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Nachrichten

14.07.2014 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 09:53

Nachrichten von Montag, 14. Juli 2014 – langsam gesprochen als MP3

Deutschland ist Fußballweltmeister:

Deutschland ist nach 1954, 1974 und 1990 zum vierten Mal Fußball-Weltmeister. Die Nationalmannschaft gewann in Rio de Janeiro das Finale gegen Argentinien mit 1:0. Das Tor schoss Mario Götze in der 113. Minute in der Verlängerung, nach einer Flanke von Andre Schürrle. Es ist das erste Mal, dass eine europäische Mannschaft eine Weltmeisterschaft in Südamerika gewinnt. Vor mehr als 74.000 Zuschauern im Maracana-Stadion nahm Kapitän Philipp Lahm den WM-Pokal aus den Händen von Brasiliens Staatspräsidentin Dilma Rousseff entgegen. Der Keeper der deutschen Nationalmannschaft, Manuel Neuer, wurde nach dem Finalspiel zum besten Torwart der Fußball-WM gekürt. Den Goldenen Schuh als bester WM-Schütze bekam Kolumbiens Torjäger James Rodríguez. Der Argentinier Lionel Messi wurde trotz der Endspiel-Niederlage als bester Spieler der Weltmeisterschaft in Brasilien ausgezeichnet.

Jubel in Deutschland - Trauer in Argentinien:

In Deutschland haben hunderttausende Fans bei unzähligen Public Viewings den Sieg der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußballweltmeisterschaft gefeiert. Allein auf der Fanmeile in der Hauptstadt Berlin jubelten rund 250.000 begeisterte Anhänger ihren WM-Helden zu. Nur ein Feuerwerk über der Hauptstadt übertönte die Fangesänge. Wie in vielen anderen Städten fuhren Fans in Autokorsos durch die Straßen. Bundestrainer Joachim Löw erklärte, die deutschen Spieler hätten in dem Turnier einen unglaublichen Teamgeist und unheimliche Willenskraft entwickelt. Bundespräsident Joachim Gauck sprach nach dem Finale von einem "Nervenspiel". Bundeskanzlerin Angela Merkel, die wie Gauck im Stadion war, gratulierte der DFB-Elf. In der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires zogen enttäuschte Fans randalierend durch die Straßen. Etwa 70 Menschen wurden laut neuen Medienberichten verletzt, darunter mindestens 15 Polizisten. Etwa 50 Menschen seien festgenommen worden.

Steinmeier startet Vermittlungsmission :

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier reist heute zu einer Vermittlungsmission nach Jordanien, Israel und in die Palästinensergebiete. Nur so könnten Ansätze für eine Deeskalation im Nahostkonflikt gefunden werden, sagte Steinmeier. Die anhaltende Gewalt zwischen Israel und der islamistischen Hamas beschäftigt heute auch den UN-Sicherheitsrat und die Arabische Liga. Die Hamas hatte das ganze Wochenende über Raketen aus dem Gaza-Streifen auf Israel abgefeuert. Ziele waren die Metropole Tel Aviv, der internationale Flughafen Ben Gurion, aber auch andere Städte. Immer wieder mussten Menschen vor den anfliegenden Raketen in Schutzräume fliehen. Die israelische Armee reagierte mit schweren Luftangriffen auf den Gaza-Streifen, bei denen inzwischen mindestens 160 Palästinenser getötet wurden. Im Gaza-Streifen sind inzwischen viele Menschen auf der Flucht, nachdem Israel die Bevölkerung in mehreren Stadtteilen von Beit Lahija in Flugblättern aufgefordert hatte, sich weiter südlich in Sicherheit zu bringen.

Politneuling gewinnt Parlamentswahl in Slowenien:

Die erst vor wenigen Wochen gegründete grün-liberale Partei des Juristen Miro Cerar ist klarer Sieger der vorgezogenen Parlamentswahl in Slowenien. Nach Auszählung fast aller Stimmen gewann sie knapp 35 Prozent der Stimmen. Der Sieg des politischen Quereinsteigers gilt als Reaktion der Wähler auf die Korruptionsskandale der vergangenen Jahre. Zweitstärkste Kraft wurde die konservative Slowenische Demokratische Partei des inhaftierten Ex-Regierungschefs Janez Jansa mit 21 Prozent. Dagegen wurde die zurückgetretene Ministerpräsidentin Alenka Bratusek für ihre strikte Sparpolitik abgestraft. Ihre neue Partei schaffte es nur knapp über die Vier-Prozent-Hürde.

Letzte Bergungsphase der "Costa Concordia" gestartet:

Vor der italienischen Küste hat die entscheidende letzte Phase bei der Bergung des vor zweieinhalb Jahren verunglückten Kreuzfahrtschiffes Costa Concordia begonnen. Das Wrack vor der Insel Giglio wird um zunächst zwei Meter angehoben. Anschließend soll das Schiff 30 Meter aufs Meer geschleppt und dort befestigt werden, um die letzten Schwimmkästen in ihre richtige Position zu bringen. Mit Hilfe von insgesamt 30 dieser Kästen, die nach und nach mit Luft gefüllt werden, soll die Costa Concordia in den kommenden Tagen zwölf Meter Auftrieb bekommen. Anschließend ist der Abtransport nach Genua geplant.

US-Stardirigent Maazel gestorben:

Der US-Stardirigent Lorin Maazel ist tot. Wie die Leitung des von ihm gegründeten Castleton-Festivals mitteilte, starb er am Sonntag im Alter von 84 Jahren in seinem Haus im US-Bundesstaat Virginia an den Komplikationen einer Lungenentzündung. Maazel gilt als einer der brillantesten Dirigenten und Komponisten seiner Zeit. In seiner jahrzehntelangen Musiker-Karriere leitete er unter anderem die New Yorker Philharmoniker, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und das Orchester der Wiener Staatsoper. Erst im Juni hatte er sein Amt als Chefdirigent der Münchner Philharmoniker aufgegeben.

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