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Aktuell Asien

14 Tote bei Bombenanschlägen im Süden Thailands

Diesmal traf es vor allem das Wirtschaftszentrum Yala. Doch brodelt es in allen drei muslimisch dominierten Provinzen. Die Menschen dort fühlen sich von den Behörden des mehrheitlich buddhistischen Landes diskriminiert.

Bei einer Serie von Bombenanschlägen im muslimisch dominierten Süden Thailands sind insgesamt 14 Menschen getötet und hunderte verletzt worden. Wie die Behörden mitteilten, explodierten im Zentrum der Stadt Yala in kurzer Folge drei Bomben. Allein dort waren elf Todesopfer und mehr als 110 Verletzte zu beklagen. Zwei der Sprengsätze waren auf Motorrädern versteckt, die in der Nähe eines Einkaufszentrums abgestellt worden waren. Die dritte Bombe war in einem Auto deponiert. Durch die Wucht der Detonationen wurden mehrere Läden in Brand gesetzt. Als Urheber werden muslimische Aufständische vermutet. Yala ist das Wirtschaftszentrum im Süden Thailands.

Eine weitere Autobombe ging in der Stadt Hat Yai in der nahegelegenen Provinz Songkhla hoch. Durch die Explosion wurde ein Feuer in einem Hotel ausgelöst, das besonders von Touristen aus Malaysia und Singapur frequentiert wird. Dabei wurden drei Menschen getötet und etwa 230 verletzt, die meisten durch Rauchgase. Der nationale Polizeichef Priewpan Damapong sagte, der Hotelbrand in Hat Yai stehe im Zusammenhang mit den Bombenanschlägen in Yala.

Schon 5000 Tote seit 2004

In der Grenzregion zu Malaysia kommt es immer wieder zu Gewalttaten, für die muslimische Separatisten verantwortlich gemacht werden. Die Muslime in der Region beklagen seit Jahrzehnten eine Diskriminierung durch die Behörden in dem mehrheitlich buddhistischen Land. Die Separatisten kämpfen deshalb für mehr Autonomie innerhalb Thailands. Seit einem Aufstand der Separatisten 2004 wurden in den Provinzen Yala, Pattani und Narathiwat schon mehr als 5000 Menschen getötet. In den drei Provinzen leben rund zwei Millionen Menschen, 80 Prozent sind Muslime.

sti/uh/gri (afp, ap, dapd, dpa, rtr)