1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

14.10.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Der Euro-Gruppen-Chef und luxemburgische Premierminister Jean-Claude Juncker, hält eine Rekapitalisierung der europäischen Banken für notwendig. Die Probleme einiger Finanzinstitute vermischten sich mit der Staatsschuldenkrise, sagte er im Deutschlandfunk. Beide Probleme müssten angegangen werden. Durch eine Rekapitalisierung bestimmter Banken müsse eine Infizierungsgefahr für das gesamte Bankensystem ausgeschlossen werden. Am Donnerstag hatte der Chef der Deutschen Bank, Josef Ackermann, Überlegungen kritisiert, europäische Geldinstitute zwangsweise mit mehr Eigenkapital auszustatten. Das weitere Vorgehen in der Schuldenkrise dürfte auch ein Hauptthema auf dem Treffen der Finanzminister und Notenbankchefs der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer sein, das an diesem Freitag in Paris beginnt.

***

Der portugiesische Ministerpräsident Pedro Passos Coelho hat harte Sparmaßnahmen für das kommende Jahr angekündigt. Ziel sei es, die Bonität des Landes zu verbessern und die Bedingungen zu erfüllen, die an die Hilfen aus dem Euro-Rettungsschirm geknüpft seien, sagte der Regierungschef in einer Fernsehansprache. Zu den Einschnitten gehören unter anderem der Wegfall von Urlaubs- und Weihnachtsgeld von Beamten, verlängerte Arbeitszeiten und die Erhöhung der Mehrwertsteuer auf viele Güter. Das Parlament stimmt am Montag über das Budget ab, eine Zustimmung gilt wegen der großen Regierungsmehrheit als sicher.

***

Die US-Ratingagentur Standard & Poor's hat die Kreditwürdigkeit Spaniens weiter herabgestuft. Die Bonität langfristiger spanischer Staatsanleihen werde um einen Punkt auf AA- gesenkt, teilte die Agentur in Washington mit. Zur Begründung führte Standard & Poor's die hohe Arbeitslosigkeit, die schwierige Finanzsituation und die hohe Verschuldung des privaten Sektors an. Zudem wurde der Ausblick für die viertgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone als negativ bewertet. Vor einer Woche hatte bereits die Ratingagentur Fitch die langfristige Kreditwürdigkeit Spaniens um zwei Stufen auf AA- gesenkt. Damit wächst der Druck auf die Euro-Zone, zügig eine umfassende Lösung der Schuldenkrise vorzulegen. Fitch holte zum Rundumschlag in der weltweiten Bankenbranche aus. Die Agentur überprüft nach eigenen Angaben diverse Großbanken auf eine Herabstufung, darunter die Bank of America und die Deutsche Bank. Die Bewertung der Schweizer Großbank UBS wurde bereits um eine Stufe gesenkt.

***

Die Slowakei hat im zweiten Anlauf den Weg für den erweiterten Euro-Rettungsschirm EFSF freigemacht. Das Parlament in Bratislava stimmte mit großer Mehrheit der Abgeordneten der drei pro-europäischen Parteien der zerbrochenen Regierungskoalition und der oppositionellen Sozialdemokraten für die Ausweitung des Rettungsschirms. Mit dem positiven Votum des letzten der 17 Mitgliedsstaaten der Europäischen Währungsunion kann der Fonds zur Stützung hochverschuldeter Euro-Länder nun in Kraft treten. Zuvor hatte das slowakische Parlament vorgezogene Neuwahlen im kommenden März beschlossen. Dies hatten die Sozialdemokraten zur Bedingung für ihre Zustimmung zur Ausweitung des Euro-Rettungsschirms gemacht. Die EU begrüßte die Zustimmung des slowakischen Parlaments zur Erweiterung des europäischen Krisenfonds.

***

Der Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, Gert Wagner, hat sich für stärkere Lohnsteigerungen in Deutschland ausgesprochen. Mittelfristig sollten die Einkommen um mindestens drei Prozent pro Jahr angehoben werden, sagte Wagner der "Frankfurter Rundschau". Dieser Verteilungsspielraum sei in den vergangenen Jahren nicht ausgeschöpft worden. So hätten Gewinne und Kapitaleinkünfte den Arbeitseinkommen davon rennen können. Es habe also eine Umverteilung von unten nach oben stattgefunden. Wenn sich diese Schere nicht weiter öffnen solle, seien stärkere Zuwächse bei Löhnen und Gehältern nötig.

***

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Meist sonnig, nur im Osten und Norden zeitweise ein paar Wolken, aber überall trocken. Höchstwerte zwischen acht und 16 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Wochenende ruhiges Hochdruckwetter mit viel Sonnenschein, nachts gebietsweise leichter Frost . Die Höchsttemperaturen erreichen neun bis zwölf Grad.

Die Redaktion empfiehlt

WWW-Links

Audio und Video zum Thema