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Nachrichten

13.09.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Vor der US-Botschaft in Kairo haben erneut Hunderte aufgebrachte Muslime demonstriert. Wie der TV-Sender CNN meldet, gab es Auseinandersetzungen zwischen Sicherheitskräften und Demonstranten. Auch in Tunesien kam es zu anti-amerikanischen Kundgebungen. Als Auslöser der Protestwelle in vielen arabischen Staaten gilt ein in den USA produzierter Film, in dem der Prophet Mohammed verunglimpft wird. Als Reaktion darauf hatte es am Dienstag in Libyen Angriffe auf das US-Konsulat gegeben. Der US-Botschafter und drei Mitarbeiter wurden getötet. Die Toten wurden nach Deutschland übergeführt. Der Großteil des Botschaftspersonals wurde auf die Airbase im pfälzischen Ramstein geflogen.

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In Libyen ist der Ingenieur Mustafa Abu Schagur zum neuen Ministerpräsidenten gewählt worden. In der Nationalversammlung des nordafrikanischen Landes erhielt der bisherige stellvertretende Regierungsschef, der lange in den USA lebte, 96 der insgesamt 200 Stimmen. Damit setzte sich der Akademiker in der Stichwahl knapp gegen Mahmud Dschibril durch, der Libyen nach dem Sturz von Diktator Muammar al-Gaddafi als Ministerpräsident diente und auf 94 Stimmen kam. Die Wahl fand nur wenige Stunden nach dem tödlichen Angriff auf den US-Botschafter in Bengasi statt.

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Russlands Regierungschef Dmitri Medwedew hat sich für eine Haftentlassung der drei verurteilten Mitglieder der Punkband Pussy Riot ausgesprochen. Es erscheine ihm "unproduktiv", wenn die Frauen noch mehr Zeit im Gefängnis verbrächten. Eine Bewährungsstrafe sei ausreichend, sagte Medwedew, der selbst Jurist ist. Die drei Punk-Musikerinnen waren im August nach einer Protestaktion gegen den heutigen Präsidenten Wladimir Putin in einer Moskauer Kathedrale wegen "Rowdytums" zu zwei Jahren Lagerhaft verurteilt worden. Zwei weitere Musikerinnen der Band setzten sich ins Ausland ab. Der Prozess und das Urteil sorgten international für Empörung.

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Der Militärische Abschirmdienst (MAD) soll eine Akte über den mutmaßlichen Rechtsterroristen Uwe Mundlos zurückgehalten haben. Verteidigungsminister Thomas de Maizière kannte die Akte seit Monaten. Der Minister räumte ein, es sei unsensibel, dass sein Haus nicht den NSU-Untersuchungsausschuss des Bundestags unterrichtet habe. Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger forderte das Aus für den Geheimdienst. Ihrer Forderung schlossen sich die Bundestagsfraktionen von FDP, Grünen sowie der Linken an. Bundeskanzlerin Angela Merkel versprach im Parlament eine Aufklärung der Vorgänge rund um die Aktenpanne.

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Apple setzt im Kampf mit Samsung auf ein leichteres und dünneres iPhone. Der Technologiekonzern stellte in San Francisco die fünfte Generation des Kassenschlagers vor, der mit einem Vier-Zoll-Bildschirm ein größeres Display hat. Das iPhone hat seit seiner Markteinführung 2007 die Handy-Branche revolutioniert und viele Nachahmer gefunden. Apple ist der nach Börsenkapital wertvollste Konzern der Welt und hat zuletzt fast die Hälfte seines Umsatzes mit dem iPhone gemacht. Im abgelaufenen Quartal ging das Apple-Gerät 26 Millionen Mal über den Ladentisch - der größte Konkurrent Samsung aus Südkorea kam allerdings fast auf den doppelten Absatz.

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