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Nachrichten

13.11.2014 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 08:22

Nachrichten von Donnerstag, 13. November 2014 – langsam gesprochen als MP3

NATO beobachtet verstärkte russische Militärpräsenz in Ostukraine:

Im Ukraine-Konflikt wächst die Sorge vor einer erneuten Eskalation der Kämpfe im Osten des Landes. Die ukrainische Regierung erklärte, die Armee bereite sich auf neue Kampfeinsätze in den von Rebellen kontrollierten Gebieten vor. Nach Angaben der NATO drangen weitere russische Kampftruppen in die Ukraine ein. NATO-Oberkommandeur Philip Breedlove beschuldigte Russland, die Rebellen in der Ostukraine mit Kämpfern und Waffen zu unterstützen. Die Grenze Russlands zur Ukraine sei "weit offen". Die russische Regierung wies diese Vorwürfe zurück. Minister Sergej Schoigu warf der Nato eine "antirussische" Stimmungsmache vor. - Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier äußerte sich besorgt. Es mache keinen Sinn, in der Region wieder aufzurüsten, sagte der Außenminister. Zuvor hatte bereits die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) vor einer Eskalation des Konflikts gewarnt. Die Anfang September zwischen den Konfliktparteien vereinbarte Waffenruhe existiere zunehmend nur noch auf dem Papier.

Israel lehnt Zugang für UN-Ermittler ab:

Israel hat einer UN-Kommission zur Untersuchung des Gaza-Krieges die Einreise verweigert. Ein Sprecher des israelischen Außenministeriums sagte, man werde nicht mit den Ermittlern der Vereinten Nationen zusammenarbeiten. Die Entscheidung sei wegen der - so wörtlich - "zwanghaften Feindschaft" der Kommission gegen Israel getroffen worden. Das Komitee wird von dem kanadischen Juraprofessor William Schabas geleitet, dem Israel Voreingenommenheit unterstellt. Im Gaza-Krieg waren im Sommer dieses Jahres mehr als 2100 Palästinenser und über 70 Israelis getötet worden. Die Kommission soll Völkerrechtsverstöße im Zuge der militärischen Operationen im Gazastreifen ermitteln.

Bundestag debattiert über Sterbehilfe:

Die Abgeordneten des Deutschen Bundestages beraten an diesem Donnerstag über eine mögliche Neuregelung der Sterbehilfe. Im Gegensatz zur aktiven Tötung eines Sterbenden ist die Beihilfe zum Suizid in Deutschland erlaubt. Die Mehrheit der Parlamentarier will jetzt Sterbehilfevereine verbieten, die regelmäßig Hilfe zur Selbsttötung leisten. Ärzten soll aber in Einzelfällen die Unterstützung beim Suizid erlaubt sein, was viele regionale Ärztekammern bislang untersagen. Der Kölner Erzbischof Rainer Maria Woelki befürchtet, durch eine solche Regelung könnte der Druck auf Sterbende steigen, aus dem Leben zu scheiden. Ärztliche Suizidbeihilfe ausdrücklich zu erlauben, käme einer "schweren Beschädigung der Arzt-Patienten-Beziehung" gleich, sagte Woelki der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. In Deutschland gibt es eine breite gesellschaftliche Debatte über Sterbehilfe.

Demonstranten legen Feuer im Regionalparlament von Guerrero:

Demonstranten in Mexiko haben aus Wut über die mutmaßliche Ermordung von 43 vermissten Studenten das Regionalparlament des Bundesstaates Guerrero gestürmt. Sie legten im Sitzungssaal und in der Bibliothek Feuer und zündeten Fahrzeuge vor dem Gebäude an. Mitglieder der Lehrergewerkschaft Ceteg hatten zuvor in Chilpancingo, der Hauptstadt von Guerrero, auch das Büro der regionalen Bildungsbehörde in Brand gesteckt. Die Studenten waren am 26. September von der Polizei festgenommen und dann der mit ihnen verbündeten Drogenbande Guerreros Unidos übergeben worden. Laut Generalstaatsanwalt haben Mitglieder der Bande gestanden, die Studierenden getötet und ihre Leichen auf einer Müllkippe verbrannt zu haben.

US-Krankenschwestern streiken - zu wenig Schutz vor Ebola:

Krankenschwestern in 15 Bundesstaaten der USA haben wegen mangelhafter Schutzmaßnahmen gegen Ebola gestreikt. Nach Angaben der National Nurse Union beteiligten sich rund 100.000 Schwestern an der Protestaktion. In den vergangenen Wochen waren zwei Schwestern nach der Behandlung von Ebola-Patienten in Texas erkrankt, sie sind unterdessen wieder genesen. Das medizinische Personal verlangt vor allem eine bessere Schutzausrüstung bei der Behandlung von Ebola-Patienten.

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