1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

14.03.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

***

An der Spitze der römisch-katholischen Kirche steht erstmals in ihrer zweitausendjährigen Geschichte ein Papst aus Lateinamerika. Der 76-jährige Argentinier Jorge Mario Bergoglio wurde von dem Konklave der 115 Kardinäle zum Nachfolger des zurückgetretenen Benedikt XVI. gewählt. Der neue Pontifex gibt sich den Namen Franziskus. Bergoglio gilt als bescheiden, volksnah und theologisch konservativ. Er ist das neue Oberhaupt für rund 1,2 Milliarden Katholiken weltweit. Bergoglio ist der 266. Papst in der Geschichte der katholischen Kirche und zugleich der erste Jesuit, der je zum Pontifex gewählt wurde. Bei der Papst-Wahl 2005 war Bergoglio der Hauptkonkurrent von Joseph Ratzinger, der sich damals indes durchsetzte und als Papst Benedikt XVI. acht Jahre die Kirche führte. Benedikt war Ende Februar als erster Papst seit etwa 600 Jahren zurückgetreten. Der 85-jährige Deutsche hatte die Entscheidung mit seinem fortgeschrittenen Alter begründet.

***

Nach der Wahl des argentinischen Kardinals Jorge Mario Bergoglio zum neuen Papst haben Politiker aus aller Welt Glückwünsche übermittelt. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon erklärte, er freue sich auf die Fortführung der Zusammenarbeit zwischen den Vereinten Nationen und dem Vatikan. EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso, EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy und EU-Parlamentspräsident Martin Schulz wünschten dem neuen Papst Mut und Stärke für sein neues Amt. Bundespräsident Joachim Gauck schrieb, die Menschen in Deutschland sähen dem Pontifikat voller Erwartung und Sympathie entgegen. Bundeskanzlerin Angela Merkel erklärte, über die katholische Christenheit hinaus erwarteten viele von dem neuen Papst Orientierung, nicht nur in Glaubensfragen, sondern auch, wenn es um Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung gehe. US-Präsident Barack Obama würdigte den neuen Papst als Vorkämpfer für die Armen. Argentiniens Staatspräsidentin Cristina Kirchner erklärte, sie wünsche dem neuen Papst eine fruchtbare Arbeit. Zur Amtseinführung werde sie nach Rom reisen.

***

Xi Jinping ist neuer Staatschef Chinas. Der Nationale Volkskongress wählte den Partei- und Militärchef in der Großen Halle des Volkes in Peking zum Nachfolger von Präsident Hu Jintao. Dieser zieht sich nach zehn Jahren aus seinen Ämtern zurück. Bei dem Votum für Xi Jinping gab es nur eine Gegenstimme und drei Enthaltungen unter den knapp 3000 Delegierten. Neuer Vizepräsident wurde Li Yuanchao, der aber 80 Gegenstimmen und 37 Enthaltungen hinnehmen musste. Während der zweiwöchigen Jahrestagung des nicht frei gewählten Volkskongresses soll auch die lange hinter den Kulissen ausgehandelte Verjüngung der Regierung abgesegnet werden. Am Freitag soll der 57-jährige Li Keqiang neuer Ministerpräsident werden und die Nachfolge des 70-jährigen Wen Jiabao übernehmen.

***

Syrische Regierungstruppen bombardieren nach Recherchen von Amnesty International weiter wahllos Zivilisten. Dabei würden auch Streubomben eingesetzt und ganze Viertel dem Erdboden gleichgemacht, erklärte die Menschenrechtsorganisation. Am 15. März jährt sich der Beginn des Volksaufstands in Syrien zum zweiten Mal. Amnesty forderte die Vereinten Nationen auf, den Internationalen Strafgerichtshof mit der Untersuchung der Verbrechen zu beauftragen. Durch ihre Untätigkeit sende die internationale Gemeinschaft ein verheerendes Signal an die Täter.

***

Der wegen Völkermord und Kriegsverbrechen angeklagte frühere Außenminister des Roten Khmer-Regimes in Kambodscha, Ieng Sary, ist tot. Wie das Völkermordtribunal in Phnom Penh mitteilte, starb Ieng im Alter von 87 Jahren. Er stand seit 2011 wegen der Verbrechen des Regimes zwischen 1975 und 1979 vor dem von den Vereinten Nationen unterstützten Sondergericht. Während der Terrorherrschaft der Roten Khmer unter Diktator Pol Pot starben schätzungsweise zwei Millionen Menschen. Sie kamen in Arbeitslagern oder Gefängnissen ums Leben, wurden bei Massenexekutionen ermordet oder verhungerten.

***

Die Leipziger Buchmesse öffnet an diesem Donnerstag ihre Tore für die Besucher. Bis zum Sonntag präsentieren sich auf dem Frühjahrstreffen der Buchbranche knapp 2100 Aussteller aus 43 Ländern. Sie zeigen mehr als 100.000 Titel, darunter 20.000 Neuerscheinungen. Umrahmt wird die Messe von Europas größtem Lesefestival "Leipzig liest". Zur Messe und zum Lesefest werden rund 160.000 Besucher erwartet. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels zeigte sich optimistisch. 2013 habe mit einem Umsatzplus von 1,7 Prozent "nahezu glänzend" begonnen, so Hauptgeschäftsführer Alexander Skipist.

Die Redaktion empfiehlt

WWW-Links

Audio und Video zum Thema