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Nachrichten

14.07.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Nach dem Streit um das Panzergeschäft mit Saudi-Arabien sorgt nun das Rüstungsangebot von Bundeskanzlerin Angela Merkel an das afrikanische Angola für Aufregung. Politiker von SPD und Grünen kritisierten, dass die Kanzlerin auf ihrer Afrika-Reise der Regierung in Luanda Patrouillenschiffe in Aussicht gestellt hatte. Auch der Fraktionschef der Linken, Gregor Gysi, forderte die Kanzlerin auf, sie solle nicht weiter auf Wunsch der Waffenlobby Rüstungsgeschäfte betreiben. Merkel wies die Kritik zurück. Es handele sich bei der geplanten Lieferung um Grenzsicherungsboote. Inzwischen ist die Kanzlerin in Nigeria eingetroffen, der letzten Station ihrer Afrika-Reise. Dort will sie sich unter anderem mit Präsident Goodluck Jonathan treffen.

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Nach der US-Agentur "Moody's" droht nun auch die führende chinesische Ratingagentur Dagong mit der Herabstufung der Kreditwürdigkeit der USA. Diese werde voraussichtlich auch dann erfolgen, wenn sich der Kongress und das Weiße Haus noch auf eine Erhöhung der Schuldenobergrenze einigten, da die US-Regierung keine wirkliche Politik zur Verringerung des Haushaltsdefizits hätten, heißt es in einem Papier Dagongs. China ist größter Kreditgeber der USA und hielt nach Angaben des US-Finanzministeriums im April 1,15 Billionen US-Dollar an Schatzanleihen. "Moody's" hatte am Mittwoch damit gedroht, den USA wegen des Haushaltsstreits die Bestnote "AAA" zu entziehen. Dagong hat die Kreditwürdigkeit der USA dagegen schon länger deutlich schwächer eingestuft und bereits im November von "AA" auf "A+" herabgesetzt. Am Mittwoch war eine weitere Verhandlungsrunde zwischen US-Präsident Barack Obama und den Republikanern über eine Anhebung der Schuldengrenze ergebnislos verlaufen.

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Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler hat an die Bürger appelliert, angesichts der schwelenden Euro-Schuldenkrise Ruhe zu bewahren. Ein Überspringen der Krise auf Italien sei unwahrscheinlich, sagte Rösler der "Rheinischen Post". Die Fundamentaldaten der italienischen Wirtschaft würden stimmen. Italien sei in der Lage, seine Hausaufgaben selbst zu erledigen, versicherte Rösler. Der Wirtschaftsminister ergänzte, auch für Griechenland werde es eine Lösung geben. Sein Ministerium bereite konkrete Unterstützungsangebote für die griechische Wirtschaft vor. Wichtig sei, dass auch die deutschen Unternehmen bei einem künftigen Wachstum in Griechenland profitieren könnten.

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Die indische Regierung hat die Zahl der Toten bei der Anschlagsserie in der Finanzmetropole Mumbai auf 17 nach unten korrigiert. Außerdem seien bei den drei koordinierten Anschlägen rund 130 Menschen verletzt worden, sagte Innenminister Palaniappan Chidambaram in Mumbai. Es gebe weiterhin keine heiße Spur, welche Terrorgruppe hinter den Attentaten stehe. Auch habe es keine Hinweise der Geheimdienste gegeben. Ministerpräsident Manmohan Singh rief die Menschen unterdessen auf, Ruhe zu bewahren. Innerhalb weniger Minuten waren am Mittwoch drei Sprengsätze in belebten Vierteln der Stadt explodiert. International wurde die Anschlagserie scharf verurteilt. Die wahllose Gewalt gegen Zivilisten sei durch nichts zu rechtfertigen, sagte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon. US-Präsident Barack Obama sprach von einem abscheulichen Angriff. Bundeskanzlerin Angela Merkel sicherte Indien die Solidarität Deutschlands im Kampf gegen den Terrorismus zu.

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Bundesaußenminister Guido Westerwelle ist in der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá, der zweiten Station seiner Amerika-Reise, eingetroffen. Auf dem Programm steht unter anderem ein Gespräch mit Staatspräsident Juan Manuel Santos. Kolumbien gehört derzeit ebenso wie Deutschland als nicht-ständiges Mitglied dem UN-Sicherheitsrat an. Für das lateinamerikanische Land ist die Bundesrepublik zudem der wichtigste Handelspartner in der Europäischen Union. Weitere Stationen der Reise Westerwelles werden bis Sonntag noch Mexiko und Haiti sein. Zuvor war der FDP-Politiker zu Besuch bei den Vereinten Nationen in New York.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden und Nordwesten teils kräftige Niederschläge, örtlich Überflutungsgefahr. Von der Lausitz bis zum Schwarzwald freundlich mit etwas Sonne und geringe Schauerneigung. Tageshöchstwerte um 16 Grad an der Saar und bis 22 Grad an der Neiße. DIE WEITEREN AUSSICHTEN: Am Freitag im Süden teils heiter, sonst Wechsel aus Wolken und Schauern. Etwas milder mit Tageswerten zwischen 16 und 24 Grad.

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