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Nachrichten

14.01.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen kommt auf Antrag Frankreichs an diesem Montag zu einer Sondersitzung über die Lage in Mali zusammen. Bei dem Treffen in New York sollen nach Medienangaben das militärische Engagement Frankreichs im Konflikt in dem westafrikanischen Wüstenstaat sowie mögliche weitere Schritte zur Stabilisierung der Lage erörtert werden. Die französische Luftwaffe unterstützt seit Freitag die malischen Streitkräfte in ihrem Kampf gegen Islamisten, die den Norden des Landes kontrollieren. Bei den Gefechten kamen nach Regierungsangaben mindestens elf Malier ums Leben, auch ein französischer Hubschrauberpilot wurde getötet. Das westafrikanische Land war nach einem Putsch im März vergangenen Jahres ins politische Chaos gestürzt. Die islamistische Gruppe Ansar Dine übernahm die Kontrolle über den Norden und führte dort das islamische Rechtssystem Scharia ein.

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Nach den schweren Anschlägen in der Provinzhauptstadt Quetta hat der pakistanische Ministerpräsident Raja Pervez Ashraf die Führung der betroffenen Provinz Baluchistan ausgewechselt. Der örtliche Regierungschef sei entlassen worden und der Gouverneur von Baluchistan übernehme die Regierungsgeschäfte, sagte Ashraf in einer Fernsehansprache. Der Ministerpräsident traf die Entscheidung nach tagelangen Protesten von Schiiten, die einen besseren Schutz verlangten. Bei dem Doppelanschlag in einem mehrheitlich von Schiiten bewohnten Viertel waren mindestens 86 Menschen getötet worden, mehr als 120 weitere wurden verletzt.

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Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck hat eine Mitverantwortung für das Desaster um den Berliner Hauptstadtflughafen eingeräumt. Was hier aufzuarbeiten sei, liege nicht in der Verantwortung eines Einzelnen, sondern sei von erheblicher Komplexität, sagte Platzeck der ARD. Wegen des Debakels um den Flughafen stellt der SPD-Politiker an diesem Montag im Potsdamer Landtag die Vertrauensfrage. Er will sich damit nach eigenen Worten die größtmögliche Legitimation verschaffen, bevor er an diesem Mittwoch wie geplant den Vorsitz im Aufsichtsrat der Flughafengesellschaft von Berlins Regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit übernimmt. Wegen Baumängeln war der Eröffnungstermin für den Airport in Schönefeld vor kurzem ein viertes Mal verschoben worden und ist jetzt wieder völlig unklar.

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Europas größter Autohersteller Volkswagen hat im vergangenen Jahr weltweit so viele Autos verkauft wie nie zuvor. 2012 sei der Absatz auf 9,07 Millionen Fahrzeuge gestiegen, teilte VW-Konzernchef Martin Winterkorn im Vorfeld der Internationalen Automobilmesse in Detroit mit. Dies seien 11,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Das Plus der Gruppe mit insgesamt zwölf Marken ging insbesondere auf Zuwächse in den USA, in China und in Lateinamerika zurück. Die Autobranche trifft sich ab diesem Montag auf der North American International Auto Show.

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Der deutsch-österreichische Schauspieler Christoph Waltz ist zum zweiten Mal mit dem US-Filmpreis Golden Globe ausgezeichnet worden. Die Jury würdigte ihn bei einer Gala in Los Angeles als besten männlichen Nebendarsteller für seine Rolle als Kopfgeldjäger im Western "Django Unchained" von Quentin Tarantino. 2010 hatte Waltz bereits für die Rolle des sadistischen SS-Manns Hans Landa in der Nazi-Satire "Inglourious Basterds" einen der renommierten Preise bekommen. In der Sparte "Fremdsprachiger Film" gewann der österreichische Regisseur Michael Haneke mit seinem Altersdrama "Liebe" die Trophäe. Die Golden Globes gelten traditionell als Barometer für den wichtigsten Filmpreis der Welt, die Oscars. Diese werden am 24. Februar verliehen.

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