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Aktuell Asien

14 Tote bei Selbstmordanschlag in Kabul

Bei einem Selbstmordanschlag auf einen Kleinbus in Afghanistans Hauptstadt Kabul sind mindestens 14 Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma getötet worden. Die radikalislamischen Taliban bekannten sich zu der Tat.

Der Attentäter habe sich dem Bus auf einer Hauptverkehrsstraße von Kabul in Richtung der Stadt Dschalalabad zu Fuß genähert und einen Sprengsatz gezündet, teilte die Polizei in der afghanischen Hauptstadt mit. Nach Angaben es Innenministeriums gab es neben den mindestens 14 Todesopfern bei dem Anschlag auch acht Verletzte.

Der frühere Polizeichef von Kabul, General Ajub Salangi, erklärte, in dem Kleinbus (Artikelbild) hätten Sicherheitskräfte aus Nepal gesessen, sogenannte Gurkhas. An der Straße, auf der sich der Anschlag ereignete, liegen zahlreiche Büros und Wohnareale der Vereinten Nationen. Sie werden oft von Gurkhas geschützt.

Selbstbezichtigung der Taliban

Die radikalislamischen Taliban bekannten sich im Kurznachrichtendienst Twitter zu der Tat. Das Attentat habe sich "gegen die Kräfte der Aggression" in Afghanistan gerichtet, erklärten die Rebellen.

Es war der erste Anschlag in Kabul seit Beginn des muslimischen Fastenmonats Ramadan am 6. Juni. Der Angriff zeigt, wie labil die Sicherheitslage in Afghanistan bleibt, seitdem der damalige Taliban-Anführer Mullah Achtar Mansur im Mai bei einem US-Drohnenangriff getötet wurde.

Acht Tote auf Marktplatz

Bei einem Anschlag auf einem Marktplatz in der afghanischen Nordprovinz Badachschan wurden mindestens acht Menschen getötet. Dies teilte ein Sprecher der Provinzregierung mit. Rund 30 weitere Menschen seien verletzt worden. Die Zahl der Toten könnte noch steigen, weil zum wöchentlichen Markttag viele Menschen vom Land ins Zentrum des Bezirks Kischm gekommen seien. Der Sprengstoff war offensichtlich an einem geparkten Motorrad befestigt. Bislang bekannte sich keine Organisation zu dem Anschlag.

wl/stu (dpa, afp, rtr)