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Nachrichten

14.09.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Angesichts der gewaltsamen Proteste in Libyen, Ägypten und weiteren arabischen Ländern hat UN-Generalsekretär Ban Ki Moon zu Ruhe und Zurückhaltung aufgerufen. Tötungen und Angriffe seien durch nichts zu rechtfertigen, sagte er mit Blick auf den islamfeindlichen Film, gegen den sich die Demonstrationen richteten. Der Film sei "hasserfüllt" und "offensichtlich ganz bewusst angefertigt" worden, "um Fanatismus und Blutvergießen zu säen", sagte Ban. Die US-Regierung rechnet unterdessen mit weiteren Protesten nach den Freitagsgebeten. In den vergangenen Tagen waren US-Vertretungen in Ägypten, Libyen und Jemen angegriffen worden, der US-Botschafter in Libyen war dabei getötet worden. Die US-Regierung hat sich von dem in den USA produzierten islamfeindlichen Schmähvideo distanziert.

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Die Euro-Finanzminister werden wohl keine schnellen Beschlüsse über neue Hilfen für Griechenland und Spanien fassen. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble sagte bei einem Treffen der Finanzminister im zyprischen Nikosia, erst müsse der Zwischenstand der "Troika" vorliegen, die derzeit die Umsetzung der Reformen in Griechenland überprüft. Auch Spanien müsse entschlossen die Reformen umsetzen und die Sparpolitik fortsetzen, sagte der niederländische Finanzminister Jan Kees de Jager. Schäuble schloss aus, dass Spanien schon ab dem 1. Januar Hilfen für seine maroden Banken aus dem Eurofonds ESM bekommt. Direkte Hilfen für Geldinstitute könne es nur geben, wenn das Land sein Sparprogramm fortsetze.

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Der Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, ist bereit, seine Politik zur Euro-Rettung vor dem deutschen Bundestag zu verteidigen. Wenn er eingeladen werde, komme er gerne, sagte Draghi der "Süddeutschen Zeitung". Draghi und die Zentralbank stehen in Deutschland in der Kritik, seit die EZB beschlossen hat, unbegrenzt Anleihen angeschlagener Euro-Länder zu kaufen. Draghi verteidigte diesen Beschluss: Solche Anleihen würden nur gekauft, wenn die Staaten im Gegenzug strenge Auflagen erfüllten. Das Kaufprogramm zeige bereits positive Ergebnisse, so der EZB-Präsident. Das Vertrauen in den Euro nehme weltweit zu, Fondsmanager würden ihr Geld zurück nach Europa bringen.

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Die stärkste Oppositionskraft in Portugal will den Sparkurs der Regierung nicht weiter unterstützen. Der Chef der Sozialistischen Partei (PS), António Seguro, kündigte an, gegen den Haushaltsentwurf 2013 zu stimmen. Er drohte in einer Fernsehansprache zudem mit einem parlamentarischen Misstrauensvotum. Die Sozialisten kritisieren die Pläne der Regierung, die Sozialabgaben für alle Arbeitnehmer zu erhöhen. In dem krisengeschüttelten Euromitgliedsland wurde der Sparplan bislang parteiübergreifend unterstützt. In einer jüngsten Umfrage hatten die Sozialisten die regierenden Sozialdemokraten erstmals seit den Wahlen im vergangenen Jahr überholt.

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Der Streit zwischen China und Japan um eine Inselgruppe im Ostchinesischen Meer verschärft sich. Nach japanischen Angaben haben sich sechs chinesische Patrouillenboote dem unbewohnten Archipel genähert. Zwei der Boote seien der Aufforderung der japanischen Behörden gefolgt, die Gewässer zu verlassen. Die Inselgruppe, die in China Diaoyu und in Japan Senkaku heißt, wird von beiden Ländern beansprucht. Am Montag hatte das japanische Kabinett beschlossen, drei der Inseln von ihren japanischen Privatbesitzern zu kaufen. China kündigte daraufhin an, Schiffe zu entsenden, um die Souveränität des Landes zu sichern.

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