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Langsam gesprochene Nachrichten

14.07.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 08:13

Nachrichten von Freitag, 14. Juli 2017 – langsam gesprochen als MP3

Macron und Trump betonen enge Beziehungen zwischen USA und Frankreich:

US-Präsident Donald Trump und Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron haben bei einem Treffen in Paris trotz einiger Konfliktpunkte ihren Willen zur Zusammenarbeit bekundet. Die Freundschaft zwischen ihnen und ihren Nationen sei unzerbrechlich, sagte Trump im Elysée-Palast. Macron verwies auf - so wörtlich - "Meinungsverschiedenheiten" beim Klimaschutz, betonte aber auch die Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern auf vielen anderen Feldern. So gebe es bei Themen wie der "Sicherheit unserer Länder, dem Kampf gegen den Terrorismus, der Stabilität im Nahen Osten, in Libyen, in der Sahelzone" eine "gemeinsame Entschlossenheit". Am Abend aßen Trump und Macron mit ihren Ehefrauen im Sterne-Restaurant auf der zweiten Etage des Eiffelturms. An diesem Freitag ist Trump Ehrengast bei den Feiern zum Nationalfeiertag. An der traditionellen Militärparade auf den Champs-Élysées nehmen auch 200 US-Militärs teil.

 

An Frankreichs Nationalfeiertag auch Gedenken an Nizza-Anschlag:

Die Festlichkeiten zum Nationalfeiertag in Frankreich werden überschattet vom Terroranschlag von Nizza vor genau einem Jahr. Ein islamistischer Attentäter war nach dem Feuerwerk an der berühmten Promenade des Anglais mit einem Lastwagen durch die Menschenmenge gerast. Bei dem Anschlag waren 86 Menschen getötet und Hunderte verletzt worden. Zu den Gedenkfeiern kommt auch Präsident Emmanuel Macron in die Stadt an der Cote d`Azur. Die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) hatte das Blutbad für sich reklamiert. Die Ermittler fanden zwar Anzeichen für eine islamistische Radikalisierung des Angreifers, aber keine Verbindungen zwischen ihm und dem IS.

 

Rückschlag für Trumps Einreiseverbot - Weitere Ausnahmen angeordnet:

Ein Bundesrichter auf Hawaii hat das unter US-Präsident Donald Trump verhängte Einreiseverbot für Bürger aus sechs muslimischen Staaten noch weiter eingeschränkt. Auch Großeltern und andere Verwandte von bereits in den USA lebenden Personen müssten ins Land gelassen werden, ordnete Richter Derrick Watson in Honolulu an. Er präzisierte damit ein Urteil des Obersten Gerichtshofs von Ende Juni. Dieser hatte den Einreisebann für Bürger aus dem Iran, Libyen, Somalia, Sudan, Syrien und dem Jemen vorerst genehmigt, aber entschieden, dass Menschen mit engen Verbindungen weiterhin in die USA einreisen dürften. Die Regierung legte dies kurz vor Inkrafttreten so aus, dass die Ausnahmen lediglich für Eltern, Ehepartner, Verlobte, Kinder und Geschwister gälten. Andere Verwandte blieben außen vor. Der Bundesstaat Hawaii argumentierte vor Gericht, diese Interpretation sei zu kleinlich.

 

Israelische Polizisten erschießen am Tempelberg drei Attentäter:

Israelische Polizisten haben am Tempelberg in Jerusalem drei Attentäter erschossen. Die Palästinenser hätten auf die Sicherheitskräfte das Feuer eröffnet, teilten die Behörden mit. Die Angreifer seien in Richtung des Tempelbergs geflohen und von Polizisten getötet worden. Drei Menschen wurden zudem verletzt, zwei davon schwer. Der Tempelberg wurde laut Polizei geschlossen. Dies gelte auch für die Freitagsgebete der Muslime. Seit Beginn einer Gewaltwelle vor knapp zwei Jahren sind bei ähnlichen Attacken rund 300 Palästinenser getötet worden. Die meisten kamen bei ihren eigenen Anschlägen ums Leben. Mehr als 40 Israelis wurden in dem Zeitraum getötet.

 

China wehrt sich gegen Kritik nach Tod Liu Xiaobos:

Die chinesische Führung hat die internationale Kritik im Zusammenhang mit dem Tod des Friedensnobelpreisträgers Liu Xiaobo entschieden zurückgewiesen. "China ist ein Rechtsstaat", sagte der Sprecher des Pekinger Außenministeriums, Geng Shuang. Er forderte "die betroffenen Länder auf, die Souveränität der chinesischen Justiz zu respektieren". Liu war am Donnerstag im Alter von 61 Jahren an den Folgen einer Leberkrebserkrankung gestorben. Gut einen Monat zuvor war er nach mehr als acht Jahren in Haft aus dem Gefängnis in ein Krankenhaus in Shenyang verlegt worden. Die Bundesregierung hatte vergeblich seine Behandlung in Deutschland angeboten, auch die USA boten ihre Hilfe an. Bundesaußenminister Sigmar Gabriel verlangte wie Frankreich und die USA, Lius unter Hausarrest stehende Witwe Liu Xia ausreisen zu lassen, wenn sie dies wünsche.

 

Bundesregierung verurteilt Hinrichtungen in Japan:

Die Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung hat die abermalige Vollstreckung der Todesstrafe in Japan scharf kritisiert. Die SPD-Politikerin Bärbel Kofler forderte die Regierung in Tokio auf, "die bisherige Praxis zu überdenken und die weitere Vollstreckung der Todesstrafe auszusetzen". Die Todesstrafe sei "eine unmenschliche und grausame Art der Bestrafung". Japans Justiz hatte am Donnerstag zwei wegen Mordes verurteilte Männer hängen lassen. Damit stieg die Zahl der Hinrichtungen seit dem Amtsantritt des konservativen Ministerpräsidenten Shinzo Abe Ende 2012 auf 19. Japan ist neben den USA das einzige große Industrieland, das weiterhin die Todesstrafe vollstreckt.

 

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