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Nachrichten

14.03.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Bundesaußenminister Westerwelle kann sich angesichts der Atom-Katastrophe in Japan vorstellen, die Laufzeitverlängerung für deutsche Atomkraftwerke auszusetzen. Die Sicherheit habe Vorrang vor Wirtschaftsinteressen, sagte der FDP-Chef in Berlin. Eine neue Risikoanalyse sei daher nötig. Wirtschaftsminister Brüderle (ebenfalls FDP) plädierte dafür, ein schnelleres Umsteuern auf regenerative Energien zu prüfen. Auch die Frage nach der Kohle-Energie stelle sich neu. Der bayerische Umweltminister Söder (CSU) forderte ebenfalls eine neue Diskussion über die von Union und Liberalen gegen heftigen Widerstand durchgesetzte Laufzeitverlängerung für Atommeiler.

TOKIO: In der von dem Erdbeben beschädigten Atomanlage Fukushima I hat es eine weitere Explosion gegeben. Nach Angaben der Regierung hatte sich im Reaktorblock 3 Wasserstoff angesammelt. Bei der Explosion wurden danach die Außenwände zerstört, die Stahlhülle des Reaktors blieb aber intakt. Bereits am Samstag hatte eine Wasserstoffexplosion die Betonhülle im Reaktorblock 1 zerstört. Unterdessen brach auch im zweiten Reaktorblock das Kühlsystem zusammen. Dies könne zu einer Überhitzung und damit zu einer weiteren Explosion führen, sagte ein Sprecher der Betreiberfirma.

TOKIO: Ein Nachbeben der Stärke 6,2 hat den Nordosten Japans erschüttert. Das Beben war auch in Tokio zu spüren. Das Epizentrum lag etwa 140 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt in Richtung der stark beschädigten Atomkomplexe Fukushima. Eine Tsunamiwarnung konnte wieder zurückgezogen werden. Unterdessen steigt die Zahl der Todesopfer. In der Präfektur Miyagi wurden nach Angaben der Nachrichtenagentur 2000 Leichen gefunden. Mehr als 600.000 Menschen mussten seit Freitag in Sicherheit gebracht werden. In der betroffenen Region werden Lebensmittel und Trinkwasser knapp.

TOKIO - Wegen des schweren Erdbebens in Japan hat die Internationale Eislauf-Union die Weltmeisterschaften in Tokio abgesagt. Das teilte der Verband nach Absprache mit den japanischen Behörden mit. Die WM war vom 21. bis 27. März in der japanischen Hauptstadt geplant. Ob die Titelkämpfe in einigen Wochen an einem anderen Ort stattfinden oder ganz abgesagt werden, hat der Eislauf-Weltverband noch nicht entschieden.

PARIS: Die Außenminister der sieben führenden Industrieländer und Russlands (G8) beraten in der französischen Hauptstadt über die Lage in Libyen und die Einrichtung einer Flugverbotszone über dem nordafrikanischen Land. Dabei kommen mit den Vertretern der USA, Großbritanniens, Frankreichs und Russlands vier der fünf ständigen Mitglieder des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen zusammen. Das höchste UN-Gremium soll sich noch im Laufe des Montags mit der Forderung der Arabischen Liga befassen, ein Flugverbot durchzusetzen. Unterdessen sind die Truppen des libyschen Staatschefs Gaddafi weiter auf dem Vormarsch gegen die von den Aufständischen gehaltenen Städte.

BAGDAD: Bei einem Selbstmordanschlag auf ein Armee-Hauptquartier in der Ortschaft Kanaan im Nordosten des Irak sind mindestens zehn Menschen getötet worden. 25 weitere seien verletzt worden, teilte die Polizei mit. Der Täter habe sein mit Sprengstoff beladenes Fahrzeug vor dem Hauptgebäude des Armeepostens in die Luft gesprengt. Die meisten Opfer seien Soldaten der irakischen Armee. Kanaan liegt 70 Kilometer nordöstlich von Bagdad in der Provinz Dijala, die lange Zeit als Hochburg des Terrornetzwerks El Kaida galt.

BERLIN: Eine Ermittlungskommission der deutschen Marine zu den Vorfällen auf dem Segelschulschiff "Gorch Fock" hat den abgesetzten Kommandanten entlastet. Das berichten mehrere Medien unter Berufung auf den abschließenden Untersuchungsbericht. Die Vorwürfe gegen Kapitän Schatz hätten sich zum großen Teil als nicht haltbar erwiesen. Offiziersanwärter hatten sich nach dem tödlichen Unfall einer Kadettin auf der "Gorch Fock" im November über unzumutbaren Drill und sexuelle Übergriffe beschwert. Kapitän Schatz war wegen der Vorwürfe Anfang des Jahres vom damaligen Verteidigungsminister zu Guttenberg vom Dienst suspendiert worden.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Süden und Südwesten freundlich und trocken. In der Mitte und im Norddeutschen Tiefland häufiger dichte Wolken und gebietsweise Regen. Höchstwerte zwischen sechs Grad an der Ostsee und bis zu 16 Grad am Oberrhein.

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