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Nachrichten

14.08.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Wegen der anhaltenden Gewalt in Syrien droht dem Land der Ausschluss aus der Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC). Auf einen entsprechenden Resolutionsentwurf einigten sich die Außenminister der Mitgliedsstaaten bei einem Treffen im saudi-arabischen Dschidda. Nur der Iran, engster Verbündeter der Führung in Damaskus, sprach sich strikt gegen die Verbannung Syriens aus. An diesem Dienstag findet in Mekka ein OIC-Gipfeltreffen statt, bei dem der Ausschluss besiegelt werden soll. Syrien ist zu dem Treffen nicht eingeladen.

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Die im Gazastreifen herrschende radikal-islamische Hamas hat die neue ägyptische Führung aufgefordert, den Grenzübergang Rafah sofort wieder zu öffnen. Präsident Mohammed Mursi müsse die Öffnung in beide Richtungen und rund um die Uhr anordnen, forderte Hamas-Innenminister Fathi Hammad. Ägypten will dagegen den einzigen Grenzübergang zum Gaza-Streifen von diesem Dienstag an nur für drei Tage öffnen - und auch nur für humanitäre Fälle wie etwa Kranke. Hammad warf Mursi indirekt vor, eine ähnlich rigide Blockadepolitik zu betreiben wie der gestürzte Machthaber Husni Mubarak.

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Die Verabschiedung der neuen Verfassung Tunesiens verzögert sich. Der vollständige Text werde in der verfassungsgebenden Versammlung erst Ende April 2013 zur Abstimmung gestellt, teilte Generalberichterstatter Habib Kheder in Tunis mit. Ursprünglich sollte die neue Verfassung bis zum 23. Oktober verabschiedet werden. Die Verzögerung ist vor allem auf den Meinungsstreit über die künftige Staatsform Tunesiens zurückzuführen. Dabei geht es um die Frage, ob diese ausschließlich parlamentarisch sein soll oder ob dem Staatschef weiterhin umfassende Vorrechte eingeräumt werden.

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Ein US-Gericht hat einen somalischen Piraten zu zwölf lebenslangen Haftstrafen und einer Entschädigung von 5,4 Millionen Dollar verurteilt. Der Somalier war für schuldig befunden worden, in Piratenüberfälle auf ein deutsches und ein US-Schiff verwickelt gewesen zu sein. Bei der Erpressung von Lösegeld habe er eine Schlüsselrolle gespielt, so die Richter in Norfolk im Bundesstaat Virginia weiter. Bei den Überfällen 2010 und 2011 wurden Crewmitglieder gefoltert und vier US-Bürger getötet.

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Bei einer Schießerei in der Nähe einer Universität im US-Bundesstaat Texas sind drei Menschen getötet worden. Darunter sind ein Polizist und auch der Todesschütze selbst. Laut Polizei hatte der Mann in der Stadt College Station auf Beamte gefeuert, als diese ihm einen Räumungsbefehl für sein Haus übergeben wollten. Der Schütze sei bei dem sich anschließenden Schusswechsel selbst verletzt worden und später im Krankenhaus gestorben.

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Bundesaußenminister Guido Westerwelle hat Russland vor dem Hintergrund des Prozesses gegen die Punkband Pussy Riot zur Wahrung der künstlerischen Freiheit gemahnt. Die Freiheit der Kunst sei ein unverzichtbares Freiheitsrecht, sagte Westerwelle der "Rheinischen Post". Dies müsse ein starkes Land wie Russland aushalten. Zugleich begrüßte der FDP-Politiker, dass sich weltweit Künstler mit den drei jungen Frauen von Pussy Riot solidarisierten. Sie stehen derzeit wegen "Rowdytum" und Anstachelung zu religiösem Hass in Moskau vor Gericht.

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