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Langsam gesprochene Nachrichten

13.07.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 07:59

Nachrichten von Donnerstag, 13. Juli 2017 – langsam gesprochen als MP3

Trump betont sein "sehr gutes" Verhältnis zu Putin:

Inmitten der neuen Turbulenzen in der Russland-Affäre hat US-Präsident Donald Trump sein gutes Verhältnis zum russischen Staatschef Wladimir Putin hervorgehoben. Er und Putin hätten sich sehr gut verstanden und das sei eine gute Sache, sagte Trump in einem Gespräch mit dem christlichen US-Sender CBN. Trump und Putin hatten sich am vergangenen Freitag am Rande des G20-Gipfels in Hamburg zu ihrem ersten bilateralen Gespräch getroffen. Es mache keinen Sinn, wenn die USA und Russland als zwei große Atommächte "nicht irgendeine Art von Beziehung" hätten, sagte Trump. In der Affäre um dubiose Russland-Kontakte seines Wahlkampfteams war zuvor ans Licht gekommen, dass sein ältester Sohn während des Wahlkampfs eine russische Anwältin getroffen hatte - in der Erwartung, dass diese ihm belastendes Material über die Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton übergeben würde. Ein demokratischer Kongress-Abgeordneter beantragte nun offiziell ein Amtsenthebungsverfahren gegen Trump.

 

Bundespräsident Steinmeier besucht deutsche Soldaten in Afghanistan:

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist zu einem nicht angekündigten Besuch bei den deutschen Soldaten im Feldlager Masar-i-Scharif in Afghanistan eingetroffen. Er kam aus Kasachstan an, wo er am Morgen mit einer Maschine der Bundeswehr gestartet war. Derzeit sind in Afghanistan noch etwa 1000 deutsche Soldaten im Rahmen der NATO-Mission "Resolute Support" stationiert. Der Besuch steht im Zeichen der schlechter gewordenen Sicherheitslage und des Wiedererstarkens der radikal-islamischen Taliban. Steinmeier wird von seiner Frau Elke Büdenbender begleitet. Als Außenminister war er bereits sieben Mal in Afghanistan.

 

Berlin, Paris und Rom für stärkeren Kampf gegen Fluchtursachen:

Deutschland, Frankreich und Italien werben angesichts der vielen über das Mittelmeer kommenden Migranten für einen stärkeren europäischen Kampf gegen Fluchtursachen. Kanzlerin Angela Merkel sagte nach einem Treffen mit Präsident Emmanuel Macron und dem italienischen Regierungschef Paolo Gentiloni in Triest, über dieses Ziel sei man sich einig gewesen. Die EU könne nicht nur ein Europa der Wirtschaft sein, sondern müsse allen Herausforderungen gemeinsam begegnen. Die Situation in Libyen müsse politisch stabilisiert werden. In Kooperationen mit afrikanischen Ländern gelte es, wirtschaftliche Perspektiven zu verbessern, so Merkel. Gentiloni forderte erneut eine stärkere europäische Lastenteilung. Über das nordafrikanische Bürgerkriegsland Libyen sind in diesem Jahr schon mehr als 85.000 Menschen nach Italien gelangt. Viele stammen aus afrikanischen Staaten und haben nur geringe Chancen auf Asyl.

 

Deutsch-französischer Ministerrat mit Merkel und Macron in Paris:

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sprechen an diesem Donnerstag in Paris über eine bessere Militär-Zusammenarbeit der EU-Staaten. Neben diesem Hauptthema wird es beim deutsch-französischen Ministerrat zudem um gemeinsame Initiativen beider Länder für Investitionen, etwa zur Förderung von Start-ups, gehen. Mit der Kanzlerin reisen unter anderem Außenminister Sigmar Gabriel, Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen und Finanzminister Wolfgang Schäuble nach Frankreich und treffen dort ihre Ressortkollegen. Das jährliche deutsch-französische Ministertreffen hat zwei Monate nach dem Amtsantritt von Präsident Macron einen besonderen Stellenwert. Der 39-Jährige sucht eine enge Abstimmung mit Berlin und hat Hoffnungen auf einen Neuanfang in Europa geweckt.

 

Brasiliens Ex-Präsident Lula wegen Korruption zu langer Haftstrafe verurteilt:

Brasiliens Ex-Präsident Luiz Inácio Lula da Silva ist wegen Korruption und Geldwäsche zu neun Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt worden. Der 71-Jährige kann das Urteil anfechten und bleibt bis dahin auf freiem Fuß, wie das Gericht in Curitiba mitteilte. Seine Anwälte kündigten umgehend an, Berufung einzulegen. Laut Gericht soll der Baukonzern OAS ein Apartment in Guarujá an der Atlantikküste für 3,7 Millionen Reais (eine Million Euro) für den Ex-Präsidenten renoviert haben. Im Gegenzug soll Lula der Baufirma Aufträge des halbstaatlichen Ölkonzerns Petrobras verschafft haben. Der frühere Staatschef, der 2010 aus dem Amt schied, plant ein politisches Comeback. Das Urteil könnte seine angestrebte Kandidatur bei der Präsidentschaftswahl im kommenden Jahr nun aber durchkreuzen.

 

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