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Nachrichten

14.07.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Nach dem Massaker im syrischen Dorf Tremseh mit mindestens 150 Toten hat UN-Generalsekretär Ban Ki Moon den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen zum Handeln aufgefordert. Sollte das wichtigste UN-Gremium den Druck auf Syriens Staatschef Baschar al-Assad nicht erhöhen, komme dies einer Lizenz für weitere Massaker gleich, erklärte Ban. In der Ortschaft in der Unruheprovinz Hama hatten nach Darstellung von Oppositionellen regimetreue Truppen und Milizionäre mindestens 150 Menschen getötet. In einigen Meldungen war sogar von 200 Toten die Rede. US-Außenministerin Hillary Clinton zeigte sich schockiert über die Berichte und warf der Regierung in Damaskus vor, absichtlich unschuldige Zivilisten zu töten.

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In Afghanistan sind bei einem Selbstmordanschlag auf eine Hochzeitsgesellschaft mehr als 20 Menschen getötet und 40 verletzt worden. Der Attentäter hatte seinen Sprengsatz inmitten der Feier in der nördlichen Provinz Samangan gezündet. Nach Angaben der Behörden ist unter den Toten auch der Gastgeber der Feier, der einflussreiche Parlamentsabgeordnete Ahmad Chan Samangani. Der Anschlag war einer der schwersten der letzten Monate. Die radikal-islamischen Taliban wiesen die Verantwortung zurück. Die Provinz Samangan gehört zu dem von Deutschland geführten Regionalkommando Nord.

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Nach dem Abgang von Opel-Chef Karl-Friedrich Stracke hat die Gewerkschaft IG Metall die Konzernleitung gewarnt, Vereinbarungen mit der Arbeitnehmerseite zu brechen. Sollten die bis Ende 2016 gegebenen Garantien für die deutschen Werke und die Arbeitsplätze nicht mehr gelten, komme das den US-Mutterkonzern General Motors teuer zu stehen. Die IG Metall sei "knallhart", so Huber. Interimschef Stephen Girsky hat laut Medien bereits Änderungen an der Strategie des verlustreichen Unternehmens gefordert. In einer E-Mail an alle Beschäftigten verlangte er zusätzliche Anstrengungen von den Mitarbeitern.

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Tschechien will die Kirchen des Landes für Enteignungen während der kommunistischen Herrschaft entschädigen. Das Abgeordnetenhaus verabschiedete ein Gesetz, das unter anderem die Rückgabe früheren Kircheneigentums vorsieht, das unter den Kommunisten (1948-1989) verstaatlicht worden war. Die Regelung muss noch durch den Senat, bevor es vom Präsidenten unterzeichnet werden kann. Rund 56 Prozent des Eigentums der Kirchen und jüdischen Einrichtungen in der ehemaligen Tschechoslowakei soll zurückgegeben werden im Gesamtwert von 75 Milliarden Kronen (2,95 Milliarden Euro). Zusätzlich sollen in den kommenden 30 Jahren finanzielle Entschädigungen in Höhe von 2,3 Milliarden Euro plus Zinsen gezahlt werden.

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Das belgische Parlament hat eine Staatsreform beschlossen und damit möglicherweise den seit vielen Jahren schwelenden Sprachenstreit zwischen Niederländisch sprechenden Flamen und Französisch sprechenden Wallonen entschärft. Die Abgeordneten stimmten mehrheitlich für eine Aufspaltung des Wahlbezirks Brüssel-Halle-Vilvoorde. Die Reform gibt frankophonen Bürgern nun die Möglichkeit, bei künftigen Wahlen entweder in Flandern oder aber in Brüssel abzustimmen. An dem Sprachenstreit im Wahlkreis Brüssel-Halle-Vilvoorde war der belgische Staat im Jahr 2010 fast auseinandergebrochen. 541 Tage lang gab es keine gewählte Regierung.

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Der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag hat Haftbefehle gegen zwei afrikanische Rebellenführer ausgestellt. Einer von ihnen ist Bosco Ntaganda. Mit seiner Miliz terrorisiert er erneut den Osten der Demokratischen Republik Kongo. Der Ex-General steht bereits seit 2006 auf der Liste der gesuchten Personen. Außerdem wurde der ruandische Rebellenführer Sylvestre Mudacumura mit Haftbefehl zur Fahndung ausgeschrieben. Dem Anführer einer Hutu-Miliz werden ebenfalls Kriegsverbrechen im Osten der Demokratischen Republik Kongo zur Last gelegt.

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In den USA ist der bekannte Filmproduzent Richard Zanuck im Alter von 77 Jahren verstorben. Er erlag in seinem Haus in Beverly Hills einem Herzanfall. Zanuck hatte für den Streifen "Driving Miss Daisy" aus dem Jahr 1989 den Oscar für den besten Film gewonnen. Sein Vater war der Hollywood-Mogul Darryl F. Zanuck, der die 20th Century Fox-Studios mit aufgebaut hatte.

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