14 Tote bei Familiendrama in Indien | Aktuell Asien | DW | 28.02.2016
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Aktuell Asien

14 Tote bei Familiendrama in Indien

In der Region Mumbai hat ein Mann offenbar fast seine gesamte Familie umgebracht und sich anschließend selbst getötet. Sein Motiv ist noch unklar. Die Polizei hofft auf eine Aussage der einzig überlebenden Schwester.

Nachbarn beschreiben den 35-jährigen mutmaßlichen Täter als ruhig und freundlich. Familienprobleme habe man nicht beobachtet. Und doch nutzte der Mann offenbar ein Familientreffen in einem Haus in Thane, rund 30 Kilometer von der Wirtschaftsmetropole Mumbai entfernt, um seine gesamte Verwandtschaft zu töten. Der 35-Jährige habe sich anschließend vermutlich selbst erhängt, teilte ein Polizeisprecher mit. Neben seinem Leichnam sei ein blutiges Messer gefunden worden, mit dem der Mann seine Frau, seine Eltern, drei Schwestern und acht Kinder getötet habe.

Die Polizei tappt noch im Dunkeln

Auf den ersten Blick sehe es so aus, als ob der Beschuldigte seine Verwandten, die alle in dem Haus übernachten wollten, im Schlaf erstochen habe. Ein anderer Polizeisprecher sagte der Zeitung "Indian Express", den Toten seien die Kehlen durchgeschnitten worden. Möglicherweise habe der Mann ein Beruhigungsmittel ins Essen seiner Verwandten gemischt, bevor er sie umbrachte. Noch warte man aber auf die Ergebnisse der medizinischen Untersuchung.

Die indische Nachrichtenagentur PTI meldete, Hintergrund der Tat sei ein Eigentumsstreit. Die Polizei sagte dagegen dem Sender ABP, erste Ermittlungen und Befragungen hätten keinen Hinweis darauf ergeben. Der Tatverdächtige habe für eine private Firma in Mumbai gearbeitet. Finanzielle Probleme oder Streitigkeiten seien nicht bekannt.

Eine Schwester überlebte

Die einzige Überlebende des tödlichen Familiendramas ist eine Schwester des Angreifers. Sie wurde laut Polizeiangaben ins Krankenhaus gebracht, nachdem Nachbarn ihre Hilfeschreie gehört und die Polizei gerufen hätten. Von ihr erhoffen sich die Ermittler nun genauere Auskünfte über den Tathergang und das Motiv. Noch aber liege die 21-Jährige mit einem schweren Trauma im Krankenhaus und sei nicht ansprechbar.

cw/sti (afp, dpae)

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