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Nachrichten

14.05.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Auf dem FDP-Parteitag in Rostock hat der neue Vorsitzende Philipp Rösler die bisherige Regierungsarbeit der schwarz-gelben Koalition verteidigt. Den Menschen in Deutschland gehe es heute besser als zu Zeiten der großen Koalition, sagte der Bundeswirtschaftsminister in seiner Grundsatzrede. Zugleich gab er Fehler zu. Notwendige Projekte seien zu lange zurückgestellt worden. Rösler war am Freitag mit 95 Prozent zum Nachfolger von Guido Westerwelle gewählt worden. Der 38-Jährige soll Westerwelle auch als Vizekanzler beerben. Rösler bedankte sich in Rostock bei Westerwelle für dessen Arbeit. Westerwelle will sich auf das Amt des Außenministers konzentrieren. Im europapolitischen Teil seiner Rede kritisierte Rösler die dänischen Pläne zur Wiedereinführung von Grenzkontrollen. Solche Kontrollen seien ein "Relikt aus vergangenen Tagen".

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Deutschland benötigt nach Ansicht des Chefs der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-Jürgen Weise, in den kommenden Jahren zwei Millionen qualifizierte Zuwanderer, um den Fachkräftemangel auszugleichen. Ohne gezielte Zuwanderung werde es nicht gehen, sagte Weise der Tageszeitung "Die Welt". Bis 2025 werde eine Lücke von sechs bis sieben Millionen Fachkräften entstehen. Diese lasse sich durch einheimische Arbeitskräfte "vielleicht zur Hälfte füllen". Weise warnte zudem vor einer Abwanderung von Firmen ins Ausland. Die Unternehmen würden "im schlimmsten Fall dorthin verlagern, wo sie Fachkräfte fänden.

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Die USA haben den libyschen Rebellen diplomatisch den Rücken gestärkt. Der Sicherheitsberater von US-Präsident Barack Obama, Thomas Donilon, erklärte, der von den Rebellen gebildete Übergangsrat repräsentiere das libysche Volk, Machthaber Muammar al-Gaddafi habe sein Recht zu regieren verloren. Donilon äußerte sich nach einem Treffen mit dem Chef des Rates, Mahmud Dschibril, in Washington. Die von Dschibril angestrebte volle diplomatische Anerkennung als Übergangsregierung durch die USA konnte er aber nicht erreichen. Bislang wird der Rat mit Sitz in Bengasi nur von Großbritannien, Frankreich, Italien, Katar und Gambia als einziger legitimer Vertreter Libyens anerkannt. An diesem Samstag wird Dschibril in Paris von Präsident Nicolas Sarkozy empfangen.

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Das pakistanische Parlament hat die US-Kommandoaktion zur Tötung von Al-Kaida-Chef Osama bin Laden als einen Angriff auf die Souveränität des Landes verurteilt. Zugleich verlangen die Abgeordneten in einer einstimmig verabschiedeten Resolution, dass die Aktion vor knapp zwei Wochen in der Stadt Abottabad von einer unabhängigen Kommission untersucht werde müsse. Die Regierung in Islamabad will dies bislang Pakistans Streitkräften überlassen. Gefordert werden ferner eine Überprüfung der militärischen Zusammenarbeit mit den USA sowie eine Beendigung der amerikanischen Drohnenangriffe gegen Extremisten im Grenzgebiet zu Afghanistan. Andernfalls müsse Pakistan den Nachschub für die NATO-Truppen in Afghanistan unterbrechen.

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Eine syrische Armee-Einheit ist in die Kleinstadt Tel Kalach an der Grenze zum Libanon eingerückt. Der Aufmarsch diene dazu, Proteste gegen das Regime von Präsident Baschar al-Assad zu ersticken, meldeten Oppositionelle. Das Militär errichtete Sperren an den Ortszugängen. Ein Augenzeuge berichtete, Sicherheitskräfte hätten in der Stadt drei Menschen erschossen und mehrere verletzt. Aus Tel Kalach waren in den vergangenen Tagen rund 1000 Bewohner über den Grenzfluss Kabir in den Libanon geflohen. Erst am Freitag waren bei neuen Massenprotesten gegen das syrische Regime nach Angaben von Aktivisten acht Demonstranten getötet worden. Informationsminister Adnan Mahmud erklärte, die Regierung wolle demnächst einen "nationalen Dialog in allen Bezirken des Landes" führen. Regimegegner bezweifelten die Ernsthaftigkeit der Ankündigung.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Nach Osten hin noch längere Zeit wolkig, aber trocken. Von Westen her Schauer und Gewitter. Höchstwerte von 16 bis 23 Grad, an den Küsten kühler.

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