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Nachrichten

13.07.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Das durch Hilfen des Euro-Rettungsschirms gestützte Irland hat mit neuen Zweifeln an seiner Kreditwürdigkeit zu kämpfen. Die Rating-Agentur Moody's stufte die Bonitätsnote des hoch verschuldeten Landes auf Ramschniveau herab. Zur Begründung hieß es, Irland werde mit "wachsender Wahrscheinlichkeit" ein zweites Hilfspaket benötigen. Die irische Regierung äußerte ihr Unverständnis über die Entscheidung. Bisher hatten in der Euro-Zone Griechenland und Portugal von Rating-Agenturen den Stempel "Ramsch" aufgedrückt bekommen. In den vergangenen Tagen war auch Italien auf den Finanzmärkten zunehmend unter Druck geraten. - Im Kampf gegen ein Übergreifen der Schuldenkrise auf weitere Länder hatten sich die Euro-Finanzminister in der Nacht zum Dienstag darauf geeinigt, den Aufgabenbereich des Rettungsfonds für finanziell angeschlagene Euro-Staaten auszuweiten.

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Der Internationale Währungsfonds hat Italien aufgefordert, entschlossene Maßnahmen zur Reduzierung seiner hohen Staatsverschuldung zu ergreifen. Das italienische Haushaltsdefizit sollte bis 2012 auf unter drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts zurückgeführt werden, fordert der IWF in seinem neuen Jahresbericht. Zuletzt hatte das Defizit bei 4,6 Prozent gelegen. Zwar gebe es eine leichte, vor allem vom Export getriebene Erholung der italienischen Wirtschaft. Die öffentliche Verschuldung bleibe aber hoch und das Wachstum verhalten, heißt es im IWF-Bericht weiter. - Angesichts seiner Staatsverschuldung war in den vergangenen Tagen auch Italien in den Blickpunkt gerückt. Die EU-Finanzminister verständigten sich darauf, alles dafür zu tun, um ein Übergreifen der Schuldenkrise auf Europas drittgrößte Volkswirtschaft zu verhindern.

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Die Vereinigten Staaten steuern weiter auf eine Zahlungsunfähigkeit zu. Im Streit um die gesetzliche Schuldenobergrenze der USA stehen sich die Demokraten von Präsident Barack Obama und die oppositionellen Republikaner noch immer unversöhnlich gegenüber. Obama traf den dritten Tag in Folge führende Vertreter beider Parteien, ohne dass sich ein Durchbruch abzeichnete. Ohne eine Erhöhung der Schuldenobergrenze bis zum Stichtag 2. August könne seine Regierung die Zahlungen an Rentner, ehemalige Soldaten und andere Empfänger staatlicher Leistungen nicht mehr garantieren, warnte der Präsident. Der US-Kongress streitet bereits seit Monaten über eine Erhöhung des Schuldenlimits, das derzeit bei rund 14,3 Billionen Dollar liegt. Eine Zahlungsunfähigkeit der USA hätte unabsehbare Folgen für die weltweiten Finanzmärkte.

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Frankreich beteiligt sich auch weiterhin an dem internationalen Militäreinsatz in Libyen. Beide Kammern des französischen Parlaments stimmten für die Fortsetzung der Luftangriffe. Präsident Nicolas Sarkozy ist seit einer Verfassungsänderung 2008 auf die Zustimmung des Parlaments angewiesen, wenn ein Militäreinsatz im Ausland länger als vier Monate dauert. Frankreich hatte sich für ein gewaltsames Vorgehen gegen Libyens Machthaber Muammar al-Gaddafi besonders stark gemacht. -- Unterdessen sollen die libyschen Aufständischen nach Agenturberichten mehrere Gebirgsorte im Westen des Landes unter ihre Kontrolle gebracht haben.

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Bundeskanzlerin Angela Merkel ist in der angolanischen Hauptstadt Luanda eingetroffen. Es ist nach Kenia die zweite Station ihrer Afrikareise. An diesem Mittwoch eröffnet Merkel in Luanda eine Wirtschaftskonferenz. Danach wird sie von Präsident José Eduardo dos Santos mit militärischen Ehren empfangen. Es ist der erste Besuch eines deutschen Regierungschefs in Angola seit der Unabhängigkeit des Landes. In Luanda will Merkel über die Vertiefung der Wirtschaftsbeziehungen sprechen. Angola ist der zweitgrößte Ölexporteur Afrikas nach Nigeria. Zudem ist das Land reich an Diamanten und Mineralien. Weitere Gesprächsthemen sind Rechtssicherheit, Korruption und Pressefreiheit.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Vielfach dichte Wolken und kräftiger Regen mit Unwettergefahr. Im Osten und Südosten zunächst noch aufgelockert. Die Höchstwerte reichen von 16 Grad im Nordwesten bis 31 Grad im Südosten. DIE WEITEREN AUSSICHTEN: Am Donnerstag viele Wolken, im Norden regnerisch. Sonst nachlassende Schauer. Nach Süden hin etwas Sonne. Es wird kühler.

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