geplant. Weiterhin vorgesehen sind unter anderem eine Erhöhung der Immobiliensteuer, die Einführung einer Luxussteuer und Maßnahmen gegen Steuerflucht. Es wird erwartet, dass die Abgeordneten noch in dieser Woche darüber abstimmen. Im Oberhaus wird mit einer Abstimmung für nächste Woche gerechnet.

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Bundeskanzlerin Angela Merkel ist Zweifeln an der rechtlichen Grundlage der Beschlüsse des jüngsten EU-Gipfels zur Rettung des Euro entgegengetreten. Schritte hin zu einer Fiskalunion mit schärferen Regeln für die Haushalte stünden nicht im Widerspruch zu geltendem EU-Recht, sagte Merkel nach Agenturberichten vor der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. - Bei einem Treffen mit Merkel sicherte DGB-Chef Michael Sommer der Kanzlerin die Unterstützung der Gewerkschaften auf dem Weg hin zu einer stärkeren europäischen Integration der Wirtschafts- und Finanzpolitik zu. Zugleich bezweifelte Sommer, dass für eine Fiskalunion Schuldenbremsen und Schuldenabbau ausreichten. Die Situation der Haushalte müsse auch durch höhere Einnahmen verbessert werden. Merkel gibt an diesem Mittwoch im Bundestag eine Regierungserklärung zu den Beschlüssen des EU-Gipfels ab.

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Griechenland soll sich nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds -IWF- bei seinem Sparprogramm auf Ausgabenkürzungen konzentrieren. Die Grenze dessen, was das Land mit Steuererhöhungen bewirken könne, sei erreicht, sagte der IWF-Delegationsleiter in Griechenland, Poul Thomsen, in Athen. Die bisherigen Strukturreformen seien weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben, bemängelte Thomsen. Griechenland habe sein Geschäftsgebaren nicht fundamental umgestellt, daher befinde es sich weiterhin in einer Rezession. Zugleich schloss Thomsen zusätzliche Finanzmittel für die nähere Zukunft aus. - Experten der internationalen Geldgeber aus EU, Europäischer Zentralbank und IWF verhandeln seit Tagen mit der griechischen Regierung über Einzelheiten und Bedingungen für das zweite Rettungspaket, das im Oktober vereinbart wurde. Es hat einen Umfang von 130 Milliarden Euro.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Westen und Nordwesten dicht bewölkt und vom Rhein her sich nach Osten ausbreitender Regen. Im Osten und Südosten zunächst noch Auflockerungen und Sonnenschein. Tagestemperaturen sechs bis zwölf Grad Celsius. Die weiteren Aussichten: Am Donnerstag wolkig und zeitweise Regen. Nach Osten und zu den Alpen hin größere Auflockerungen. Tagestemperaturen um acht Grad.

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