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Nachrichten

14.04.2015 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 06:35

Nachrichten von Dienstag, 14. April 2015 – langsam gesprochen als MP3

Trauer um Günter Grass:

Nach dem Tod von Literaturnobelpreisträger Günter Grass haben Vertreter aus Politik und Gesellschaft und Kultur das Lebenswerk des deutschen Schriftstellers gewürdigt. Grass habe "mit seiner Literatur und seiner Kunst die Menschen in unserem Land bewegt, begeistert und zum Nachdenken gebracht", schrieb Bundespräsident Joachim Gauck an dessen Witwe. Bundeskanzlerin Angela Merkel erklärte, Grass habe die deutsche Nachkriegsgeschichte mit seinem politischen, künstlerischen und gesellschaftlichen Wirken "wie nur wenige begleitet und geprägt". Kulturstaatsministerin Monika Grütters sagte, das literarische Vermächtnis von Grass werde neben dem von Goethe stehen. Die Schriftstellervereinigung PEN-Zentrum Deutschland betonte, Grass' Tod sei ein Verlust für Deutschland und die Weltliteratur. Günther Grass war am Montag in einem Lübecker Krankenhaus an einer plötzlichen schweren Erkrankung im Alter von 87 Jahren gestorben. Die Stadt Lübeck bereitet eine Trauerfeier vor.

Pentagon: IS verliert 25 Prozent seiner Gebiete im Irak:

Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) hat nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums seit Beginn der internationalen Luftangriffe im August vergangenen Jahres mindestens 25 Prozent ihres Territoriums im Irak verloren. Ein Pentagon-Sprecher sagte, insbesondere im Norden und im Zentrum des Irak hätten die Extremisten weniger Gebiete unter ihrer Kontrolle. Am Dienstag wollen der irakische Regierungschef Haider al-Abadi und US-Präsident Barack Obama in Washington über das weitere Vorgehen gegen den IS im Irak beraten. Zur Lage in Syrien sagte der Sprecher, dort habe der IS "seinen umfassenden Einfluss behalten". Die Extremisten hätten zwar das Gebiet rund um die Stadt Kobane an der Grenze zur Türkei verloren, dafür aber Gebiete rund um Damaskus und Homs erobert.

Außenminister fordern Stopp der Kämpfe in Ostukraine:

Nach ihrem Treffen in Berlin haben die Außenminister von Deutschland, Frankreich, Russland und der Ukraine die Konfliktparteien in der Ostukraine zur Einhaltung der Waffenruhe aufgerufen. Die erneuten Kämpfe vom Wochenende gäben Anlass für "tiefe Besorgnis", erklärte das Auswärtige Amt. Man rufe alle Seiten auf, den Abzug schwerer Waffen endgültig abzuschließen, hieß es weiter. Prorussische Separatisten kämpfen im Osten der Ukraine seit Monaten gegen die ukrainische Armee. Am 12. Februar unterzeichneten beide Seiten in der weißrussischen Hauptstadt Minsk einen Friedensfahrplan. Seitdem sind die Gefechte zwar abgeflaut, doch es gibt trotzdem immer wieder Tote. Auch der Abzug der schweren Waffen sowie die Umsetzung der anderen Punkte der Vereinbarung kommen kaum voran.

Von der Leyen beginnt Besuch im Baltikum:

Vor dem Hintergrund des Ukraine-Konflikts ist Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen für zwei Tage ins Baltikum gereist. Bei ihren politischen Gesprächen in Estland, Lettland und Litauen soll die Ukraine-Krise im Mittelpunkt stehen. Die drei ehemaligen Sowjetrepubliken grenzen an Russland und fühlen sich von dem mächtigen Nachbarn bedroht. Die Nato hat im Zuge der Krise unter anderem die Luftraumüberwachung über dem Baltikum deutlich verstärkt. Daran beteiligte sich im vergangenen Jahr turnusgemäß auch die Bundeswehr.

Hohe Haftstrafen für Ex-Blackwater-Söldner:

Ein US-Gericht hat gegen vier Ex-Mitarbeiter der privaten US-Sicherheitsfirma Blackwater lange Gefängnisstrafen verhängt. Einer der Angeklagten muss wegen Mordes lebenslang in Haft, die anderen drei kommen wegen Totschlags für jeweils 30 Jahre hinter Gitter. Die Geschworenen des Gerichts hatten die US-Söldner im Alter von 31 bis 35 Jahren bereits im Oktober 2014 für schuldig befunden. Die Männer hatten im Jahr 2007 in Bagdad in eine Menschenmenge geschossen und dabei nach Ansicht des Gerichts 14 irakische Zivilisten getötet sowie 18 weitere verletzt. Sie hatten angegeben, angegriffen worden zu sein. Die Tat hatte weltweit für Empörung gesorgt.

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