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Nachrichten

14.04.2011 - Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Der Bundestag berät über die ethisch schwierige Frage der so genannten Präimplantationsdiagnostik. Es geht darum, ob Gentests an künstlich erzeugten Embryonen vor Einpflanzung in den Mutterleib strikt verboten werden - oder ob begrenzte Ausnahmen möglich sind. Dem Parlament liegen drei Gesetzentwürfe vor. Sie reichen von einem kompletten Verbot, über ein Verbot mit Ausnahmen bis zu einer Zulassung mit strengen Auflagen. Die Befürworter der Präimplantationsdiagnostik unter strengsten Auflagen sehen in der Methode ein Mittel, um Paaren mit schweren erblichen Vorbelastungen die freie Entscheidung für ein Kind zu erleichtern. Die Gegner befürchten Missbrauch und warnen vor "Designer-Kindern" aus dem Reagenzglas. - Die meisten Unterstützer zählt eine Initiative der Abgeordneten Ulrike Flach (FDP), Carola Reimann (SPD) und Peter Hintze (CDU). Danach soll die Untersuchung der künstlich erzeugten Embryonen vor Einpflanzung in den Mutterleib nur dann zulässig sein, wenn ein Elternteil eine schwerwiegende Erbkrankheit in sich trägt oder mit einer Fehl- oder Totgeburt zu rechnen ist.

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Das Bundeskartellamt begrüßt einen baldigen Ausstieg aus der Atomkraft. Der Wettbewerb auf dem deutschen Energiemarkt könne sich durch Strukturveränderungen beleben und die derzeitige Vormachtstellung der großen vier Konzerne RWE, Eon, Vattenfall und EnBW schwächen, sagte der Präsident der Behörde, Andreas Mundt, der "Süddeutschen Zeitung". Zurzeit kontrollierten diese Unternehmen 80 bis 85 Prozent des Marktes. Im Zuge eines Atomausstieges, so Mundt, könnten andere Wettbewerber, etwa Anbieter regenerativer Energien, Marktanteile hinzugewinnen. Hinzu käme die Öffnung der Märkte in Europa.

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US-Präsident Barack Obama hat seine Pläne zum Abbau der Staatsschulden vorgelegt. Über einen Zeitraum von zwölf Jahren soll das amerikanische Haushaltsdefizit insgesamt um vier Billionen Dollar gesenkt werden. Jeder müsse Opfer bringen, so Obama in einer Grundsatzrede an der George-Washington-Universität. Seine Pläne sehen unter anderem Einschnitte in der Gesundheitsversorgung und dem Verteidigungshaushalt, aber auch Steuererhöhungen vor. Den Republikanern ist das zu wenig, um den Schuldenberg von rund 14 Billionen Dollar abzubauen. Sie fordern Kürzungen von 5,8 Billionen Dollar.

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Über das künftige Vorgehen in Libyen beraten die Außenminister der NATO an diesem Donnerstag in Berlin. In der Allianz gibt es eine heftige Kontroverse über den Umfang des internationalen Militäreinsatzes in dem nordafrikanischen Land. Frankreich und Großbritannien machen die NATO für die festgefahrene Lage in Libyen verantwortlich und fordern stärkere Angriffe gegen Stellungen des Machthabers Muammar al-Gaddafi. An den Beratungen in Berlin nimmt auch US-Außenministerin Hillary Clinton teil. Die USA haben sich aus der Führung des Militäreinsatzes in Libyen zurückgezogen. Einige Verbündete wünschen sich inzwischen aber wieder eine aktivere Rolle der US-Streitkräfte.

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In Ägypten soll der des Machtmissbrauchs beschuldigte frühere Präsident Husni Mubarak nach Medienberichten bereits Anfang nächster Woche vor Gericht erscheinen. Wie der arabische Nachrichtensender Al-Dschasira unter Berufung auf das ägyptische Staatsfernehen berichtet, sollen auch Mubaraks Söhne Gamal und Alaa vor einem Kairoer Gericht befragt werden. Die Staatsanwaltschaft hatte jeweils 15 Tage Untersuchungshaft gegen den vor zwei Monaten gestürzten Mubarak und seine beiden Söhne erwirkt. Der 82-jährige Ex-Staatschef muss wegen seines schlechten Gesundheitszustands aber nicht ins Gefängnis.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Osten noch viele Wolken mit etwas Regen, sonst weitgehend trocken und etwas mehr Sonne. Höchsttemperaturen zwischen sieben Grad im Erzgebirge und 15 Grad am Oberrhein. Die weiteren Aussichten: Häufig sonnig, nach Osten hin wolkiger, aber meist trocken. Kühl, in freien Lagen Bodenfrostgefahr.

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