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Nachrichten

13.08.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Am 50. Jahrestag des Mauerbaus in Berlin hat Bundespräsident Christian Wulff dazu aufgerufen, weltweit für mehr Demokratie und Menschenrechte einzutreten. Das deutsche Staatsoberhaupt gedachte bei der zentralen Gedenkveranstaltung in der Hauptstadt der verschiedenen Schicksale, die mit der Grenze zwischen Ost und West verbunden waren. Am 13. August 1961 hatte die DDR-Führung begonnen, die deutsche Teilung in Berlin zu zementieren. Der Bundespräsident betonte, dass die Freiheit unbesiegbar sei. Die Mauer sei 1989 nicht gefallen, sondern umgestürzt worden. Wulff kritisierte aber auch, dass sich vor der Wende viele mit Teilung und Mauer abgefunden hätten. Beschämend sei vor allem die Gleichgültigkeit in Westdeutschland gewesen. Zu der Gedenkfeier in der Bernauer Straße versammelten sich frühere Gegner des DDR-Regimes, Angehörige der Opfer und führende Politiker, darunter auch Bundeskanzlerin Angela Merkel.

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Der Streit zwischen der britischen Regierung und der Polizei über die Wege zur Verhinderung neuer Gewalt in englischen Städten nimmt an Heftigkeit zu. Polizeigewerkschaften kritisierten die Entscheidung von Premierminister David Cameron, den früheren Polizeichef von Los Angeles und New York, Bill Braxton, als Berater zu engagieren. Die britische Polizei sei viel besser in der Lage, den Regierungschef zu beraten, erklärten Gewerkschaftsvertreter. Die Interessenvertretung der Mitarbeiter von Scotland Yard kritisierte die von der konservativ-liberalen Regierung geplanten Kürzungen bei der Polizei. Finanzminister George Osborne verteidigte die vorgesehenen Einschnitte hingegen angesichts des hohen Haushaltsdefizits als unabdingbar. - In London und anderen Städten blieb es auch in der Nacht zum Samstag ruhig.

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Syrische Truppen sind nach Angaben des arabischen Senders Al Dschasira in die Hafenstadt Latakia eingerückt. Panzer gingen laut Menschenrechtsaktivisten in Stellung. In Latakia, das 50 Kilometer von der türkischen Grenze entfernt ist, hatten ebenso wie auch in anderen Städten nach dem Freitagsgebet wieder tausende Menschen gegen das Regime von Staatschef Baschar al-Assad demonstriert. Landesweit töteten syrische Soldaten und Milizen am Freitag nach Augenzeugenberichten mindestens 23 Menschen. - Wegen der anhaltenden Gewalt in Syrien wird der Weltsicherheitsrat in New York in der nächsten Woche zu einer weiteren Sondersitzung zusammenkommen.

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Angesichts der Schuldenprobleme zahlreicher Industrienationen hat Weltbankchef Robert Zoellick vor einer neuen und noch gefährlicheren Zeit für die Weltwirtschaft gewarnt. Die meisten Industriestaaten hätten ihre Haushalts-Spielräume aufgebraucht und die Geldpolitik könne nicht weiter gelockert werden, sagte Zoellick der australischen Zeitung "Weekend Australian". Der Weltbankchef bewertete die Schuldenkrise im Euro-Raum weitaus gefährlicher als die mittel- und langfristigen Probleme der USA, die vor einer Woche zur Herabstufung der Kreditwürdigkeit Washingtons durch die Ratingagentur Standard & Poor's geführt hatten. Die Reaktion der Euro-Staaten reicht nach seinen Worten noch nicht aus. Die Lektion aus der weltweiten Finanzkrise 2008 sei, dass man umso mehr tun müsse, je später man handele, betonte Zoellick.

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Nach der Verabschiedung eines zweiten Sparprogramms hat die italienische Regierung sich erneut für die Einführung sogenannter Euro-Bonds stark gemacht. Gemeinsame Anleihen der Regierungen der Euro-Zone seien das beste Mittel zur Bewältigung der Schuldenkrise, sagte Finanzminister Giulio Tremonti vor Journalisten in Rom. - Insbesondere die deutsche Regierung lehnt Euro-Bonds entschieden ab, da deren Zinsen höher liegen würden, als bei den derzeitigen Bundesanleihen. - Die italienische Mitte-Rechts-Regierung hatte am Freitag ein Paket aus Einsparungen und Kostensenkungen im Umfang von 45,5 Milliarden Euro beschlossen, um bereits 2013 einen ausgeglichenen Haushalt zu erreichen. - Die Staatsschulden Italiens belaufen sich auf mehr als 1,9 Billionen Euro.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Heiter bis wolkig mit einzelnen Schauern, örtlich Gewitter. Längere Auflockerungen vor allem im Süden. Tageshöchstwerte 19 bis 25 Grad, im Südwesten bis 27 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Sonntag im Osten und Südosten anfangs noch heiter, von Westen her Aufzug von Wolken mit teils kräftigen Schauern.

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