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Nachrichten

14.11.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Auf den Philippinen kommt die Versorgung der Opfer des Taifuns "Haiyan" nur schleppend voran. Die internationale Katastrophenhilfe läuft auf Hochtouren, wegen der weitgehend zerstörten Infrastruktur ist es für die Helfer aber nach wie vor schwierig, zu den Menschen vorzudringen. Auf der besonders verwüsteten Insel Leyte kämpfen Bewohner bei Hunger und Durst ums blanke Überleben. Sie plündern unter Lebensgefahr Geschäfte und Lagerhäuser. Korrespondenten und Helfer sprechen von anarchischen Zuständen. In den Straßen liegen noch viele Leichen, Verwesungsgestank liegt in der Luft. Die offizielle Zahl der Todesopfer wird von den Behörden jetzt mit mehr als 2300 angegeben. Zahllose Menschen werden nach Angaben des Roten Kreuzes allerdings noch vermisst. Fast 4000 Menschen wurden verletzt.

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Mehr als eineinhalb Jahre nach seinem Rücktritt als Bundespräsident muss sich Christian Wulff von diesem Donnerstag an wegen Vorteilsnahme vor Gericht verantworten. Erstmals ist mit Wulff ein ehemaliges Staatsoberhaupt der Bundesrepublik angeklagt. Wulff wird vorgeworfen, sich in seiner Zeit als niedersächsischer CDU-Ministerpräsident korrupt verhalten zu haben, als er sich von dem befreundeten Filmunternehmer David Groenewold 2008 zu einem Oktoberfestbesuch in München einladen ließ. Es geht um etwa 700 Euro. Später warb der Ex-Bundespräsident bei Siemens-Chef Peter Löscher für ein Filmprojekt des Unternehmers. Groenewold sitzt deswegen mit auf der Anklagebank des Landgerichts Hannover. Wulff bestreitet den Vorwurf und will seinen Ruf durch einen Freispruch wiederherstellen lassen.

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In Deutschland und Frankreich schwächt sich das Wachstum ab. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt wuchs im dritten Quartal nur noch um 0,3 Prozent, das Wachstum hat sich damit mehr als halbiert. In Frankreich ist die Wirtschaft dagegen sogar überraschend geschrumpft. Das Bruttoinlandsprodukt der zweitgrößten Volkswirtschaft der Eurozone sank um 0,1 Prozent. Das Bundeswirtschaftsministerium geht aber davon aus, dass die deutsche Wirtschaft im vierten Quartal wieder zulegen wird.

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Der Energiekonzern RWE streicht wegen stark schrumpfender Gewinne tausende Stellen. Bis 2016 sollen weitere 6750 Stellen wegfallen, davon allein 4750 in Deutschland. Betroffen sind vor allem die Bereiche Stromerzeugung und Verwaltung sowie die Ökostromtochter Innogy. Personalvorstand Uwe Tigges sagte in Essen, betriebsbedingte Kündigungen sollten über eine konzerninterne Jobbörse, Altersteilzeit und natürliche Fluktuation vermieden werden. Der tarifliche Kündigungsschutz, der bis Ende 2014 läuft, könne aber nicht verlängert werden. RWE hat wie die gesamte Energiebranche mit dem gesunken Börsenstrompreis zu kämpfen. Außerdem sind die Gas- und Steinkohlekraftwerke nicht ausgelastet.

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Die amerikanische Rock-Legende Bob Dylan ist mit dem französischen Verdienstorden Légion d'honneur geehrt worden. Kulturministerin Aurélie Filipetti heftete dem 72-jährigen Sänger in Paris die Insignien der Ehrenlegion an. Dylan verkörpere mehr als jeder andere "die subversive Kraft der Kultur, die die Menschen und die Welt verändern kann", würdigte die Ministerin das Werk Dylans.

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