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Langsam gesprochene Nachrichten

14.04.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 06:42

Nachrichten von Freitag, 14. April 2017 – langsam gesprochen als MP3

Druck auf Nordkorea wächst - USA erwägen angeblich Präventivschlag:

Im Streit um Nordkoreas Atom- und Raketenprogramm erhöhen die USA den Druck auf das kommunistische Regime in Pjöngjang. Die US-Streitkräfte seien darauf vorbereitet, einen Präventivschlag auszuführen, sollte Washington davon überzeugt sein, dass Nordkorea einen weiteren Atomwaffentest vornehmen wolle, berichtete der Fernsehsender NBC unter Berufung auf Geheimdienstmitarbeiter. Zwei mit Marschflugkörpern bewaffnete US-Zerstörer befänden sich in der Nähe der koreanischen Halbinsel. Das US-Verteidigungsministerium lehnte eine Stellungnahme zu dem Bericht ab. Experten zufolge steht ein nordkoreanischer Atomwaffentest möglicherweise kurz bevor. So könnte Pjöngjang etwa anlässlich des 105. Geburtstags des verstorbenen Staatsgründers Kim Il Sung an diesem Samstag einen nuklearen Sprengsatz zünden, hieß es. US-Präsident Donald Trump hatte in den vergangenen Tagen mehrmals damit gedroht, das Atomprogramm Nordkoreas notfalls im Alleingang zu stoppen, wenn China seinen Verbündeten nicht zur Raison bringe.

 

Evakuierung von vier syrischen Städten begonnen:

Nach mehrtägiger Verzögerung hat nach Korrespondentenberichten in Syrien die zwischen Regierung und Rebellen vereinbarte Evakuierung von Zivilisten aus vier belagerten Städten begonnen. Nach der unter Vermittlung von Katar und dem Iran zustande gekommenen Vereinbarung sollen insgesamt mehr als 30.000 Menschen aus den von Rebellen belagerten Städten Fua und Kafraja sowie aus den von Regierungstruppen umzingelten Städten Madaja und Sabadani gebracht werden. Durch die jahrelange Belagerung gibt es in den vier Städten kaum Lebensmittel und medizinische Versorgung. Katar unterstützt im syrischen Bürgerkrieg die Rebellen, der Iran die Regierung von Staatschef Baschar al-Assad.

 

USA setzen größte nicht-atomare Bombe ein - 36 Tote:

Im Kampf gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat", IS, in Afghanistan haben die USA erstmals ihre größte nicht-atomare Bombe abgeworfen. Sie hat eine Sprengkraft von elf Tonnen TNT. Ein Pentagon-Sprecher erklärte, Ziel seien Höhlen- und Tunnel-Komplexe der Dschihadistenmiliz in der östlichen Provinz Nangarhar gewesen. Dort war am vergangenen Wochenende ein US-Soldat im Einsatz gegen die Dschihadisten getötet worden. Nach Angaben des afghanischen Verteidigungsministeriums wurden durch die Bombe mindestens 36 IS-Kämpfer getötet.

 

Internationale Afghanistan-Konferenz in Russland:

Russland richtet an diesem Freitag eine internationale Afghanistan-Konferenz mit Staaten der Region aus. Moskau will auf diesem Weg versuchen, Gespräche zwischen den radikalislamischen Taliban und der afghanischen Regierung in Gang zu bringen. Vertreter von NATO-Staaten oder der Vereinten Nationen sind nicht beteiligt. Bisher scheiterte ein Friedensprozess in Afghanistan vor allem an der mangelnden Bereitschaft der Taliban, mit Kabul zu verhandeln. Das Auswärtige Amt in Berlin hob erst kürzlich hervor, dass das internationale Engagement in Afghanistan nur dann zu dauerhafter Stabilität beitragen könne, wenn endlich ein Friedensprozess in Gang komme.

 

Erdogan bleibt im Fall Yücel auf Konfrontationskurs:

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat eine Freilassung des inhaftierten deutsch-türkischen Journalisten Deniz Yücel ausgeschlossen. So lange er Präsident sei, werde der Korrespondent der Tageszeitung "Die Welt" nicht nach Deutschland zurückkehren, sagte Erdogan in einem Interview. Da die Bundesrepublik die Auslieferung terrorverdächtiger türkischer Staatsbürger verweigere, würden Deutsche wie Yücel auch nicht überstellt. Die Bundesregierung fordert die Freilassung des Journalisten, der in der Türkei unter Terrorverdacht in Untersuchungshaft sitzt. Beweise für die Vorwürfe legten bislang weder die Justiz noch Erdogan vor.

 

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