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Nachrichten

13.11.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Sonntag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

In Italien hat Staatspräsident Giorgio Napolitano Gespräche mit den Parteien über die Bildung einer Übergangsregierung aufgenommen. Als aussichtsreichster Kandidat für das Ministerpräsidentenamt ist der ehemalige EU-Kommissar Mario Monti im Gespräch. Für ihn macht sich auch Napolitano selbst stark, wie italienische Medien berichten. Vorsichtige Zustimmung findet der Wirtschaftsfachmann inzwischen ebenso in der Partei des zurückgetretenen Regierungschefs Silvio Berlusconi. Als Alternative zu einer Notregierung werden aber auch Parlamentsneuwahlen nicht ausgeschlossen. Der 75-jährige Berlusconi war am Samstagabend wie angekündigt zurückgetreten, nachdem das Parlament des hoch verschuldeten Euro-Landes das von der EU geforderte Spar- und Reformpaket verabschiedet hatte. Auf den Straßen Roms feierten tausende Menschen mit Beifall, Fahnenschwenken und Hupkonzerten die Demission Berlusconis.

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Die USA und Russland wollen gemeinsam auf die neuen Erkenntnisse zum iranischen Atomprogramm reagieren. US-Präsident Barack Obama sagte nach einem Treffen mit seinem russischen Kollegen Dmitri Medwedew in Honolulu, beide Staaten wollten den Iran dazu bringen, seine internationalen Verpflichtungen einzuhalten. Die beiden Politiker trafen sich am Rande des APEC-Gipfels auf Hawaii. Laut einem Bericht der Internationalen Atomenergiebehörde gibt es glaubwürdige Hinweise, dass der Iran an der Entwicklung von Atomwaffen gearbeitet habe. Während die USA neue Sanktionen gegen Teheran befürworten, gilt Russland in dieser Hinsicht als Bremser. - Die beiden republikanischen US-Präsidentschaftsbewerber Mitt Romney und Newt Gingrich plädierten dafür, notfalls mit einem Militäreinsatz gegen den Iran vorzugehen. Falls auch harte Sanktionen Teheran nicht vom Bau einer Atombombe abhalten sollten, müssten die USA zu diesem Mittel greifen, machten beide in einer Fernsehdebatte klar.

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Nach der Entscheidung der Arabischen Liga für eine Aussetzung der Mitgliedschaft Syriens haben wütende Anhänger von Präsident Baschar al-Assad Auslandsvertretungen in dem Land angriffen. In der Hauptstadt Damaskus stürmten hunderte Männer die saudiarabische Botschaft und warfen Einrichtungsgegenstände aus dem Fenster. Auch vor der Vertretung von Katar kam es zu gewaltsamen Protesten. In der Stadt Latakia wurden die Konsulate Frankreichs und der Türkei attackiert. Saudi-Arabien verurteilte den Vorfall scharf und warf den syrischen Sicherheitskräften vor, nicht eingegriffen zu haben. Die Arabische Liga will die Mitgliedschaft Syriens am kommenden Mittwoch aussetzen, sollten dort die Sicherheitskräfte weiter mit Gewalt gegen die Opposition vorgehen. - Von westlichen Staaten und auch von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon wurde der Beschluss der Liga einhellig begrüßt.

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Die spektakuläre Wende bei den Ermittlungen zu der rechtsextremistisch motivierten Mordserie an acht ausländischen Kleinunternehmern und einer Polizistin hat Ermittlungsbehörden und Politik alarmiert. Das Parlamentarische Kontrollgremium des Bundestages soll sich möglichst bald mit den Hinweisen auf eine rechtsextreme Terrorzelle in Deutschland befassen. Der Vorsitzende Thomas Oppermann (SPD) kündigte eine Sondersitzung des für die Kontrolle der Geheimdienste zuständigen Gremiums an. Es müsse klar werden, was die Behörden wussten und wie solche Straftaten besser verhindert werden könnten. Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) sagte, was bisher berichtet wurde sei beunruhigend. Nach Medienberichten ist die in Zwickau inhaftierte Verdächtige bereit auszusagen, allerdings nur, wenn ihr als Kronzeugin eine mildere Strafe in Aussicht gestellt werde. Zwei mutmaßliche Mittäter hatten sich nach einem Bankraub selbst getötet. Dem Trio wird eine Serie von Morden in den Jahren zwischen 2000 und 2006 zur Last gelegt.

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In Deutschland wird mit einer Reihe von Veranstaltungen an diesem Volkstrauertag der Toten beider Weltkriege und der Opfer des Nationalsozialismus gedacht. Die Zentrale Gedenkstunde findet in Berlin im Bundestag statt. Die Gedenkrede hält der ehemalige Außenminister und derzeitige SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier. Bundespräsident Christian Wulff spricht ein Totengedenken. - Der 1922 erstmals begangene Kriegsopfertag mahnt zu Versöhnung, Verständigung und Frieden. Die Nazis widmeten ihn in einen "Heldengedenktag" um. Nach Gründung der Bundesrepublik wurde der Tag vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge wiederbelebt. Seit 1950 wird er als Volkstrauertag jeweils am zweiten Sonntag vor dem ersten Advent begangen, traditionell mit der zentralen Gedenkstunde im Bundestags-Plenarsaal.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Nordwesten sowie in den Flussniederungen Süddeutschlands und Hessens Nebel oder Hochnebel, sonst teilweise heiter und durchweg trocken. Höchstwerte zwischen vier und neun Grad. Die weiteren Aussichten: Am Montag im Norden und Nordosten gebietsweise wolkig, sonst meist unverändert ruhiges, teils sonniges Hochdruckwetter bei Höchstwerten zwischen sechs und zehn Grad.

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