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Nachrichten

14.08.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Die Armee in Syrien hat nach Angaben von Menschenrechtlern eine neue Offensive gegen die Küstenstadt Latakia gestartet. Aktivisten berichten, Soldaten von Staatschef Baschar al-Assad feuerten von Kanonenbooten aus auf mehrere Stadtteile. Dabei seien mindestens 21 Zivilisten getötet und zahlreiche weitere verwundet worden. Zugleich mit dem Seeangriff hätten auch Panzereinheiten und Bodentruppen die Stadt gestürmt, sagte der Leiter des Observatoriums für Menschenrechte, Rami Abdul Rahman. Viele Bewohner, vor allem Frauen und Kinder seien aus den am stärksten betroffenen Stadtvierteln geflüchtet. - In der Nacht sei die Armee zudem in zwei Vororte der Hauptstadt Damaskus eingerückt und habe viele Menschen festgenommen, hieß es weiter. - Die Armee geht seit März gewaltsam gegen regierungskritische Proteste vor. US-Präsident Barack Obama, Saudi-Arabiens König Abdullah und der britische Premierminister David Cameron forderten das Regime in Damaskus auf, die blutige Niederschlagung der Proteste "sofort" zu beenden.

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In Libyen haben die Rebellen nach eigenen Angaben einen Großteil der Küstenstadt Sawija eingenommen. Allerdings berichten Anwohner, die Kämpfe in Sawija dauerten weiter an. Gelänge es den Aufständischen, Sawija vollständig zu kontrollieren, wäre das ein wichtiger Teilerfolg im Kampf gegen die Truppen von Machthaber Muammar al-Gaddafi. Die Stadt gilt als strategisch wichtig, weil sie an der Küstenstraße nach Tripolis liegt, die die wichtigste Versorgungsroute für die Hauptstadt ist. - Angesichts der fortdauernden Kämpfe sind weiter zahlreiche Menschen auf der Flucht. An diesem Wochenende kamen mehr als 1.600 Bootsflüchtlinge auf der italienischen Mittelmeerinsel Lampedusa an, die meisten von ihnen kamen nach Angaben des Hafenamtes von Lampedusa aus Libyen, einige aus dem Nachbarland Tunesien. In den vergangenen Monaten hatten bereits Zehntausende aufgrund der politischen Umwälzungen in Nordafrika die Flucht über das Mittelmeer angetreten.

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Bei dem Angriff eines Selbstmordkommandos der radikal-islamischen Taliban sind in der ostafghanischen Provinz Parwan mindestens 25 Menschen getötet worden. Die Attentäter hatten den Amtssitz des Gouverneurs angegriffen. Bei den Opfern soll es sich mehrheitlich um Angestellte der Provinzregierung handeln. Die mindestens sechs Selbstmordattentäter waren gezielt vorgegangen. Während sich einer der Attentäter am bewachten Eingang in die Luft sprengte, drangen die anderen Terroristen in das durch hohe Mauern gesicherte Gebäude ein und zündeten dort ihre Sprengsätze.

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Entwicklungsminister Dirk Niebel hat die Kritik von humanitären Organisationen und aus der Opposition zurückgewiesen, die Bundesregierung gebe für die Hungernden in Ostafrika zu wenig und sei mit ihrer Hilfe zu langsam. Bei seinem Besuch in der kenianischen Hauptstadt Nairobi sagte der FDP-Politiker, es bringe nichts, hohe Summen zuzusagen, die dann nicht ankämen oder gar in die falschen Kanäle gelangten. Bislang habe Deutschland rund 100 Millionen Euro an direkter und indirekter Hilfe für die Region bereitgestellt. Die UN beziffern den Bedarf für die von der schlimmsten Dürre seit 60 Jahren heimgesuchten Länder Ostafrikas auf 1,7 Milliarden Euro.

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Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler hat sich erneut gegen Vorschläge ausgesprochen, zur Bekämpfung der Schuldenkrise gemeinsame Anleihen der Euro-Staaten, sogenannte Eurobonds, einzuführen. Der FDP-Vorsitzende sagte der Zeitung "Handelsblatt", in einem Europa, in dem jeder Mitgliedsstaat selbst Verantwortung übernehmen soll, halte er eine gemeinsame Euroanleihe für den falschen Weg. Für Deutschland würden Eurobonds höhere Zinsen bedeuten. - Hingegen meldete die Zeitung "Welt am Sonntag" unter Berufung auf namentlich nicht genannte Regierungsmitglieder, die Bundesregierung schließe die Einführung von Eurobonds nicht mehr kategorisch aus. In der Koalition nehme die Auffassung zu, dass sich die Euro-Zone ohne derartige Schritte möglicherweise nicht mehr am Leben erhalten lasse, berichtete das Blatt.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Westen viel Regen, Richtung Oder und Neiße sowie im Süden auch längere sonnige Abschnitte. Im Nordwesten 18 bis 22 Grad, sonst schwül-warm mit Werten zwischen 23 und 30 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Montag im Osten und Südosten weitere Schauer, sonst wechselnd bewölkt, nur vereinzelt Regen. Tageswerte 20 bis 25 Grad.

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