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Nachrichten

14.09.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Kämpfer der radikal-islamischen Taliban haben das Diplomatenviertel und weitere Ziele im streng bewachten Zentrum der afghanischen Hauptstadt Kabul angegriffen. Bei dem Vorstoß seien das Hauptquartier der Internationalen Schutztruppe ISAF und die US-Botschaft mit Maschinengewehren und Panzerfäusten beschossen worden, teilte die NATO mit. Nach mehr als 20 Stunden wurde die Niederschlagung der spektakulären Kommandoaktion der Extremisten gemeldet. Die Kabuler Regierung berichtete, alle sechs Angreifer seien getötet worden. Es habe zudem 14 getötete Zivilisten und Polizisten gegeben. Zahlreiche Personen seien verletzt, darunter auch ISAF-Soldaten. - NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen sagte, die Taliban versuchten die Übergabe der Sicherheitsverantwortung an die Afghanen zu stören. Dies werde ihnen aber nicht gelingen.

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In der Regierungskoalition hält der Streit über die Griechenland-Hilfen an. Die Freien Demokraten zeigten sich unbeeindruckt von der Mahnung von Kanzlerin Angela Merkel, nicht öffentlich über eine mögliche Insolvenz des Landes zu spekulieren. Nachdem Merkels Stellvertreter und FDP-Wirtschaftsminister Philipp Rösler seine Überlegungen bekräftigt hatte, beharrte auch FDP-Generalsekretär Christian Lindner darauf, dass man einen möglichen Zahlungsausfall Griechenlands nicht ausschließen könne. Die Menschen in Deutschland, die Finanzmärkte und die Griechen bräuchten langfristig Klarheit. Dies gehe nicht dadurch, dass man ein Schweigegelübde ablege, sagte Lindner. - Dagegen warnte CDU-Finanzminister Wolfgang Schäuble ebenso wie die Kanzlerin nachdrücklich vor Spekulationen über eine Insolvenz. Er halte viel davon, mit Worten sorgfältig umzugehen, sagte er der "Rheinischen Post". Wenn die Griechen die Auflagen für das Rettungspaket erfüllten, bekämen sie auch den Raum und die Zeit, die erforderlichen Reformen umzusetzen, ergänzte Schäuble.

 

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Griechenland hat ein milliardenschweres Sonnenenergie-Programm auf den Weg gebracht. Die Regierung in Athen genehmigte Investitionen in Höhe von mehr als 1,1 Milliarden Euro für den Aufbau großflächiger Photovoltaik-Anlagen. Zur Finanzierung des Vorhabens soll staatseigenes Land an ausländische Investoren verpachtet werden, die dort Solaranlagen errichten. Der größte Solar-Park soll in der Region Kozani im Nordwesten des Landes entstehen und 200 Megawatt Strom liefern. - Zu Gesprächen über das Solar-Programm Helios wird Griechenlands Umweltminister Giorgos Papaconstantinou an diesem Mittwoch in Berlin erwartet. Er trifft dort mit Umweltminister Norbert Röttgen und Finanzminister Wolfgang Schäuble zusammen. Die Bundesregierung hat Interesse an der Einfuhr von griechischem Solarstrom.

 

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Chinas Ministerpräsident Wen Jiabao hat Europa und den USA Hilfe bei der Bewältigung der Schulden versprochen. Die Chinesen seien bereit, "eine helfende Hand auszustrecken" und mehr in den europäischen Ländern und den USA zu investieren, sagte Wen zum Auftakt des "Sommer-Davos" genannten Treffens des Weltwirtschaftsforums im nordostchinesischen Dalian. Im Gegenzug forderte der Regierungschef "mutige strategische Schritte" der Europäer, insbesondere die baldige Anerkennung der Volksrepublik als volle Marktwirtschaft. Er hoffe auf einen "Durchbruch" auf dem nächsten EU-China-Gipfel am 25. Oktober. Der Status einer Marktwirtschaft schützt China vor Anti-Dumping-Klagen und hat für Peking hohen symbolischen Charakter. --- Wen versicherte vor den Wirtschaftsführern, Politikern und Experten, China werde seinen Kampf gegen die Inflation fortsetzen und die Strukturreformen vorantreiben.

 

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Frankreichs Großbanken geraten immer tiefer in den Sog der Euro-Krise. Die Ratingagentur Moody's stufte die Bonität von Société Générale und Crédit Agricole um jeweils eine Stufe herunter. Grund sei deren große Belastung durch griechische Staatsanleihen, verlautete von Moody's in Paris. Das Rating der BNP Paribas werde weiter auf eine Herabstufung geprüft. --- Die Abwertung der französischen Banken hatte sich bereits seit einigen Tagen angedeutet, die Aktien hatten daraufhin deutlich an Wert eingebüßt.

 

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden und im Alpenraum wechselnd bewölkt und zeitweise Schauer. Sonst meist freundlich und trocken. Höchstwerte 15 bis 21 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Donnerstag in der Nordhälfte wechselhaft mit einigen Schauern. Sonst oft sonnig. Maximaltemperaturen 16 bis 23 Grad.

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