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Nachrichten

14.05.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Bei der vorgezogenen Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen haben SPD und Grüne eine satte Mehrheit geholt und können nun mit absoluter Mehrheit weiterregieren. Die CDU erlebte hingegen ein beispielloses Debakel und musste das bisher schlechteste Ergebnis im bevölkerungsreichsten Bundesland hinnehmen. Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis kam die SPD auf 39,1 Prozent, die Grünen auf 11,3 Prozent. Die CDU stürzte auf 26,3 Prozent ab. Die FDP schaffte mit 8,6 Prozent den Wiedereinzug in den Landtag, die Piraten sind mit 7,8 Prozent ebenfalls vertreten. Dagegen scheiterte die Linke mit 2,5 Prozent an der Sperrklausel. Im Düsseldorfer Landtag kommt die SPD danach auf 99 Sitze, die CDU auf 67, die Grünen auf 29, die FDP auf 22 und die Piraten auf 20 Sitze. SPD und Grüne haben danach eine deutliche Mehrheit von 128 Mandaten im 237 Sitzen umfassenden Landtag. - Unmittelbar nach der ersten Prognose am Sonntagabend hatte der Spitzenkandidat der CDU, Bundesumweltminister Norbert Röttgen, seinen Rücktritt vom Vorsitz der Landespartei in NRW bekannt gegeben.

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In Griechenland will Staatspräsident Karolos Papoulias weiter für die Bildung einer tragfähigen Koalitionsregierung kämpfen. Er kündigte am Sonntagabend überraschend an, dass er die Gespräche mit den Parteien an diesem Montag fortsetzen will. Sollten diese scheitern, müssten spätestens am 17. Juni Neuwahlen stattfinden. Zuvor waren Unterredungen mit den drei größten griechischen Parteien - den Konservativen, dem Bündnis der Radikalen Linken und den Sozialisten - weitgehend ohne Ergebnis geblieben. Am Abend sprach Papoulias dann auch mit den Vorsitzenden der kleineren Parteien.

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Die Euro-Finanzminister kommen in Brüssel zusammen, um sich mit der Lage in Griechenland und Spanien zu befassen. Ein weiteres Thema ist die Besetzung mehrerer Spitzenposten, darunter die Leitung der Eurogruppe. Luxemburgs Regierungschef Jean-Claude Juncker will den Vorsitz der Euro-Finanzminister-Runde Ende Juni abgeben. Für das Amt gilt Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble als aussichtsreicher Kandidat. Er signalisierte bereits seine Bereitschaft, das Amt zu übernehmen. Schäubles Berufung dürfte allerdings auch vom Einverständnis des neu gewählten französischen Präsidenten François Hollande abhängen, der sich in der Frage noch nicht festgelegt hat.

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Nach den Milliardenverlusten bei JPMorgan müssen einem Medienbericht zufolge drei Führungskräfte der US-Großbank ihren Hut nehmen. Unter anderem soll nach Angaben der Zeitung "Wall Street Journal" die langjährige Leiterin der Risikomanagementabteilung, Ina Drew, ihren Rücktritt bekannt geben. Bei den beiden anderen handelt es sich demnach um zwei leitende Angestellte in dem Londoner Büro, von dem die fehlgeschlagenen riskanten Transaktionen ausgegangen waren. Das New Yorker Geldinstitut hatte am Donnerstag eingeräumt, mit komplexen Finanzprodukten in den vergangenen sechs Wochen zwei Milliarden Dollar verloren zu haben. JPMorgan-Investmentchefin Drew ist eine der einflussreichsten Frauen an der Wall Street und erhielt im vergangenen Jahr ein Gehalt von 15,5 Millionen Dollar.

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Der wegen eines falschen akademischen Titels in seinem Lebenslauf unter Druck geratene Yahoo-Chef Scott Thompson verlässt den US-Internetkonzern mit sofortiger Wirkung. Der bisher fürs Werbegeschäft zuständige Ross Levinsohn übernimmt nach Angaben von Yahoo nun den Chefposten, allerdings ausdrücklich nur als Zwischenlösung. Thompson stand seit Tagen unter Dauerfeuer des Großaktionärs Daniel Loeb, weil in seinem offiziellen Lebenslauf ein Bachelor-Abschluss in Computerwissenschaften aufgeführt war, den er gar nicht besitzt. Es ist schon der zweite unrühmliche Abgang eines Yahoo-Chefs binnen weniger Monate. Thompson war erst zu Jahresbeginn angetreten. Seine Vorgängerin Carol Bartz war gefeuert worden, weil sie es nicht geschafft hatte, den Umsatzschwund zu stoppen. Yahoo steht in scharfer Konkurrenz zu Google und Facebook bei der lukrativen Werbung im Internet.

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