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Nachrichten

13.11.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Auf den Philippinen ist die Zahl der Todesopfer durch den Mega-Taifun "Haiyan" nach offiziellen Angaben auf 2.300 gestiegen. Mehr als 3.600 Menschen sind demnach verletzt. Erste Schätzungen waren von bis zu 10.000 Toten ausgegangen. Im Katastrophengebiet wächst die Verzweiflung der notleidenden Menschen. Die internationale Hilfe kommt nur langsam in Gang. Monsunregen und Überfälle auf die Transporte erschweren die Rettungsarbeiten. In die fast vollständig verwüstete Stadt Tacloban wurde eine Luftbrücke gestartet. Auf dem Flughafen hinderte das Militär Hilfesuchende daran, das Rollfeld zu stürmen. Beim Sturm auf ein Lebensmittellager auf der schwer betroffenen Insel Leyte wurden acht Menschen von einer einbrechenden Wand erschlagen.

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In Afghanistan wird so viel Rohopium gewonnen wie nie zuvor. Vor dem Ende des NATO-Kampfeinsatzes im kommenden Jahr ist die Anbaufläche von Schlafmohn zur Gewinnung von Rohopium in Afghanistan auf 209.000 Hektar gewachsen. Verglichen mit dem Vorjahr sei die Fläche 36 Prozent größer, heißt es beim UN-Büro zur Bekämpfung von Drogen und Kriminalität (UNODC) in Kabul. Das sei der höchste Wert seit Beginn der UN-Erhebung 1994. Afghanistan ist seit Jahren der mit Abstand weltgrößte Opiumproduzent und für etwa 80 Prozent der weltweiten Opiumproduktion verantwortlich. Aus Rohopium wird Heroin gewonnen.

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Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat den geplanten Bau von 20.000 weiteren Wohnungen für jüdische Siedler vorerst gestoppt. Bauminister Uri Ariel habe entsprechende Ausschreibungen für das Westjordanland ohne Absprache veröffentlicht und sei angewiesen worden, diese noch einmal zu überprüfen, hieß es aus Netanjahus Büro in Jerusalem. Man wolle keine "unnötige Konfrontation" mit der internationalen Gemeinschaft. Die Palästinenser hatten zuvor noch einmal gedroht, die im Juli wiederaufgenommenen Friedensverhandlungen abzubrechen. US-Außenminister John Kerry hatte in der vergangenen Woche während einer dreitägigen Vermittlungsmission in Nahost den Siedlungsausbau ungewöhnlich scharf als "völkerrechtswidrig" kritisiert.

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Die Rechtspopulisten und Nationalisten in Europa arbeiten an einem großen Bündnis der EU-Gegner. Der niederländische Rechtspopulist Geert Wilders wird an diesem Mittwoch die Vorsitzende der französischen Front National, Marine Le Pen, in Den Haag empfangen. Die beiden prominentesten Wortführer europafeindlicher rechter Parteien streben eine strategische Allianz zur Europawahl im kommenden Frühjahr an. Wilders verhandelte über einen derartigen Rechtsblock bereits mit Parteien in Schweden, Österreich und Belgien.

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Die US-Regierung hat den Zusammenschluss von American Airlines und US Airways zur weltgrößten Fluggesellschaft unter Auflagen gebilligt. Beide Unternehmen hätten sich zum Verzicht auf Start- und Landerechte an sieben großen Flughäfen bereit erklärt, teilte das Justizministerium in Washington mit. Mit der Abgabe dieser sogenannten Slots an Billigflieger soll der Wettbewerb im Luftverkehr in den USA weiter gewährleistet werden. Für den American-Mutterkonzern AMR ist die Mega-Fusion zugleich der Ausweg aus der Insolvenz. Ein Gericht muss der Einigung noch zustimmen, die dann im Dezember wirksam werden könnte.

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Japan will Lehren aus der Atomkatastrophe in Fukushima ziehen. Dafür soll das zentralistische Energiesystem aus regionalen Versorgermonopolen schrittweise für den Wettbewerb geöffnet werden. Sollte das entsprechende Gesetz tatsächlich wie geplant umgesetzt werden, würde sich das Gesicht des japanischen Energie- und Stromsektors umfassend ändern. Vor dem Super-GAU in Fukushima waren alle Liberalisierungsmaßnahmen auf diesem Gebiet wenig erfolgreich gewesen. Am Vortag war bekannt geworden, dass die japanische Regierung umgerechnet 30 Milliarden Dollar zusätzlich für die Bewältigung der Atom-Katastrophe bereitstellt. Damit stünden insgesamt 80 Milliarden Dollar für die Aufräumarbeiten in der Umgebung des Atomkraftwerks sowie für die Entschädigung der umgesiedelten Anwohner zur Verfügung. Die Verschrottung der sechs Reaktoren, die mindestens 30 Jahre dauern dürfte, geht extra.

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