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Nachrichten

13.07.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Syrische Regierungstruppen sollen in der Provinz Hama ein neues Massaker verübt haben. Dabei sind nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte mehr als 100 Menschen getötet worden. Andere Quellen gehen von über 200 Toten aus. Auch in den Provinzen Damaskus, Lattakia und in der Rebellenhochburg Homs sind nach Angaben von Aktivisten erneut zahlreiche Menschen getötet worden. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch hat das Regime von Präsident Baschar al-Assad zudem beschuldigt, Streubomben einzusetzen. Die Munition steht in der Kritik, weil viele der kleinen Sprengkörper in ihrem Inneren beim Aufprall nicht explodieren und ganze Landstriche in Minenfelder verwandeln.

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In der Auseinandersetzung um das mutmaßliche iranische Atomwaffenprogramm haben die USA weitere Sanktionen gegen Teheran verhängt. Die neuen Restriktionen richteten sich gegen elf Unternehmen sowie vier Einzelpersonen, die Geschäftskontakte zum iranischen Verteidigungsministerium, der Revolutionsgarde und einer staatlichen Reederei unterhalten und damit in Verbindung zum iranischen Atomwaffenprogramm stehen. Das teilten das Außenamt und das Finanzministerium in Washington mit. Alle Vermögenswerte der Unternehmen und Personen im Zugriffsbereich der US-Justiz würden eingefroren, hieß es.

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Mexikos Linke will die Präsidenten- und Parlamentswahlen vom 1. Juli annullieren lassen. Ihr unterlegener Präsidentschaftskandidat Andres Manuel Lopez Obrador legte bei der Wahlbehörde offiziell Beschwerde gegen das Ergebnis ein. Er wirft dem Wahlsieger Enrique Pena Nieto von der Partei der Institutionalisierten Revolution vor, sich positive Medienberichterstattung erkauft und Millionen Wähler vor der Stimmabgabe mit Geschenken beeinflusst zu haben. Zudem soll er gegen die Vorschriften bei der Wahlkampffinanzierung verstoßen haben. Bereits einen Tag nach der Wahl hatte Lopez, der laut Wahlbehörde mit 31,6 Prozent der Stimmen hinter Pena (38,2 Prozent) auf dem zweiten Platz landete, angekündigt, die Wahl anfechten zu wollen.

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Bei der Parlamentswahl in Libyen zeichnet sich ein Sieg der Liberalen ab. Der moderate Politiker Mahmud Dschibril mit seiner Allianz der Nationalen Kräfte rangiert nach Auszählung einer großen Mehrheit der Stimmen deutlich vor den islamistischen Parteien. Das endgültige Ergebnis soll aber erst in der kommenden Woche vorliegen. Nach Angaben der Wahlkommission liegen die Liberalen in den wichtigen Wahlbezirken wie der Hauptstadt Tripolis, dem Süden des Landes und der früheren Rebellenhochburg Benghasi uneinholbar in Führung. Die Abstimmung vom vergangenen Samstag war die erste freie Wahl in dem nordafrikanischen Land seit Jahrzehnten.

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Die Ratingagentur Moody's hat die Kreditwürdigkeit Italiens um zwei Noten gesenkt. Die Bewertung sei von A3 auf Baa2 gerutscht, teilten die Bonitätswächter am Freitag mit. Der Ausblick bleibe negativ. Sollte sich die Wirtschaftslage Italiens nicht verbessern, drohe eine weitere Herabstufung, warnte Moody's das krisengeschüttelte Euro-Mitgliedsland.

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Nach dem überraschenden Rücktritt von Karl-Friedrich Stracke von der Opel-Spitze hat die Suche nach einem Nachfolger begonnen. Als Favoriten gelten Thomas Sedran und Peter Thom. Das berichtet die 'Bild'-Zeitung unter Berufung auf Firmenkreise. Der Manager Sedran ist im Opel-Vorstand derzeit für den Bereich Strategie zuständig. Kandidat Thom ist amtierender Opel-Produktionsvorstand. Eine Entscheidung wird in den kommenden Tagen erwartet. Bis dahin übernimmt General-Motors-Manager Stephen Girsky vorläufig die Opel-Geschäfte. -- Mitten im Überlebenskampf bei Opel hatte Stracke am Donnerstag überraschend seinen Hut genommen. Ohne einen Grund zu nennen, trat er von seiner Position als Opel-Vorstandsvorsitzender und Präsident von General Motors Europe zurück.

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Baden-Württembergs früherer Ministerpräsident Stefan Mappus hat den Untreue-Verdacht zurückgewiesen. Er habe stets alles in seiner Macht stehende getan, um zum Wohle des Landes zu arbeiten, sagte der CDU-Politiker der 'Bild'-Zeitung. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart ermittelt gegen ihn wegen des Verdachts auf Untreue beim milliardenschweren Rückkauf des Energiekonzerns EnBW. Diesen soll Mappus schlecht vorbereitet und dadurch zu viel bezahlt haben. Ende 2010 hatte die Landesregierung 45 Prozent der Aktien des Energieversorgers für 4,7 Milliarden Euro vom französischen Stromkonzern EdF zurückerworben. Mappus zeigte sich überzeugt, dass der Preis in Ordnung war, und geht fest davon aus, dass die Vorwürfe weitestgehend haltlos sind.

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