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Nachrichten

14.06.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Bundesaußenminister Guido Westerwelle hat seinen Besuch in Israel und den Palästinensergebieten mit einem Besuch auf dem Ölberg in Jerusalem begonnen. Westerwelle wollte sich dort unter anderem ein Bild vom israelischen Siedlungsbau im von Israel annektierten Ostteil der Stadt verschaffen. Der Außenminister reiste von dort weiter zu einem Treffen mit dem palästinensischen Ministerpräsidenten Salam Fajad nach Ramallah im Westjordanland. Am Nachmittag will er in Jerusalem mit dem israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu und Außenminister Avigdor Lieberman zusammenkommen. Bei seinen politischen Gesprächen geht es vor allem um den Stillstand im Nahost-Friedensprozess. Westerwelle warnte in einem Interview des Deutschen Fernsehens vor einer einseitigen Ausrufung eines Palästinenserstaates. Dies werde den Friedensprozess ebenso gefährden wie die Fortsetzung des israelischen Siedlungsbaus. Der FDP-Politiker wird begleitet von Entwicklungsminister Dirk Niebel, der sich im Gazastreifen über deutsch-palästinensische Entwicklungsprojekte informieren will.

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US-Außenministerin Hillary Clinton hat die afrikanischen Staaten aufgefordert, den Druck auf den libyschen Machthaber Muammar al-Gaddafi zu erhöhen. Gaddafi müsse zu einer Waffenruhe und zur Abgabe der Macht gezwungen werden, sagte Clinton in einer Rede am Sitz der Afrikanischen Union in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba. Die afrikanischen Länder sollten Diplomaten Gaddafis ausweisen und den Übergangsrat der libyschen Aufständischen unterstützen, verlangte Clinton weiter. Die Afrikanische Union hat einen Waffenstillstand im Libyen-Konflikt verlangt, aber keine eindeutige Position zur Zukunft Gaddafis bezogen.

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Aus Libyen werden neue Kämpfe zwischen den Truppen von Machthaber Muammar al-Gaddafi und den Aufständischen gemeldet. Soldaten des Regimes hätten in der von den Rebellen gehaltenen Stadt Misrata eine Öl-Raffinerie mit Raketen beschossen und schwer beschädigt, berichtete ein Korrespondent der Agentur Reuters. Zuvor war es den Rebellen gelungen, die Front in Richtung auf die westlich von Misrata gelegene Küstenstadt Sintan vorzuschieben. Östlich von Misrata lockten Gaddafi-Truppen Aufständische in einen Hinterhalt und töteten 21 von ihnen, wie ein Anführer der Rebellen mitteilte.

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Die syrische Armee setzt nach der Niederschlagung von Protesten in der Stadt Dschisr al-Schogur ihre Offensive gegen Kritiker des autoritären Regimes von Präsident Baschar al-Assad fort. Flüchtlinge und Augenzeugen berichteten, die Streitkräfte stünden noch 14 Kilometer vor der Stadt Maarat al-Numaan, in der es ebenfalls Demonstrationen gegen Assad gegeben habe. Immer mehr Syrer flüchten vor der Gewalt des Regimes ins Ausland. Nach Medienberichten stieg die Zahl der Flüchtlinge in der Türkei auf knapp 7000. Die UN berichteten zudem von 5000 syrischen Flüchtlingen im Libanon. - Die USA forderten Assad erneut zum Gewaltverzicht auf. Assad müsse einen Dialog mit der Opposition beginnen und den Übergang zu mehr politischer Freiheit anführen, sagte ein Sprecher von US-Präsident Barack Obama in Washington.

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Die Justiz in Tunesien will dem im Januar gestürzten Präsidenten Zine El Abidine Ben Ali vom 20. Juni an in Abwesenheit den Prozess machen. Dies teilte der Chef der Übergangsregierung, Beji Caid Essebsi, im arabischen Fernsehsender Al Dschasira mit. Ben Ali war nach seinem Sturz nach Saudi-Arabien geflohen. Auf Forderungen Tunesiens, ihn auszuliefern, reagierte Saudi-Arabien nach Essebsis Angaben bislang nicht. Ben Ali wird vorgeworfen, er und sein Clan hätten sich während seiner Jahrzehnte währenden Herrschaft hemmungslos bereichert.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Wechsel von Sonne und Wolken. Vor allem südlich des Mains sowie in der Osthälfte kann es einzelne Schauer und Gewitter geben. Tageshöchstwerte um 17 Grad auf Sylt und bis 25 Grad im Breisgau. Die weiteren Aussichten: Am Mittwoch Wechsel von Wolken und größeren Aufheiterungen, besonders im Mittelgebirgsraum Schauer, sonst meist trocken.

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