1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

14.08.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Polizei beginnt Räumung der Protestcamps in Kairo:

Die ägyptische Polizei hat mit der Räumung der Protestlager der Anhänger des gestürzten Präsidenten Mohammed Mursi in Kairo begonnen. Augenzeugen berichteten, die Sicherheitskräfte hätten dabei auch Tränengas eingesetzt. Für Berichte der Muslimbruderschaft, wonach mindestens 15 Menschen getötet worden seien, gab es zunächst keine offizielle Bestätigung. Das Innenministerium sprach von zwei verletzten Polizisten. In einer kurz nach Beginn der Aktion veröffentlichten Erklärung des Innenministeriums heißt es, wer die Lager jetzt verlasse, werde nicht festgenommen, solange kein Haftbefehl vorliege. Für die beiden Zeltlager am Al-Nahda-Platz im Stadtteil Gaza und vor der Al-Rabea-al-Adawija-Moschee in Nasr-City gebe es nur noch einen einzigen Ausgang. Alle anderen Straßen seien gesperrt worden. Nach lokalen Medienberichten hatten einige der Islamisten, vor allem Frauen, die Lager bereits am frühen Morgen verlassen, nachdem sich Hinweise auf die Räumung verdichtet hatten.

Israel fliegt Luftangriffe im Gazastreifen:

Unmittelbar vor dem Beginn der offiziellen Nahost-Friedensgespräche hat die israelische Luftwaffe Ziele im Gazastreifen angegriffen. Es seien verdeckte Abschussrampen im Norden des Palästinensergebiets beschossen worden, teilte die Armee mit. Man habe damit auf den Raketenangriff militanter Palästinenser auf israelische Zivilisten vom Dienstag reagiert. Zuvor hatte Israel wie vereinbart 26 palästinensische Langzeithäftlinge entlassen. In Jerusalem wollen Israelis und die palästinensische Autonomiebehörde ihre Friedensverhandlungen wieder aufnehmen. Auf Vermittlung der USA war der Friedensprozess vor zwei Wochen wieder in Gang gesetzt worden, nachdem er drei Jahre lang auf Eis gelegen hatte. Überschattet werden die Gespräche durch die Ankündigung neuer israelischer Siedlungsprojekte in Ost-Jerusalem und im Westjordanland.

Wieder Zehntausende Tunesier gegen Islamisten auf der Straße:

Bei einer Großkundgebung in Tunesien haben 40.000 Demonstranten den Rücktritt der von Islamisten dominierten Regierung gefordert. Die Gegner der Ennahda-Partei versammelten sich erneut vor dem Parlamentsgebäude in einem Vorort der Hauptstadt Tunis. Dort gibt es seit mehreren Wochen einen Sitzstreik gegen die Regierung. Die im Parlament tagende verfassunggebende Versammlung hat ihre Tätigkeit wegen der Eskalation im Land mittlerweile ausgesetzt. Die Abgeordneten sollten eigentlich die Grundlage für Neuwahlen legen. - Anlass der Großdemonstration war der nationale Frauentag in Tunesien. Zu ihm hatte auch die Ennahda zu einer Kundgebung aufgerufen, die aber wesentlich kleiner ausfiel. Auslöser der neuen Spannungen war der am 25. Juli vermutlich von islamistischen Extremisten verübte Mord an dem Oppositionspolitiker Mohamed Brahmi. --- Inmitten der politischen Krise reist an diesem Mittwoch Bundesaußenminister Guido Westerwelle zu einem zweitägigen Besuch in das nordafrikanische Land, das als Mutterland des Arabischen Frühlings gilt.

Tote bei Explosion auf indischem U-Boot:

Bei der Explosion auf einem indischen U-Boot mit 18 Mann an Bord hat es mehrere Tote gegeben. Er habe Ministerpräsident Manmohan Singh über die Tragödie im Hafen von Mumbai informiert, erklärte Verteidigungsminister A. K. Antony in Neu Delhi vor der Presse. Wie viele Menschen getötet wurden, sagte er nicht. Das U-Boot war nach der Explosion in Brand geraten und teilweise gesunken. Die Ursache der Explosion ist weiterhin unklar. Das U-Boot war vor kurzem in Russland überholt worden und nach Angaben der Firma voll einsatzfähig.

Deutsche Wirtschaft wächst kräftig:

Die deutsche Wirtschaft ist im zweiten Quartal so stark gewachsen wie seit einem Jahr nicht mehr. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs von April bis Juni um 0,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Positive Impulse kamen danach vor allem aus dem Inland. Privater und öffentlicher Konsum zogen deutlich an, auch die Investitionen stiegen. Auch der Export trug zum Wachstum bei. Im ersten Quartal hatte die Wirtschaft nach neuesten Berechnungen der Statistiker stagniert. Im Schlussquartal 2012 war das Bruttoinlandsprodukt um 0,5 Prozent zurückgegangen.

Die Redaktion empfiehlt

WWW-Links

Audio und Video zum Thema