1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

14.06.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 08:39

Nachrichten von Dienstag, 14. Juni 2016 – langsam gesprochen als MP3

Medien: Polizistenmörder wegen Terrorismus vorbestraft:

In einem Pariser Vorort ist ein französischer Polizist vor seinem Haus mit mehreren Messerstichen getötet worden. Der Angreifer, der sich nach der Tat im Haus des Opfers verschanzte, wurde später von Mitgliedern einer Spezialeinheit erschossen, wie das französische Innenministerium mitteilte. Die Sicherheitskräfte hätten nach der Erstürmung die Leiche der Lebenspartnerin des Polizisten im Haus gefunden. Ihr dreijähriges Kind habe die Attacke überlebt. Nach Berichten der französischen Nachrichtenagentur AFP soll sich der Mann in Telefonaten mit der Polizei auf die Terror-Organisation "Islamischer Staat" (IS) berufen haben. Laut Medien war der 25-Jährige 2013 wegen Terrorismus zu drei Jahren Haft verurteilt worden, sechs Monate der Strafe wurden demnach zur Bewährung ausgesetzt.

Orlando-Attentäter früher selbst Gast im "Pulse"-Nachtclub:

Der Attentäter von Orlando ist nach Augenzeugenberichten früher selbst Gast in dem Nachtclub "Pulse" für Homosexuelle gewesen und hat über einschlägige Handy-Apps Kontakte zu anderen Männern gesucht. Medien zitieren Gäste des Clubs, die Omar Mateen dort regelmäßig sahen. Andere Gäste gaben an, sie hätten über Dating-Apps für Schwule Kontakt mit Mateen gehabt. Der 29-Jährige hatte in der Nacht zum Sonntag den Club "Pulse" in Orlando im US-Staat Florida mit Schusswaffen angegriffen und Gäste als Geiseln genommen. Ein Sondereinsatzkommando der Polizei griff später ein und erschoss den Attentäter. Insgesamt wurden 50 Menschen getötet und mehr als 50 verletzt. Der Weltsicherheitsrat verurteilte am Montagabend in einer einstimmig verabschiedeten Erklärung den "Terrorangriff", dem "Menschen wegen ihrer sexuellen Orientierung" zum Opfer gefallen seien.

Trump entzieht "Washington Post" Akkreditierung für Wahlkampf :

Aus Verärgerung über kritische Artikel hat der designierte US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump die "Washington Post" von der Berichterstattung über seine Wahlkampfauftritte ausgeschlossen. In einer Botschaft im Internetdienst Twitter bezeichnete der Republikaner die renommierte Tageszeitung als "unehrlich und verlogen". Wegen ihrer "unglaublich fehlerhaften Berichterstattung" werde der Zeitung umgehend die Akkreditierung für seine Wahlkampfveranstaltungen entzogen. Der Chefredakteur des Blattes, Martin Baron, wies die Anschuldigungen zurück und warf Trump einen "Verstoß gegen die Arbeit einer freien und unabhängigen Presse" vor. Seine Zeitung werde weiter über Trumps Wahlkampf berichten, "und zwar wie bisher: ehrlich, wahrhaftig, präzise, energisch und furchtlos".

Abu Sayyaf-Islamisten ermorden weitere Geisel:

Auf den südlichen Philippinen hat die Terrormiliz Abu Sayyaf eine weitere kanadische Geisel ermordet. Das bestätigten die Regierungen beider Länder. Bereits im April hatten die Extremisten einen Kanadier getötet. Die beiden Männer sowie eine Philippinerin und ein Norweger waren im September vorigen Jahres von der Terrorgruppe verschleppt worden. Für jeden der Gekidnappten verlangten die Islamisten ein Lösegeld in Höhe mehrerer Millionen Dollar. Zuletzt war laut Medienberichten ein weiteres Ultimatum der Entführer verstrichen. Kanadas Regierungschef Justin Trudeau betonte, seine Regierung werde niemals Lösegeld an Terroristen zahlen.

Amnesty wirft Libyen Misshandlung von Flüchtlingen vor:

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International wirft der libyschen Küstenwache schwere Vergehen im Umgang mit Bootsflüchtlingen im Mittelmeer vor. Diese würden auf dem Meer aufgegriffen, geschlagen und beschossen, teilte Amnesty mit. Dies habe eine jüngste Befragung von 90 Flüchtlingen auf Sizilien und in Apulien durch ein Amnesty-Team ergeben. Viele der Geflüchteten würden zudem in libysche Haftzentren gebracht, wo ihnen Folter und Misshandlung drohten. In einem Fall habe die libysche Küstenwache sogar ein sinkendes Boot mit etwa 120 Flüchtlingen verlassen, ohne den Notleidenden zu helfen, so Amnesty. Die Menschenrechtsorganisation kritisierte auch die EU-Pläne für eine engere Zusammenarbeit mit Libyen. Diese würden die Menschenrechtsverletzungen weiter befeuern.

Die Redaktion empfiehlt

WWW-Links

Audio und Video zum Thema